Robert Hood lässt in seinem Fabric Mix die eigenen Referenzen sicherlich nicht unbeachtet. Knapp ein Drittel der 32 Tracks lassen sich auf die Feder des Detroit-Altmeisters zurückführen, was natürlich auch den Sound maßgeblich beeinflusst: Fabric 39 ist ein Ausflug durch Robert Hoods musikalische Sozialisation zwischen fröhlichen Detroit-House-Tracks und minimalen Technostampfern. Gespickt mit Klassikern diesseits [...]
Mark Stewart (nicht der, der andere) alias Claro Intelecto ist zurück. Nachdem sein erstes Album Neurofibro im Jahre 2004 noch etwas untergegangen ist, hat er sich mit einer Reihe hochgelobter EPs auf Modern Love in den letzten Jahren selbst auf die (Dub)Techno Landkarte platziert. Jetzt ist er mit seinem zweiten Album Metanarrative endgültig angekommen, [...]
Über den Einfluss von J Dilla aka Jay Dee braucht man nicht mehr viel zu sagen. Wie kaum ein zweiter hat er es verstanden holprige Hip Hop Beats mit einer Brise Soul und Crossover-Tauglichkeit zu kombinieren, die im Verlauf seiner leider viel zu kurzen Karriere Producer wie Kanye West maßgeblich beeinflusst haben, und ihn [...]
Eines sei vorab gesagt: Nein, das war nicht die Neuauflage des “Roseland NYC” Konzertes, was aber nicht am Fehlen der orchestralen Begleitung lag, sondern daran, dass es eben kein Konzert, sondern eine Radioaufzeichnung war, doch dazu später mehr. Dabei war der Ort durchaus clever gewählt. Ein exklusives Konzert im geschichtsträchtigen DDR-Rundfunkzentrum in Berlin, dessen wuchtige [...]
Freerange feiert gerade Jubiläum mit dem 100sten Release, und passend dazu gibt es mit der fünften Ausgabe der Colour Series, die diesmal in Orange gehalten ist, einen Überblick über die größten Smasher des Londoner Vorzeigelabels, die beweisen, warum House momentan wieder richtig angesagt ist.
Label-Compilations neigen in der Regel dazu, neben den offensichtlichen [...]
(aus De:Bug 120)
Roger Kerosene startet sein neues Label gleich mit einem eigenen Release, und die vier Tracks bieten sowohl energische Euphorieschübe als auch diese deepen Momenten, in denen man sich treiben lassen kann. Vor allem die A-Seite kann sich mit zwei exzellenten, nie aufdringlich werdenden, aber kontinuierlich treibenden Technotracks empfehlen. Die B-Seite wildert schon [...]
(aus De:Bug 120)
Clé, nach der Platte mit Steve Bug aus dem letzten Jahr, jetzt also auch solo auf Pokerflat. ”Nomads“ und ”Waters“ sind an sich zwei ziemlich elegant dahin hüpfende, simpel gestrickte Housetracks, wenn da nicht diese bedrohlich wirkenden Synths wären, die das Ganze in ein unerwartet düsteres Territorium schicken, aber sich sicherlich [...]
(aus De:Bug 120)
’Disorder’ ist ziemlich passend, denn auf den vier Tracks hier hat man ständig das Gefühl, das etwas nicht ganz in Ordnung ist, und teilweise hört es sich in der Tat so an als seien 600 Kreaturen auf einmal am Werk. Denn zwischen den reduzierten Arrangements brodeln immer wieder distanzierte Vocalfragmente hervor, mal [...]
(aus De:Bug 120)
Knapp sieben Jahre nach dem letzten Release gibt Ruskin sein Comeback auf Tresor mit einem ziemlich straighten Technoschieber, auf dem die Hi Hats und Snares wie Gewehrsalven mit mechanischer Präzision aufeinander treffen, während Sci-Fi Synths das Ganze zusammenhalten. Der O/V/R Remix lässt subtil die Breakbeats spielen und mehr Raum zum Atmen, bleibt [...]
Was für eine fluffig bouncende Platte, die Andomat 3000 hier auf dem noch jungen Mannheimer Cécille Label abliefert. Vertical Smile erinnert mich ein wenig an die treibenden Grooves von Alex Under, die sich ähnlich im Reverb baden, wirkt aber durch die knackigen Loops um einiges nervöser und gedrungener, was aber durch die warmen Chords [...]
Chris Clark ist keiner, der sich lange mit dem gleichen Sound beschäftigt. Wo die ersten beiden Alben noch klassischen IDM-Pattern folgten, war das letztjährige Body Riddle schon ein ganzes Stück näher am Dancefloor-Anarchismus. Die Beats waren fokussierter, trockener und mit einem unbändigen Analog-Drive ausgestattet, die bereits stärker auf den Club-Kontext zugeschnitten waren, ohne die [...]
Yukimi Nagano trägt hochhackige Schuhe und ein schwarzes Oberteil mit aufgestickten Erdbeeren. Sie wirkt unsicher, sie schaut ernst, und ihre Bewegungen sind etwas ungelenk, aber ihre Stimme erhebt sich beim Opener Twice, dem wohl ruhigsten Song auf dem Album, wie eine wärmende Decke über den leider nur halb gefüllten Roten Salon. Fast Forward: Drei Stücke [...]
Auf Eastward on to Mecca geht Deadbeat mit seiner ersten Platte für Wagon Repair genau in die Richtung, die er schon für sein letztes Album Journeymans Annual angekündigt hat, und dann nicht konsequent genug durchgeführt hat: Hier gibt es statt Dub-Experimenten einen Track in drei Versionen, die eindeutig für den Dancefloor gedacht sind, [...]
Runtergepitchte (Techno) Vocals scheinen auch 2008 noch beliebt zu sein, hat sich wohl auch Sasche Funke gedacht. Als einer der düstersten Tracks von Funke überhaupt, ist Double Checked ein ziemlicher Schieber, der mit druckvoller Bassdrum, reduzierter Percussion und einem permanten Ringen im Hintergrund auch in die letzten Ecken des Dancefloors dringt, während die erwähnten Vocals [...]
Es wurde ja auch Zeit, das Villalobos sich auch in 2008 zurückmeldet. Das dies ausgerechnet in Form eines Remix für Sun Electric ist, hätten vermutlich die Wenigsten gedacht, nachdem Shitkatapult im letzten Jahr eine Compilation unveröffentlichter Tracks des Produktionsduos um Max Loderbauer und Tom Thiel herausgebracht hat.
Was Villalobos mit Toninas anstellt, kann sich [...]