Lawrence – Jill (Mule 057)

Nach den letzten doch stark stagnierenden, wenn auch nicht minder angenehmen, Releases von Lawrence und seinem Alter Ego Sten, ist es umso erfreulicher, dass sich die neue Single von Peter Kersten auf Mule Electronic doch in einem etwas anderen Gewand präsentiert als erwartet: Jill nimmt im Vergleich zu früheren Tracks einiges an Tempo heraus, und blinzelt im Midtempo mit der Leichtigkeit eines Wimpernschlags der aufgehenden Sonne entgegen, ohne dadurch die typische Verträumtheit zu vernachlässigen. Die Strings, die hier die von sanften Synths und einer unaufdringlichen Kick umgarnt werden, wirken wie das langsame Erwachen an einem sonnigen Morgen. Der Vergleich mit den Produktionen von Kompakts Kaito kommt nicht von ungefähr, und er wird noch deutlicher, wenn bei Jill (Reprise) und Sunrise dann der Beat gänzlich fallengelassen wird, und nur noch das ätherische Sound-Skelett übrigbleibt, dass mir in seiner Entspanntheit seit langem mal wieder ein zufriedenes Lächeln nach dem Hören einer Lawrence-Platte auf das Gesicht zaubert. Da kann man auch über Hamtramck, den vierten Track auf dieser EP, hinweghören, der wieder eher bewährte Kost bietet.

4 Comments

  1. Eikman

    lediglich den sound habe ich mit dem von kaito verglichen, mit kompakt dem label hat das wenig zu tun. was du mit regional meinst, versteh ich jetzt auch nicht, ich habe weder was mit köln, noch mit hamburg zu tun ;)

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