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	<title># thelastbeat.com &#187; Feature</title>
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	<description>Sympathy for Disruption</description>
	<pubDate>Sat, 22 Nov 2008 01:07:11 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Feature: Smallville Records</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 21:54:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rydm</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feature]]></category>

		<category><![CDATA[the.last.beat]]></category>

		<category><![CDATA[interview]]></category>

		<category><![CDATA[label]]></category>

		<category><![CDATA[smallville]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer von Hamburg und elektronischer Musik spricht, der kommt um den Namen Smallville nicht herum. Wir sprachen mit Julius Steinhoff &#252;ber den besten Plattenladen Hamburgs, das Label und internationale Clubabende.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://thelastbeat.com/img/feature/smallville.jpg" class="centered" alt="" /></p>
<p>Wer von Hamburg und elektronischer Musik spricht, der kommt um den Namen <a href="http://www.smallville-records.com">Smallville</a> nicht herum. Gerade jetzt, da Hamburg mit nordischer L&#228;ssigkeit die House-Szene in Deutschland neu aufleben l&#228;sst, wird der liebevoll gef&#252;hrte Plattenladen in einer gem&#252;tlichen Nebenstra&#223;e in St. Pauli zur Anlaufstelle von DJs, Produzenten und Musikliebhaber  gleicherma&#223;en. Gegr&#252;ndet 2005 von den drei Freunden Peter Kersten (aka Lawrence, der auch hinter dem Hamburger Vorzeigelabel Dial steckt), Stella und Julius Steinhoff, entwickelte sich der Shop rasant zu einem der wichtigsten DJ-Drehkreuze in Norddeutschland. Oft genannt in einem Atemzug mit dem Berliner Hardwax-Laden, dem Frankfurter Freebase oder auch dem Kompakt-Store in K&#246;ln, legte der Laden von Beginn an besonderen Schwerpunkt auf ausgew&#228;hlten House, Detroit- und Minimal Techno, ohne dadurch aber die Facetten geschmackvoller Gitarrenmusik, Indierock und nicht zwingend tanzfl&#228;chenorientierter Elektronika vermissen zu lassen.</p>
<p>Immer mit dem Finger am Puls der Zeit, ist der Laden aber nicht nur eine Fundgrube f&#252;r Musikliebhaber, sondern hat sich zuletzt auch mit einer eigenen innovativen Partyreihe im Hamburger &#220;bel&#038;Gef&#228;hrlich, sowie einer Dependance in Paris au&#223;erhalb der vier W&#228;nde des Plattenladens etabliert.  International bekannt geworden ist Smallvile au&#223;erdem vor allem durch den deepen Trademarksound des eigenen Inhouse-Labels, auf dem unter anderen die Freunde Move D und Benjamin Brunn, Sten, Sven Tasnadi, Jacek Sienkiewicz, Steinhoff &#038; Hammouda und DJ Swap releast haben. </p>
<p>Wir hatten die Gelegenheit, Julius Steinhoff zu treffen, und erkundigten uns nach dem Stand der Dinge und der Geschichte des Laden und Labels.</p>
<p><strong>F&#252;r was steht der Name &#8220;Smallville&#8221;? Eine Referenz zu den Superman-Comics?</strong></p>
<blockquote><p>Nein, der Name Smallville ist von uns eher in Anlehnung an die Compilation <em>Smallville</em> von Tobias Thomas auf Kompakt gew&#228;hlt worden. Als wir den Plattenladen geplant haben, lief die CD sehr oft, und was Tobias damals in der De:Bug &#252;ber die Rolle der Kleinstadt gesagt hat, hat uns gut gefallen und war auf unser Viertel &#252;bertragbar. St. Pauli funktioniert ja auch immer wieder so, nat&#252;rlich positiv gemeint. Alles ist sehr nah und famili&#228;r vertraut.</p></blockquote>
<p><strong>Wie kam es zu eurer k&#252;nstlerischen Zusammenarbeit mit Stefan Marx bei der Laden und Plattengestaltung , und verratet ihr welche Idee hinter eurem visuellen Konzept steht?</strong></p>
<blockquote><p>Stefan ist ein sehr guter Freund von uns und hat von Beginn an die komplette Gestaltung &#252;bernommen - das sind Plattencover und Logo, die tollen Flyer f&#252;r die Smallville Parties, unser bemaltes Ladenfenster und alles andere. Immer nat&#252;rlich in Absprache mit uns, aber wir lassen ihm da auch gerne und viel freie Hand. Wir sind sehr gl&#252;cklich damit!</p></blockquote>
