Feature
20 Jahre. So alt wird The Black Dog in diesem Jahr. Mit neuer Besetzung, neuem Label und einem Arsenal an remasterten Klassikern im Rücken, hat man ein neues Album produziert, dessen Sound sowohl an die warme, analoge Elektronika früherer Zeiten anknüpft, aber auch in neue, technoide Sphären vordringt. Wir sprachen mit Ken Downie und Martin Dust über Morsecode, Trends und Innovationen.
Blog
Mai 13 2005
Nach einem Monat kam der Kommentarspam, nach zwei nun der erste Trackbackspam. Ihr miesen kleinen Spammer, warum lasst ihr mich armen Blogschreiber nicht einfach in Ruhe? Ich möchte nichts kaufen und schon gar nicht mein ohnehin nicht vorhandenes Geld in Online Casinos verspielen!
Mai 11 2005
Manchmal frage ich mich wirklich was eigentlich der Sinn von “feiern” ist. Abgesehen davon dass es ohnehin nur selten wirklich gute Parties gibt, dienen viele einfach nur als Ausrede um sich in Gesellschaft gediegen zu betrinken. Natürlich ist das irrsinnig, da Betrunkenheit in Gesellschaft anderer Leute nicht selten zu Problemen führt, die man vermeiden könnte indem man sich zuhause ins Delirium schickt, und dann einfach ins Bett, den Flur oder die Badewanne fällt. Da alleine trinken aber gesellschaftlich nicht angesehen ist, und sofort als Anzeichen mittelstarken Alkoholismus gilt, schleppt man sich halt zu Freunden oder in den nächstgelegenen Club um auch sein letztes Geld für den (scheinbar) guten Zweck des Amusements auszugeben.
Für all diejenigen, die sich von bewusstseinserweiternden- oder beschränkenden Substanzen distanzieren, dient der Grund zu “feiern” zumeist um ihrer eigenen Angst zu entfliehen, die sie zuhause umgibt. Das muss nicht zwangsläufig nur für Singles gelten, die ja bekanntlich automatisch zu mordenden Psychopathen werden wenn sie nicht unter Menschen gehen, nein, auch Paare genießen die Zeit unter anderen Menschen, um sich von sich selbst abzulenken und ihre Liebe der Öffentlichkeit zu präsentieren. Hier spielt ein narzisstischer Hintergedanke eine große Rolle, auf den ich demnächst mal zu Sprechen kommen werde.
Aus welchem Grund auch immer man nun “feiern” geht, es ist lediglich eine Ablenkung, denn wir ehrlich sind - so richtig hilft das niemandem. “Feiern” ist ein Ausweg, eine Zuflucht, wenn auch nur für einige Stunden. Zumindestens glauben wir das, und in der Tat, Ablenkung scheint zu helfen. Es hilft zudem, sein soziales Image aufzubessern. Denn wer unter Menschen geht ist ‘normal’ und gesund, was wiederum gut für’s Ego ist. Genauer betrachtet weiß aber jeder, dass es kaum eine Lösung für das Problem ist, welches uns zuhause erwartet: Die Erkenntnis, dass wir einsam, elend und dem Tode geweiht sind. (Ja, dieses Zitat von Michel Houellebecq ist reißerisch!).
Michel Houellebecq hat die oben genannten Gedanken ebenfalls aufgegriffen (oder eher: sie haben mich dazu inspiriert) und in seinem typischen Stil eine Analyse zum Begriff der “Feier” gewagt:
-DIE FEIER-
Das Ziel der Feier ist es, uns vergessen zu machen, dass wir einsam, elend und dem Tode geweiht sind. Anders gesagt, es ist das Ziel der Feier, uns in Tiere zu verwandeln. Deshalb hat der Primitive ein hoch entwickeltes Gespür fürs Feiern. Eine gute Dosis halluzinogener Pflanzen, drei Tamburins, und die Sache geht in Ordnung: ein Nichts amüsiert ihn. Im Gegensatz dazu gerät der durchschnittliche Westeuropäer erst am Ende endloser Rave-Partys, aus denen er taub und mit Drogen voll gepumpt herauskommt, in eine unzulängliche Ekstase: Er hat überhaupt kein Gespür mehr fürs Feiern. […] Er wäre gern ein Lebemann oder würde zumindest gern als ein solcher gelten. Er befindet sich in einer scheußlichen Lage.
WAS HABE ICH MIT DIESEN ARSCHLÖCHERN ZU TUN?
