Teschno made in Germany: 1993

Ravers know your roots! Deshalb gleich noch das zweite Filmchen ausgepackt. „Techno City“, eine dreiteilige Reportage des ersten deutschen Fernsehen, inklusive herrlich nüchternem, stellenweise in den Biedermeier abdriftenden, Off-Kommentar, versucht die Berliner Teschno Szene rund um den Bunker und den Tresor zu ergründen. Gefeatured werden diesmal Tanith und Marusha.

So manche Feststellungen über die Feierkultur, Musikproduktion und Releasepolitik von damals gelten wohl auch heute noch. So ist man nicht wenig erstaunt, dass die Frage, ob man nun weiterravt oder Sonntag nachmittag endlich nach Hause geht, damals wie auch heute, siehe aktuellere, weit aus durchgestyltere Dokus wie „Feiern“ (Don’t Forget to go home…), zentral diskutiert wird. Der durschimmernde rohe und scheinbar kompromisslose Enthusiasmus von dem, was damals noch eindeutig als Subkultur galt, glänzt heute allerdings besonders im Spiegel der gegenwärtig mehr und mehr durchprofessionalisierten Techno-Wirtschaft.

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