<p><strong>F&#252;r viele Plattenl&#228;den, wie z.B. Phonica/Smallfish in London, Hardwax in Berlin und auch Kompakt in K&#246;ln scheint es logische Konsequenz zu sein, aus dem Laden heraus dann auch einfach eine Label zu starten. Wie kam das bei euch und warum?</strong></p>
<blockquote><p><a href="http://thelastbeat.com/img/feature/smallville1.jpg" rel="lightbox"><img src="http://thelastbeat.com/img/feature/smallville1sm.jpg" class="alignleft" alt="" /></a> Das war eigentlich auch bei uns von Anfang an geplant und liegt auch tats&#228;chlich nahe; als Plattenladen hat man selber die sch&#246;ne M&#246;glichkeit, das eigene Vinyl am meisten selber zu verkaufen. Zudem haben wir tolle Musiker um uns, und stehen mit vielen Weiteren in regem Austausch. Da liegt es Nahe, auch selber zu ver&#246;ffentlichen. Ein weiterer Punkt ist, dass das Label sehr dabei hilft, dass unser Laden Aufmerksamkeit bekommt, da nicht nur wir Platten von anderen Labels verkaufen, sondern auch andere L&#228;den unsere Smallville Platten.
</p></blockquote>
<p><strong>Was kann man zu eurer Label-Philosophie erz&#228;hlen? Was sind eure Schwerpunkte?</strong></p>
<blockquote><p>Es gibt eigentlich keine ausformulierte Philosophie. Wir m&#246;gen alle wirklich verschiedene Spielarten der elektronischen Musik , und auch dar&#252;ber hinaus. Auf Smallville kann daher nach einer sehr deepen Houseplatte als n&#228;chste Katalognummer durchaus Detroit Techno Hood&#8217;scher Stilistik rauskommen. Alles, was wir selber gerne auflegen w&#252;rden, ist m&#246;glich - da sind wir wirklich nicht festgelegt. Deepness zieht sich allerdings durch alle Releases, das ist uns schon wichtig.</p></blockquote>
<p><strong>Euer engerer Freundeskreis hat offensichtlich gro&#223;e Schnittmengen mit Dial. Wie kann man euch dennoch musikalisch von Dial Records abgrenzen?</strong></p>
<blockquote><p>Eigentlich ist es nicht unbedingt n&#246;tig, uns abzugrenzen. Dial ist einfach ein anderes Label, das auch andere Leute machen - musikalische &#220;berschneidungen sind m&#246;glich und &#252;berhaupt nicht schlimm, vielleicht auch ganz normal. Wir tauschen uns nat&#252;rlich alle miteinander aus und letztendlich haben alle Sachen dann ihren Platz. Was eben nicht heisst, dass etwas auf Smallville musikalisch nicht auch auf Dial passen w&#252;rde oder umgekehrt. Das sind mehr so Bruder und Schwester, die haben eigene Geschm&#228;cker aber m&#246;gen auch oft das Selbe, da sie beide mit tollen Dingen in gleicher Art in Ber&#252;hrung kommen. </p></blockquote>
<p><strong>Eure N&#228;chte im Hamburger &#220;bel&#038;Gef&#228;hrlich sind bereits legend&#228;r. Worauf legt ihr bei den Sausen besonders wert, was ist eure Grundidee?</strong></p>
<blockquote><p>Es ist immer sehr famili&#228;r bei den Smallville Parties, das gef&#228;llt uns selber immer sehr gut. Eine Party kann definitiv von ihrem Publikum abh&#228;ngen, auch wenn andere Gesichtspunkte mit reinspielen. Aber auch wenn es voll wird, bleibt eine feine Stimmung bei uns. Viele kennen sich, alle Anderen lernen sich kennen. Irgendjemand hat mir mal erz&#228;hlt, dass er Smallville Parties immer am Besten findet, denn „da knutschen am Schluss immer alle miteinander&#8221;. Wei&#223; gar nicht, ob das nun immer so ist, aber das trifft es trotzdem ganz gut&#8230; (lacht).</p></blockquote>
<p><strong><br />
Mit Gastk&#252;nstlern wie Sascha Dive, Redshape, Omar S, Cassy und Jus-Ed seit ihr mittlerweile eindeutig auf Detroit-inspirierten und deep housigen Pfaden unterwegs. Bleibt Ihr dabei? Was sind eure weiteren Pl&#228;ne mit der Reihe?</strong></p>
<blockquote><p>Das soll von der musikalischen Ausrichtung schon so sein, ist aber auch nicht zementiert in bestimmten Musikstilen. Wir machen einfach, worauf wir Lust haben und mit dem &#220;bel&#038;Gef&#228;hrlich in gro&#223; und dem Golden Pudel Club in klein haben wir auch gute M&#246;glichkeiten. Es ist ausserdem sch&#246;n, dass wir in der Vergangenheit oft K&#252;nstler zum ersten Mal nach Hamburg eingeladen haben und Premieren gefeiert haben - das war so zum Beispiel mit Omar S, Patrice Scott, Sleeparchive, Redshape, Sascha Dive, Shinedoe, Andy Stott, MyMy und Matt John der Fall.</p></blockquote>