[…]
Vereint, um sich zu amüsieren. Das ist der schlimmste der Fälle. Unter diesen Umständen (Nachtclubs, Volksfeste, Feiern), die sichtlich nichts Amüsantes an sich haben, gibt es nur eine einzige Lösung: anbaggern. Man verlässt sodann die Gattung Feier, um in einen rauen narzisstischen Wettbewerb - mit oder ohne Option Penetration hinüberzuwechseln (Gewöhnlich geht man davon aus, dass der Mann die Penetration braucht, um die gewünschte narzisstische Befriedigung zu erlangen. Er spürt dann etwas, das dem Klappern der Freispiele bei alten Flipperautomaten entspricht. Die Frau begnügt sich zumeist mit der Gewissheit, dass man in sie einzudringen wünscht.). Wenn Sie sich von dieser Art Spielchen abgestoßen fühlen, wenn Sie sich außerstande fühlen, dabei eine gute Figur abzugeben, dann gibt es nur eine Lösung: so schnell wie möglich aufzubrechen.
Vereint, um zu kämpfen (Studentendemos, Umweltschützertreffen, Talkshows über die Banlieue). Die Idee ist a priori genial: Das fröhliche Bindemittel einer gemeinsamen Sache kann tatsächlich einen Gruppeneffekt hervorrufen, ein Zugehörigkeitsgefühl, ja, sogar eine echte kollektive Trunkenheit. Leider folgt die Massenpsychologie unwandelbaren Gesetzen: der Herrschaft der dümmsten und aggressivsten Bestandteile. Man befindet sich also inmitten einer lautstark grölenden, ja gefährlichen Bande. Man ist folglich vor die gleiche Wahl gestellt wie im Nachtclub: aufbrechen, bevor es zu Handgreiflichkeiten kommt, oder anbaggern (in einem hier günstigeren Umfeld: Das Vorhandensein gemeinsamer Überzeugungen, die diversen, vom Ablauf der Protestveranstaltung hervorgerufenen Gefühle haben den narzisstischen Panzer womöglich leicht erschüttert).
Vereint, um zu vögeln (Swingerclubs, private Orgien, bestimmte New-Age-Gruppen). Eine der einfachsten und ältesten Formeln: die Menschheit in dem zu vereinen, was sie in der Tat zutiefst gemeinsam hat. Geschlechtsakte finden statt, selbst wenn der Genuss nicht immer zur Stelle ist. Es ist immerhin etwas, aber auch schon alles.
DIE TRÄNENLOSE FEIER
In Wirklichkeit reicht es aus, Amüsement vorgesehen zu haben, um sicherzugehen, dass man sich langweilt. Ideal wäre es daher, völlig aufs Feiern zu verzichten. Leider ist der Lebemann eine in solchem Maße respektierte Persönlichkeit, dass dieser Verzicht eine starke Minderung des sozialen Images zur Folge hat. Die wenigen folgenden Ratschläge dürften ermöglichen, das Schlimmste zu vermeiden […]
- Sich im Voraus klar machen, dass die Feier zwangsläufig misslingen wird. Sich die Beispiele früherer Misserfolge vor Augen halten. Es geht nicht darum, deswegen eine zynische und blasierte Haltung anzunehmen. Im Gegenteil, das bescheidene und von einem Lächeln begleitete Akzeptieren des allgemeinen Desasters ermöglicht den Erfolg, eine misslungene Feier in einen Augenblick angenehmer Banalität zu verwandeln.
- Stets vorsehen, allein und im Taxi nach Hause zu fahren.
- Vor der Feier: trinken. Alkohol in moderater Dosierung erzeugt eine sozialisierende und euphorisierende Wirkung, die nach wie vor keine wirkliche Konkurrenz hat.
- Während der Feier: trinken, aber die Dosierung verringern (der Cocktail Alkohol plus vorherrschende Erotik verleiten schnell zur Gewalttätigkeit, zum Selbstmord und zum Mord). […] Eine gute Feier ist eine kurze Feier.
- Nach der Feier: anrufen, um sich zu bedanken. Friedlich auf die nächste Feier warten (einen monatlichen Abstand einhalten, der sich in der Ferienzeit auf eine Woche verkürzen kann).
Zum Schluss eine tröstliche Aussicht: Mit zunehmendem Alter nimmt die Verpflichtung zu feiern ab, der Hang zur Einsamkeit nimmt zu. Das wirkliche Leben gewinnt wieder die Oberhand.