<p><strong>Hamburg war im Laufe des letzten Jahres oft im Blickpunkt. Woher kommt dieser neue Schwung in der Hamburger House- und Technoszene?</strong></p>
<blockquote><p>Vielleicht von der Seebrise… ansonsten weiss ich das auch gar nicht so genau. Es ist einfach gerade was los hier, einige musikbegeisterte Menschen in Hamburg, das macht Spa&#223;. Es klappt auch eigentlich ganz gut, dass alle an einem Strang ziehen, damit es eine Szene gibt und diese sich formen kann und nicht alle gegeneinander arbeiten. Trotzdem sehe ich das vielleicht gar nicht so stadtgebunden, denn es passiert allgemein viel in letzter Zeit - ob die St&#228;dte nun Hamburg, Leipzig, Mannheim oder Frankfurt hei&#223;en, spielt gar nicht die gro&#223;e Rolle. Gerne Grenzen &#252;berschreiten und einrei&#223;en, egal wo!</p></blockquote>
<p><strong><br />
2007 habt ihr den zweiten Smallville Store in Paris gegr&#252;ndet. Wie kam es zu dieser mutigen Idee? Was hat euch dazu motiviert? Welche Leute sind enger in dieses Projekt involviert?</strong></p>
<blockquote><p>
<a href="http://thelastbeat.com/img/feature/smallville2.jpg" rel="lightbox"><img src="http://thelastbeat.com/img/feature/smallville2sm.jpg" class="alignright" alt="" /></a> Der Smallville Laden in Paris ist kein ganz eigener Laden, sondern dort teilen sich zwei L&#228;den ein Gesch&#228;ft - Smallville Paris und Ground Zero. Elektronische Musik auf der Smallville Seite, Indie Rock und sch&#246;ne Gitarrendinge bei Ground Zero. Den Smallville-Teil macht Jacques, er hat das Projekt auch mit Hendrik (Pantha du Prince, er wohnt in Paris) 2007 ins Leben gerufen. Inzwischen wohnt Jacques zwar in Hamburg, ist aber trotzdem regelm&#228;ssig in Paris und k&#252;mmert sich auch von hier aus um Bestellungen und alles andere. Im Laden vor Ort ist ausserdem eine freundliche Dame, die den Verkauf &#252;bernimmt. Die Auswahl in Paris ist nicht ganz so gross, wie in Hamburg - aber doch sehr fein. Es gibt in Paris kaum die M&#246;glichkeit, diese Platten zu kaufen - daher waren wir von der Idee eines Ladens dort von Anfang an sehr angetan.</p></blockquote>
<p><strong>Gab es schon erz&#228;hlenswerte franco-allemanische Aha-Erlebnisse und Begegnungen im Laden?</strong></p>
<blockquote><p>Ehrlich gesagt war ich vor kurzem zum ersten mal im neuen Laden in Paris, allerdings auch weil sie nach einem Umzug erst seit diesem Jahr im neuen Laden sind. Ich habe mir dort einige tolle Gitarrenplatten gekauft. </p></blockquote>
<p><strong><br />
Wie sind eure Pariser Clubabende bisher angekommen? Gibt es bemerkenswerte Unterschiede im Feierverhalten des Publikums im Vergleich mit Hamburg?<br />
</strong></p>
<blockquote><p>Auch die Clubabende in Paris funktionieren gut und sind immer sehr sch&#246;n gewesen. In Paris hilft eine Pr&#228;senz im Nachtleben und als Partyveranstalter sicherlich auch der Bekanntheit des Plattenladens. Insgesamt ist es vielleicht etwas schwerer, in Paris Fu&#223; zu fassen, da es leider kaum gute Clubs und eine nur eine kleine Szene f&#252;r diese Art von Musik gibt. Ebenso wenige Veranstalter bzw Clubbesitzer veranstalten Parties aus Liebe zur Musik und nicht zum Geldscheffeln. Und es ist in Paris vielleicht auch ein wenig schwerer, etwas Neues zu positionieren - Musik die noch nicht so viel in der &#214;ffentlichkeit stattfindet oder DJs einladen, die eher unbekannt sind, daf&#252;r aber f&#252;r etwas stehen. Daher war es toll, als wir gerade eine Party mit Jus-Ed im Rex machen konnten. Das war dann auch wirklich wunderbar - obwohl es trotz freiem Eintritt an einem Donnerstag tats&#228;chlich nicht komplett voll wurde, wenn auch gut gef&#252;llt. Aber da muss man die Damen und Herren manchmal doch noch ein wenig zu ihrem Gl&#252;ck zwingen&#8230; </p></blockquote>
<p># <a href="http://www.smallville-records.com">Smallville Records</a><br />
# <a href="http://www.uebelundgefaehrlich.com">&#220;bel &#038; Gef&#228;hrlich</a></p>
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		<title>Feature: Damián Schwartz</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 00:33:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feature]]></category>

		<category><![CDATA[the.last.beat]]></category>

		<category><![CDATA[damian schwartz]]></category>

		<category><![CDATA[interview]]></category>

		<category><![CDATA[net28]]></category>

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		<description><![CDATA[Damián Schwartz, seines Zeichen Mitgr&#252;nder des erfolgreichen Net28-Kollektivs aus Madrid, hat sein Deb&#252;talbum ver&#246;ffentlicht. Wieso es so lange gedauert hat, und was sich in der spanischen Technoszene mittlerweile so tut, hat er uns im Interview verraten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/damianschwartz.jpg" class="centered" alt="" /></p>
<p>Damián Schwartz hat gut lachen. Neben seinem stetig gr&#246;&#223;er werdenden Terminplan und DJ Gigs in ganz Europa, hat er nach gut einem Dutzend Singles in den letzten beiden Jahren gerade sein erstes Album fertiggestellt. Nebenbei ist er zudem einer der Gr&#252;nder des inzwischen auch &#252;ber die Landesgrenzen heraus bekannten Net28-Kollektivs, das im Verlauf der letzten Jahre die europ&#228;ische Clublandschaft ordentlich durchger&#252;ttelt hat, und fast schon im Vor&#252;bergehen dem ewigen Rivalen, nicht nur in Sachen Fu&#223;ball, Barcelona die Krone in Sachen Techno zu entrei&#223;en scheint. Denn w&#228;hrend in Katalonien der Erfolg des Sonar Festival inzwischen eine geradezu un&#252;berschaubare Masse an DJs innerhalb einer Woche in die  Stadt und durch die Clubs treibt, so dass Anwohnern bald die Geduld, und Partyg&#228;ngern schlichtweg die Puste ausgeht, blickt man in Madrid um einiges relaxter in die s&#252;dl&#228;ndische Sonne. </p>
<p>Wieso auch nicht? Net28 hat sich mit seinen Sublabels Apnea, CMYK, Cyclical Tracks und eben Múpa, dem Label von Damián Schwartz, einen internationalen Namen gemacht, und hat mit Tadeo und Alex Under noch zwei weitere ausgezeichnete Producer der neuen spanischen Technowelle im Boot sitzen. Als Booking-Agentur und Flaggschiff h&#228;lt dieses Netzwerk die F&#228;den zusammen, und mit dieser geb&#252;ndelten Kraft erscheint nun auch mit <em>Party Lovers</em> das Deb&#252;talbum von Damián Schwartz, der mit guten Connections zum Frankfurter Label Oslo und Auftritten auf einigen renommierten Mix-CDs des vergangenen Jahres (darunter Steve Bugs <em>Bugnology 3</em> und Ellen Allien <em>Boogy Bytes</em> Mix) nun endg&#252;ltig durchstartet.</p>
<p><em>Party Lovers</em> ist ein interessantes Album, gar nicht mal typisch f&#252;r den Minimal-Sound des Labels, es pendelt vielmehr gleicherma&#223;en zwischen Dancefloor-Tauglichkeit und subtilen Jazz-Einfl&#252;ssen, durchbricht enge, treibende Grooves immer wieder mit &#252;berraschenden Strukturen und zollt ebenso Chicago- und Vocalhouse wie jenem Minimalismus Tribut, der auch die fr&#252;heren Produktionen schon immer durchzog. Ein guter Zeitpunkt also, dem dynamischen Spanier einige Fragen zu stellen.</p>
<p><strong>Hallo Damián, du hast in den letzten Jahren einige Singles ver&#246;ffentlicht, aber kommst erst jetzt zu deinem ersten Album. Wann hast du dich daf&#252;r entschieden, nun ein Album zu machen?</strong></p>
<blockquote><p>Ich habe schon lange dar&#252;ber nachgedacht, konnte die Ideen aber nie so wirklich umsetzen, der richtige Moment war einfach nicht da. Letzten Sommer habe ich dann damit angefangen, fertig war es schlie&#223;lich im Februar diesen Jahres. Es hat eine Weile gedauert, aber es sollte auch etwas besonderes sein.</p></blockquote>
<p><strong>Was hei&#223;t besonders? Spricht der Titel „Party Lovers“ f&#252;r sich, d.h. ist es ein Album f&#252;r Partys, f&#252;r den Dancefloor, oder zeigt es vielleicht eine andere Seite von dir als Producer?</strong></p>
<blockquote><p>Trotz des Titels ist das Album eigentlich gar nicht nur f&#252;r den Club gedacht, sondern spiegelt meine Gef&#252;hle zur elektronischen Musik insgesamt wieder. Angefangen habe ich letzten Sommer, fertig war es dann im Februar, und es enth&#228;lt sicherlich einige Tracks, die als Single nicht funktionieren w&#252;rden. Das Album war einfach notwendig, um die Ideen der letzten Jahren zusammenzufassen.</p></blockquote>
<p><strong>Wo wir bei den Ideen sind: manche Tracks scheinen sich sowohl an der alten Chicago-House-Schule zu orientieren, andere wirken in ihren Strukturen dagegen freier, fast schon jazzig&#8230;</strong></p>