Mai 11 2005
Die Kneipe direkt neben dem Studentenwohnheim heisst nun nicht mehr “Pizzeria Franziska” sondern “Zum Faulenzer”, was auch viel passender ist wie ich finde.
(Jaja, ich weiß dass es auch Studenten gibt die wirklich was schaffen, aber ich bin in einer Position in der ich das behaupten kann :)
Mai 09 2005
“Eve” im DJ Koze Remix…..wo will dieses 10 Minuten Monster denn überall hin? Es schraubt, klickt, schiebt und knarzt sich jedenfalls in ungeahnte Höhen. Ich kann nicht warten bis es die Tracks auch im Kompakt mp3 Shop gibt! Kann. nicht. warten.
Der Sascha Funke Remix von “Livedriver” auf der B-Seite ist leider nicht ganz so gelungen, da zu minimalistisch, wodurch der eigentliche Charme des Songs ein wenig verloren gegangen ist.
Und hier nochmal die Tourdaten (die fettgedruckten sind meine Ada Konzerte vier, fünf und sechs):
04.05.2005 Ada @ Harry Klein, Munich
06.05.2005 Ada @ Altes Postamt, Berlin
07.05.2005 Ada @ Lagerhaus, Mannheim
13.05.2005 Ada @ Rock Star!, Bilbao, Spain
14.05.2005 Ada @ Rock Venue, San Sebastian, Spain
27.05.2005 Ada @ Luna, Münster
28.05.2005 Ada @ 603qm, Darmstadt
10.06.2005 Ada, Metope@Gebäude 9, Köln
17.06.2005 Ada @ Sonar Festival, Barcelona, Spain
16.07.2005 Ada @ Melt Festival, Gräfenheinichen
Mai 07 2005
the.last.beat @ Dirtyradio, 7.5.2005
Maher Shalal Hash Baz - Good Morning (Geographic, 2004)
Bart Davenport - Mr Brennan (BB Island, 2004)
The Dismemberment Plan - You Are Invited (DeSoto, 1999)
Kammerflimmer Kollektief - Shibboleth (Staubgold, 2005)
Bitstream - Come and Play With Us (Modern Love, 2005)
The Psychonauts - World Keeps Turning [Highfish + Zander Remix] (Gigolo, 2004)
Luomo - Melt [AGF/Dlay Edit] (Mille Plateaux, 2002)
Snd - Tender Love #4 (Mille Plateaux, 2002)
Ammer & Console - Emil Zatopek ‘52 (Ubu)
Avenue D - 2D2F (K7!, 2004)
The Rapture - I Need Your Love (K7!, 2004)
John Tejada + Arian Leviste - Syntax Free (Playhouse, 2003)
Mathias Schaffhäuser - November Reign (Ware, 2005)
Blaktroniks - Emaciated Shadows (Moving, 2004)
Autechre - Cichli (Warp, 1997)
Pass Into Silence - Blue (Kompakt, 2004)
Mai 05 2005
Today, die neue Superpitcher Mix-CD (die erste überhaupt), groovt ganz schön gewaltig, auch wenn das Tracklisting auf den ersten Blick keine wirklichen Überraschungen bietet. Besonders der Mittelteil mit Oliver Hacke, Psychonauts und Nathan Fake hat es mir angetan. Und der Wighnomy Remix von Triola’s “Leuchtturm” ist auch ganz großartig.
Bei “Wurz + Blosse” allerdings hängt sie etwas durch, liegt aber auch daran dass dieser Track ja schon auf der Speicher CD2 war, das wäre hier nicht auch noch nötig gewesen. Und anstelle des Lawrence Remix von “Happiness” hätte ich mir doch eher den Kaito Remix gewünscht, aber ansonsten eine wirklich tolle Platte. Vielleicht nicht ganz so gut wie “Immer”, aber auf jeden Fall sehr schön für diese Frühlingstage die weder nach Arsch noch Friedrich schmecken.