<blockquote><p>Das stimmt beides. Gerade Jazz &#252;berschreitet st&#228;ndig die Grenzen von Genres, es ist weniger eine blo&#223;e Stilrichtung f&#252;r mich, als vielmehr ein mentales Konzept. Es ist nicht leicht, diese Jazz-Idee auf elektronische Musik anzuwenden, aber das ist genau das, was mir immer wieder die Augen &#246;ffnet. Was ich beim Produzieren im Kopf behalte, sind keine l&#228;ngeren Grooves, sondern kleine Elemente wie Bass Riffs, Melodien oder Pianochords, mit denen ich dann weiterarbeite und improvisiere. Daneben ist nat&#252;rlich Chicago-House ebenso ein Einfluss wie Salsa, Herbie Hancock oder experimentelle Sachen von Vladislav Delay und Thomas Brinkmann.</p></blockquote>
<p><strong>Wie auch schon bei Alex Under, sind die meisten deiner Tracktitel in Spanisch. Ein bewusstes Tribut an deine Heimat oder einfach nur Zufall?</strong></p>
<blockquote><p>Naja, Spanisch ist eben meine Muttersprache, und deswegen f&#228;llt es mir einfacher, passende Tracktitel auf Spanisch zu finden. Ich benutze auch manchmal englische Titel, wenn es denn passt. Aber mit Tribut hat das nichts zu tun.</p></blockquote>
<p><strong>Du bist einer der Gr&#252;nder von Net28 und hast dort fast alle deiner Platten ver&#246;ffentlicht. Wie wichtig ist dieses Netzwerk f&#252;r dich als Produzent?</strong></p>
<blockquote><p>
Sehr wichtig! Wir haben schon vor langer Zeit mit Net28 angefangen, aber erst seit ca. zwei Jahren versuchen wir es auch als Marke und Booking-Agentur zu pushen. Net28 ist das Mutterlabel, es ist der Name, mit dem uns die Leute assoziieren. Dieser Kollektiv-Gedanke ist unglaublich wichtig f&#252;r mich, er wirkt als Katalysator and Antrieb f&#252;r meine Ideen und  lebt vom st&#228;ndigen Austausch von Freunden untereinander. Es ist toll, wenn man seine Sachen mit Leuten teilen kann, die man mag und sch&#228;tzt, wenn man Teil eines gr&#246;&#223;eren Ganzen ist und damit auch wachsen kann.</p></blockquote>
<p><strong>Hat sich dadurch auch die allgemeine Rezeption von Techno in Spanien in den letzten Jahren ver&#228;ndert?</strong></p>
<blockquote><p>Ja, ich denke schon. Wir haben den Leuten gezeigt, dass es m&#246;glich ist, auch hier etwas aufzubauen, was sich um elektronische Musik dreht und eben nicht nur um den Mainstream. Dass man dadurch auch international wahr genommen werden kann. Nat&#252;rlich waren wir nicht die ersten Techno-Produzenten aus Spanien, die &#252;ber die Landesgrenzen heraus einen Eindruck gemacht haben, aber ich glaube, dass wir das erste wirklich geschlossene Kollektiv aus Spanien sind, das sich international einen Namen gemacht hat.
</p></blockquote>
<p><strong>Net28 besteht aus vielen kleineren Labels, die jeder von euch zus&#228;tzlich f&#252;r sich betreibt. Wo liegen da die Unterschiede?</strong></p>
<blockquote><p>Das ist ja gerade das interessante, dass so viele kreative K&#246;pfe zusammenkommen, aber trotzdem jeder seine eigene Idee verfolgt, sein eigenes Konzept hat, das er dann auf seinem Label selbst und mit anderen K&#252;nstlern auslebt. Ich denke schon, dass es da gewisse Unterschiede in Sachen Artists und auch Sound gibt, wobei nat&#252;rlich alles auch irgendwie zu Net28 passen sollte. Ich sehe mein Múpa-Label nicht nur als kreativen Output, sondern auch als A&#038;R. Zusammengehalten wird das alles von Jose, dem Antreiber von Net28, der die F&#228;den spinnt und auch das Booking &#252;bernimmt. So kann ich mich auf Múpa und andere Projekte konzentrieren, ohne dass das Netzwerk als solches vernachl&#228;ssigt wird.</p></blockquote>
<p><strong>Apropos Projekte, wie schauen nun deine weiteren aus, nachdem das Album drau&#223;en ist?</strong></p>
<blockquote><p>Es geht genau dort weiter, wo ich aufgeh&#246;rt habe. Ich habe mir einige Sachen f&#252;r n&#228;chstes Jahr vorgenommen. Zum einen nat&#252;rlich einige Singles auf unseren Labels, dann noch eine EP auf Oslo, die im Dezember erscheinen wird. Au&#223;erdem versuche ich ein Projekt mit meinem Bruder und seiner Band anzutreiben, eine Art Disco meets Funk Instrumental Projekt, aber das ist noch am Anfang. Die Zeit ist wie immer das gr&#246;&#223;te Problem&#8230;</p></blockquote>
<p>Muchas Gracias!</p>
<p># <a href="http://www.net28.net">Net28</a><br />
# <a href="http://www.mupa.biz/">Múpa</a><br />
# <a href="http://www.myspace.com/damianschwartzpartylovers">Damián Schwartz</a></p>
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		<title>Feature: Twine</title>
		<link>http://www.thelastbeat.com/archives/feature-twine/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 12:02:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feature]]></category>

		<category><![CDATA[Fragwürdigstes]]></category>

		<category><![CDATA[the.last.beat]]></category>

		<category><![CDATA[experimental]]></category>

		<category><![CDATA[ghostly]]></category>

		<category><![CDATA[idm]]></category>

		<category><![CDATA[interview]]></category>

		<category><![CDATA[twine]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sind in der Tat f&#252;nf Jahre vergangen seit Twine ihr letztes Album ver&#246;ffentlicht haben. Jetzt sind sie zur&#252;ck mit "Violets", und das Ergebnis ist ein weiterer fesselnder Auflug in d&#252;ster-melancholische Soundsph&#228;ren. Wir sprachen mit Chad Mossholder, einer H&#228;lfte des sympathischen Duos, &#252;ber die Entwicklung von Twine, das neue Album und Zukunftspl&#228;ne.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/twine.jpg" class="centered" alt="twine feature" /></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/gifs/english.gif" alt=""/> <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/feature-twine-english-version/">Click here for English version</a></p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/twinesound">Twine</a></strong> sind so etwas wie die Prototypen einer Generation von Filesharing-Produzenten. Dank FTP und Instant Messaging produzieren Greg Malcolm und Chad Mossholder zwischen ihren Heimatorten Boulder, Colorado und Baltimore seit fast einem Jahrzehnt sph&#228;rische Soundscapes. Trotz Releases auf renommierten Labels wie BiP_HOp oder Hefty folgte der Durchbruch des Duos jedoch erst 2003 mit der Ver&#246;ffentlichung des selbstbetitelten Albums auf <a href="http://www.ghostly.com">Ghostly International</a>, dass u.a. auch die Homebase von Matthew Dear und Dabrye ist. F&#252;nf lange Jahre sind seitdem ins Land gegangen, doch jetzt melden sich Twine eindrucksvoll mit ihrem sechsten Album zur&#252;ck.</p>
<p><em>Violets</em> ist der Titel, und es ist ein weiterer Ausflug in fesselnde Ambientsph&#228;ren, die einmal mehr die Verwendung von Stimmen, Samples, Field Recodings und, fast typisch f&#252;r Twine, Gitarrenloops als Grundlage haben. Trotzdem kann man dem Duo eine Entwicklung seit ihrem Deb&#252;t im Jahre 1999 zuschreiben; man hat die klassischen IDM-Strukturen hinter sich gelassen und scheint einen Platz zwischen Post-Rock und d&#252;sterem Ambient gefunden zu haben. Twine klang selten so fokussiert wie auf <em>Violets</em>, selten hatte die stets sehr dichte, d&#252;stere, aber doch immer wieder mit Augenblicken der Hoffnung best&#252;ckte Musik einen h&#246;heren Storycharakter. <em>Violets</em> ist Kopfkino, und wie uns Chad Mossholder verr&#228;t, ist es genau das, was Twine m&#246;chte.</p>
<p>Ein Gespr&#228;ch &#252;ber die Thematik des neuen Albums, Entwicklungen im Sound und die Antwort auf die Frage, warum es ganze f&#252;nf Jahre gedauert hat bis <em>Violets</em> erschienen ist.</p>
<p><strong>Lasst uns zu Beginn ein wenig in die Geschichte abtauchen. Wir habt ihr euch eigentlich kennengelernt, und wie seid ihr in zwei verschiedenen Ecken der Staaten gelandet?<br />
 </strong></p>
<blockquote><p>Chad: Greg und ich haben uns in der High School kennengelernt, vermutlich weil wir die gleichen Interessen hatten: Musik, Kunst und Skateboarden. Anschlie&#223;end haben wir die gleiche Universit&#228;t besucht, wo wir dann schlie&#223;lich auch Twine gr&#252;ndeten. Danach habe ich allerdings einen Job in Colorado angenommen, wo ich Musik und Soundeffekte f&#252;r Xbox Spiele produziere, w&#228;hrend Greg zur&#252;ckgeblieben ist. Zum Gl&#252;ck ist das Projekt daran nicht gescheitert, dem Filesharing und der guten alten Post sei dank.</p></blockquote>
<p><strong>Wo wir gerade dabei sind, wie sieht euer Produktionsprozess aus? L&#228;uft das alles online ab, oder trefft ihr euch auch gelegentlich in persona?</strong></p>