1 Lawrence - Spark
2 DJ Koze - Let’s Help Me
3 Michael Mayer - Slowfood (Matias Aguayo Mix)
4 Triola - Leuchtturm (Wighnomy’s Polar Zipper Remix)
5 Oliver Hacke - 21:31
6 The Psychonauts - World Keeps Turning (Highfish & Zander Remix)
7 Nathan Fake - Dinamo
8 Wighnomy Bros - Wurz and Blosse
9 Superpitcher - Happiness (Lawrence mix)
10 Max Mohr - Old Song
11 Sebastien Tellier - La Ritournelle
Mai 05 2005
Das erste mal seit fünf, vielleicht sogar sechs Jahren, dass an Himmelfahrt kein gutes Wetter ist. Ein tragischer Tag für alle Väter, die nun ihren alljährlichen Beutezügen im Wald nach Bier und Apfelwein gegen einen erholsamen Feiertag zuhause bei Kind und Frau eintauschen müssen. Und natürlich ebenso tragisch für all die anderen, die es sich zum Ziel gemacht haben spätestens um 17 Uhr jenseits von Gut und Böse zu sein um möglichst früh einzuschlafen, damit man sich morgen wieder zur Arbeit schleppen kann. Denn bei Regen schmeckt das Bier einfach nicht, dass weiß jedes Kind, und wenn der Bollerwagen im Schlamm steckenbleibt ist die Party natürlich so richtig versaut.
Obwohl….ich sehe gerade erste Sonnenstrahlen durchbrechen, möglicherweise ist das Himmelfahrtskommando doch noch nicht gänzlich abgeschrieben….
Im RTL Nachtjournal gestern wurde der Vatertag übrigens kritisiert, da er anscheinend typisch für die Kinder-Entwöhnung (O-Ton Renate Schmidt) zu sein scheint, da sich die Väter lieber volllaufen lassen als die Frau zu beglücken. Warum dann nicht einen offiziellen “Tag der Fortpflanzung” als Counterpart einführen, Frau Schmidt?
Mai 04 2005
Wenn man nicht wöchentlich die Links in seinem Blog checkt hat man innerhalb kürzester Zeit eine Menge Arbeit. Ich habe eben durch Zufall herausgefunden dass die Hälfte der Links in meinem Footer fehlerhaft sind.
# Der Link zur CCL hatte sich geändert.
# Die Valid XHTML Abfrage hat zwar keine Fehler angezeigt, dafür aber die CSS Abfrage, weil das Anti-Spam Plugin im Java Script eine code.length <1 anstelle von code.length -1 verwendet hat, was die Abfrage als offene Tags verstanden hat.
# Der (das?) Atom-Feed geht nicht mit dem Internet Explorer öffnen. Warum kann ich aber nicht sagen, aber ich weiß dass der Feed funktioniert (zumindestens im Thunderbird). Ist aber nicht so schlimm, da man ja den Link kopieren und nicht öffnen soll.
/geek-mode
Mai 04 2005
Kennt eigentlich jemand die “Wahre Tabelle” der Bundesliga? Eine was-wäre-wenn-Tabelle, welche die Fehlentscheidungen von Schiedrichtern revidiert. Witzig und schockierend, besonders wenn man weiß für welches Team mein Herz schlägt und dass ich auch gerne mal der Erste bin der “Fehlentscheidung!” schreit… :)
Mai 04 2005
In einem Interview von Michael Mayer und Reinhard Voigt (Gründer von Kompakt), dass ich kürzlich gehört habe, beschreibt Michael Mayer seine Bedenken gegenüber dem mp3 Format, und begründet es maßgeblich damit, dass er es schade findet wenn Leute nur eins, zwei Tracks von Alben herunterladen und den Rest aussen vor lassen, da, so Mayer, das initiale Tracklisting ein wichtiger Teil des Albums ist. Das heisst, dass jeder Künstler eine gewisse Idee hat warum gerade dieser oder jener Song am Anfang, in der Mitte oder am Ende steht, und dieser Gesamtkontext durch das gezielte downloaden von mp3s verloren geht (wohlgemerkt war das Interview schon etwas älter, und der Kompakt mp3 Shop wahrscheinlich noch nicht einmal in Planung).
Mayer’s Bedenken sind sicherlich nicht unbegründet: Wo es bei illegalen Tauschbörsen wie Soulseek eher an der Tagesordnung ist sich komplette Alben zu besorgen (ist ja ohnehin ‘umsonst’), so spielt bei den bezahlten Anbietern natürlich Geld eine entscheidende Rolle. Da überlegt sich der User vermutlich zweimal ob er nun das ganze Album herunterlädt und möglicherweise enttäuscht wird, oder ob er sich wirklich nur die bekannten Lieder besorgt. Selbst die 30 Sek. Snippets sind bei der Entscheidung selten hilfreich. Die Analogie zu den guten alten CDs besteht natürlich, denn auch da hat man die Möglichkeit Single oder Album zu kaufen, jedoch gibt es die Single nicht immer, oder sogar sehr selten, von den Songs die man eigentlich möchte.