<blockquote><p>Jeder von uns produziert eigentlich seine eigenen Sachen, Songs und Fragmente, die wir dann auf einem gemeinsamen Webserver abspeichern. Wir schauen regelm&#228;&#223;ig dort nach ob der andere etwas neues hochgeladen hat, und bauen dann darauf unsere Ideen auf. Auf diese Weise entstehen teilweise ungemein interessante Sachen, da wir nie genau wissen was uns erwartet und wie wir das konstruktiv weiterentwickeln k&#246;nnen. Bis jetzt hat das immer ganz gut geklappt.
 </p></blockquote>
<p><strong>Euer letztes Album kam 2003 heraus. Das ist eine recht lange Zeit. Warum hat es so lange gedauert bis <em>Violets</em> erschienen ist?</strong></p>
<blockquote>
<div class="captionright"><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/twine1.jpg" alt="twine" /></div>
<p>Eine gute Frage. Greg und ich haben eine Menge Zeit und Energie in das neue Material gesteckt, das man auf <em>Violets</em> h&#246;ren kann. Wir haben auch wirklich darauf gepocht, diese Tracklist bei Ghostly durchzusetzen, und dabei eng mit dem Label zusammengearbeitet. Wir wollten etwas sehr spezielles ver&#246;ffentlichen, ein Erlebnis f&#252;r den H&#246;rer bieten, das mehr an einen Film als ein Album erinnert, und gleichzeitig eine Geschichte erz&#228;hlt, Storycharakter hat.</p>
<p>Etwas neues zu machen ist nie einfach. Gerade in einer Zeit, in der sich die Musikindustrie in einem Wandel befindet und neue Businessmodelle auf dem Vormarsch sind, aufgrund der mp3 Situation und der stetigen Konkurrenz mit anderen Formen von Entertainment wie Filmen oder Computerspielen. Kurzum: es ist schwierig momentan f&#252;r Labels und K&#252;nstler etwas zu ver&#246;ffentlichen. Ghostly hat das nat&#252;rlich auch gesp&#252;rt, und musste sich erst um einige wichtigere Dinge k&#252;mmern bevor sie unser Album ver&#246;ffentlichen konnten. Zudem waren wir beide auch sehr besch&#228;ftigt mit unseren Nebenprojekten, und gerade mein Job als Sound Designer f&#252;r Computerspiele nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Ironischerweise geht es der Spieleindustrie besser denn je, verglichen mit der Musikindustrie.</p></blockquote>
<p><strong>&#8230;also war es eine Entscheidung des Labels?</strong></p>
<blockquote><p>Ghostly war und ist ein gro&#223;er R&#252;ckhalt. Selbst wenn es dem Label schlechter geht ver&#246;ffentlichen sie weiterhin gro&#223;artige Musik, die immer wieder in neue Gebiete st&#246;&#223;t. Andere Labels h&#228;tten vermutlich gesagt dass unser Album ein Nischenprodukt ist, und w&#228;ren das Risiko nicht eingegangen, aber Ghostly stand immer hinter uns, und auch wenn es etwas l&#228;nger gedauert hat, sind wir jetzt gl&#252;cklich dass <em>Violets</em> drau&#223;en ist.</p></blockquote>
<p><strong><br />
<em>Violets</em> ist voller Stimmen, die scheinbar aus dem Nichts kommen. Woher kommt diese Faszination mit Stimmen?</strong></p>
<blockquote><p>Ich war schon immer von der menschlichen Stimme fasziniert; von den Rhythmen und Texturen, den Facetten, die sie erzeugen kann. Eine Stimme zu h&#246;ren kann dir helfen in die Musik einzutauchen, und dann wird diese wiederum zu einem Film in deinem Kopf, wird zur Erz&#228;hlung, die f&#252;r jeden selbst entsteht. Daf&#252;r haben wir eine Menge an Stimmen und Samples gesammelt &#252;ber die Jahre, haben aber auch selbst aufgenommen wann immer sich die M&#246;glichkeit ergab. Viele dieser Aufnahmen sind auf dem Album zu h&#246;ren.</p></blockquote>
<p><strong><br />
Trotzdem habt ihr auch das erste Mal mit richtigen S&#228;ngern kollaboriert?</strong></p>
<blockquote><p>Ja, es ist das erste Mal f&#252;r Twine dass wir wirklich S&#228;nger/innen mit einbezogen haben. Das war eine wirklich interessante Erfahrung, die wir gerne wiederholen m&#246;chten in der Zukunft. Zudem ist Alison Shaw, S&#228;ngerin der Cranes, eine meiner Lieblingss&#228;ngerinnen. Ihre Stimme ist fesselnd, wundersch&#246;n und einfach einzigartig. Sie passt perfekt in unsere Musik.</p></blockquote>