Ohne jetzt auf einem möglicherweise weiteren Vorteil von mp3s herumzureiten, frage ich mich eher wie wichtig die von Mayer erwähnte Idee des ‘Gesamtkontextes’ eines Albums für die Hörerschaft ist. Ich persönlich, als Vielhörer, bin ein überzeugter Alben-Mensch, und finde es unumgänglich mir das komplette Album zu besorgen, auch wenn ich nur einen oder zwei Tracks davon kenne, und es zudem auch in der angestammten Reihenfolge zu hören. Und auch wenn ich vermute dass nicht jeder Künstler sich gleichermaßen Gedanken um das Tracklisting macht, so gibt es durchaus Alben wo es einfach zum Hörerlebnis gehört, und damit meine ich nicht nur Konzeptalben, wo ein Song thematisch auf den vorherigen aufbaut. Ich denke, dass durchaus ein Großteil der Alben eine lineare Folge hat, die vielleicht nicht immer sofort erkennbar ist, aber nach mehreren Hördurchgängen immer offensichtlicher wird. Sei es dadurch, dass ein Album einen Spannungsbogen erzeugt, indem es langsam anfängt und sich Track für Track bis zum Klimax steigert wie eine gute Geschichte (oder ein guter Mix), oder dadurch, dass sich komplexe Tracks am Anfang befinden und dann im zweiten Teil das Tempo radikal verringert wird. Wie auch immer, die Idee des Gesamtkontextes ist durchaus erkennbar, wenn auch immer etwas Interpretation dabei ist (und dabei sein muss). Ob dieses Verständnis aber auch für den ‘normalen Durchschnittshörer’ greifbar ist bleibt natürlich dahingestellt. Interessant ist auf jeden Fall, dass Michael Mayer im Interview diesen Substanzverlust der Musik noch vor mögliche finanzielle Verluste stellt.
Wie schaut es mit euch aus? Single-Hörer oder Album-Mensch?
Mai 03 2005
Bis heute hätte ich noch gesagt bei Ebay macht man selten Schnäppchen. Aber heute, durch Zufall, habe ich mir für 6,99€ die Königsforst von Gas ersteigert. Bei gemm.com momentan gelistet bei 51$. Ja, manchmal muss man einfach Glück haben.
Apr 30 2005
the.last.beat @ Dirtyradio, 30.4.2005
Animal Collective - Leaf House (Fatcat, 2004)
März - The Help Song (Karaoke Kalk, 2002)
Tiefschwarz - There Is (Four Music, 2001)
Motorcitysoul - With You ‘92 (Infracom, 2004)
Triola - Leuchtturm [Wighonmy’s Polarzipper Remix] (Kompakt, 2005)
Proem - Negativ Reinforcements (Merck, 2001)
Jaga Jazzist - Oslo Skyline (Ninja Tune, 2005)
Client - Rock & Roll Machine (Toast Hawaii, 2003)
Model 500 - Nightdrive [Time, Space, Transmat] (1987)
Ellen Allien - Naked Rain (Bpitch, 2005)
High Contrast - Make it Tonight (Hospital, 2002)
Orbital - The Girl With the Sun in Her Head [Live]
Everything But The Girl - Walking Wounded (Virgin, 1996)
Apparat - Schallstrom (Shitkatapult, 2003)
hp.stonji - Onak (Spezialmaterial, 2005)
Apr 29 2005
Seit langem mal wieder einen Abend mit TV. Auf der Karte stehen:
Das Literarische Quartett (Zdf)
Spiegel TV Themenabend über die Nürnberger Prozesse (Vox)
The 101 Most Shocking Kisses (Viva)
Die Entscheidung fällt nicht leicht :)
Apr 29 2005
Jetzt muss ich aber doch noch was schreiben, nachdem ich mich eben mal wieder intensiv mit der aktuellen De:bug beschäftigt habe. Dort gibt es ein Interview mit Ellen Allien, das mich irgendwie stutzig gemacht hat. Vielleicht liegt es daran, dass Mrs Allien auf der einen Seite ungewohnt großkotzig daherkommt, aber auf der anderen Seite eine Offenheit an den Tag legt die man nicht unbedingt erwartet (und auf die man wohl auch verzichten kann). Insgesamt nur ein Absatz über das neue Album, aber dafür springen die Themen umso mehr hin & her. Sehr seltsam.
Ich habe mal die fraglichen Textstellen herausgeschrieben.
Routine ist nicht vorhanden. Mein Leben ist zu krass dafür.
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Bei einem Gig im Osten standen mal Horden dieser netten großen Männer mit nacktem Oberkörper vor mir. Die fressen Ecstasy und sind friedlich, das is gut. Aber die machen mir schon Angst, ich stehe eher auf Softies.
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Da gab es mal auf der Debug Homepage ein unglaubliches Lästern. Ich wurde reduziert auf mein Aussehen und auf Klischees. Ich musste fast kotzen. Die diskutieren ob sie mal mit mir ficken wollen. Trotzdem lasse ich mich auf dem neuen Cover abbilden. Weil die Bilder super sind, weil ich meine Schönheit auch zeige, wenn ich sie habe.
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Für mich ist Berlin nichts Besonderes mehr. Dass hier die geilste Musik läuft stimmt einfach nicht. Und hier gibt es auch nicht die besten Produzenten oder Labels.
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Plötzlich spielen Radiohead neben dir und später gehst du kurz mal mit denen essen. Dann wollen die auch noch Platten von dir.
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Ich werde alt damit. Ich kann schon jetzt nicht mehr zwei Tage durchmachen. Ich nehme auch kaum mehr Drogen.
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Ich müsste für eine Familie auf sehr viel verzichten. Ich würde aber auch nicht abtreiben, wenn ich jetzt schwanger werden würde. Und ich nehme nicht die Pille.
Witzig: Ellen Allien mag Radiohead und disst Berlin (und das als Berliner Aushängeschild!).
Bemerkenswert: Radiohead mögen Ellen Allien.
Fraglich: Sie nimmt kaum mehr Drogen aber unterstützt friedliche Ecstasy-Nascher.
Überflüssig: Ellen Allien’s Verhütungspraktiken.
Apr 29 2005
Momentan herrscht ein bisschen Leere im Blog. Content kommt wieder, spätestens ab Montag. Versprochen.
Shortcuts
Areal startet IRR
[16.5.08]
Areal war ja in letzter Zeit relativ ruhig in Sachen Releasepolitik, vielleicht auch um sich auf das neue Sublabel konzentrieren zu können: International Rhythm Recordings (kurz: IRR) startet mit einer Platte des Ir(r)en (ha!) John Daly (wie der Golfer), in dessen Heimatstadt Galway ich fast mal studiert hätte, gefolgt von neuem Material von DJ Koze. […]
Autechre mit Nachschub
[13.5.08]
Nachdem Autechre mit Quaristice und den Quaristice Versions (die, wenn man die besten Tracks von beiden nimmt, sogar ein ziemlich gutes Album machen würden) bereits über zwei Stunden neues Material in diesem jahr veröffentlicht haben, kommt jetzt noch mehr Nachschub: Ab nächsten Montag (19.5.) wird es über einen Zeitraum von zwei Wochen 13 neue Tracks […]
Der M_nus Cube
[8.5.08]
Und wieder eine neue Konzeptidee aus dem Hause M_nus: The Cube. Was genau das ist, kann ich noch nicht so richtig nachvollziehen, aber es ist wohl irgendetwas, bei dem man sich bei M_nus Liveshows registrieren kann um dann irgendwelche Goodies anzustauben…whatever. Zum Glück bin ich nicht der einzige, der das alles etwas irritierend findet. “May […]
Magdas Laptop in Erfurt geklaut
[7.5.08]
Da fragt man sich schon, was für Vollidioten das sind, die in einen Club gehen, um dann dem DJ sein Equipment zu klauen. Erst letzten Monat hat in New York jemand die externe Festplatte von Matthew Dear gestohlen, und zwar während des Sets, was natürlich gleich doppelt dreist ist, und jetzt hat es offensichtlich Magdas […]
Soundmap of Cologne
[24.4.08]
Ich bin ja bekennender Fan von Field Recordings. Gerade Aufnahmen von Bahnhöfen oder ähnlichen öffentlichen ‘urbanen’ Plätzen hatten schon immer eine gewisse Anziehungskraft für mich. Daher find ich so ein Projekt wie die Soundmap of Cologne auch sehr spannend: Field Recordings von allen möglichen Ort in und um Köln. Vom Stadtwald zum Airport und zurück, […]
Burial DJ Kicks
[22.4.08]
Christoph wollte nicht, dass ich es gestern blogge, aber da es inzwischen sowieso überall die Runde gemacht hat, kann ich auch nochmal rasch darauf hinweisen: Burial himself wird eine DJ-Kicks CD abliefern, und wie man munkelt, wird er darauf seine Lieblings Dubstep-, Techno- und R’n’B-Tracks zusammen mit exklusivem Material vermischen. Releasedate? 23. Juni.