<p><strong>Das Cover von Violets scheint zwischen Zerfall und Hoffnung zu pendeln. &#196;hnlich scheint mir auch die Musik zu sein, denn immer wieder blitzen kleine hoffnungsvolle Momente auf. Ist das etwas, dass ihr gezielt mit eurer Musik erreichen wollt?</strong></p>
<blockquote><p>Ich versuche in der Regel unserer Musik keine Bedeutung aufzub&#252;rden. <em>Violets</em> klingt einfach so, wie du es erf&#228;hrst. Das Artwork hat Ghostly f&#252;r uns zusammengestellt und es ist wunderbar. Es passt genau zu unserem Sound, etwas sehr organisches, weniger elektronisches, genau das, was wir verk&#246;rpern.</p></blockquote>
<p><strong>Ihr habt &#246;fters erw&#228;hnt dass ihr eure Alben gerne als Soundtracks zu Filmen seht. Wie w&#252;rde so ein Film aussehen?</strong></p>
<blockquote><p>
Ich bin gro&#223;er Fan von David Lynch und Chris Marker. Ein toller Film w&#228;re bestimmt, wenn Chris Marker an all die Orte reisen w&#252;rde, an denen David Lynch war, und sich daraus dann die Story entwickelt. Das w&#252;rden wir sofort vertonen! </p></blockquote>
<p><strong>Viele K&#252;nstler sprechen sehr kritisch von ihren fr&#252;heren Werken. Wie steht ihr zu euren ersten Alben?</strong></p>
<blockquote><p>Ich mag die alten Sachen eigentlich noch sehr gerne, aber es stimmt schon, dass es eine andere Zeit war, zum einen f&#252;r uns als K&#252;nstler, zum anderen nat&#252;rlich auch in Sachen Technologie. Unser erstes Album wurde mit alten Keyboards und Hardware Samplern produziert. Heute dagegen benutze ich, abgesehen von meiner Gitarre und den Field Recordern, eigentlich gar keine Hardware mehr. Vielleicht bevorzuge ich daher auch die neueren Sachen, ganz einfach weil sie sich lebendiger und aktueller anh&#246;ren, einfach mehr die momentane Zeit widerspiegeln. </p></blockquote>
<p><strong>Wie hat sich euer Sound im Laufe der letzten zehn Jahre ver&#228;ndert? </strong></p>
<blockquote><p>Ich denke, dass unsere Musik sich immer weiter weg von &#8220;IDM&#8221;, wenn man es denn so nennen kann, entwickelt hat. Stimmung und Struktur sind zwei wesentliche Elemente in unserer Musik, auf die wir auch sehr gro&#223;en Wert legen, aber es sollte trotzdem immer &#8216;h&#246;rbar&#8217; sein und nicht blo&#223; Noise sein. Unsere Musik soll vielmehr eine Geschichte erz&#228;hlen, eine Erz&#228;hlung an sich darstellen, die aber jeder selbst schreiben muss. Wir geben nur den Ansto&#223;.</p></blockquote>
<p><strong>Ihr scheint immer wieder zu diesen langsamen Gitarrenloops zur&#252;ck zu kommen?</strong></p>
<blockquote><div class="captionleft"><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/twine2.jpg" alt="twine" /></div>
<p> Ich war schon immer Gitarrist. Und ich war schon immer Fan von elektronischer Musik. So kam die Verbindung zustande. Meine ersten Sachen habe ich auf einem c64 SID Editor in den 80er Jahren geschrieben, und mein Gott, war das ein Spa&#223;! Ich sollte mal schauen ob ich die Sachen noch habe, vielleicht k&#246;nnen wir einiges f&#252;r das n&#228;chste Twine Release verwenden. Wir sind beide Fans von My Bloody Valentine, Slow Dive, Cocteau Twins, diese Shoegazer Sachen eben, aber auch von den Cranes oder Joy Division. Wir haben auch keine Einschr&#228;nkungen an unseren Sound; wenn wir einen &#8220;Doom Metal&#8221; Track machen wollen, so richtig im Black Sabbath Stil, dann machen wir das eben. Wir werden diesen dann aber &#8220;Twine-izen&#8221;, das ist klar. Es ist gut, dass keiner von uns erwartet immer das gleiche Album zu produzieren. Viele Bands rutschen in diese Falle, aber wir haben zum Gl&#252;ck die Freiheit genau das zu machen, was wir gerade m&#246;gen und h&#246;ren.<br />
.</p></blockquote>
<p><strong>Was sieht die Zukunft von Twine aus, und an was arbeitet ihr momentan sonst noch?</strong></p>
<blockquote><p>
Wir haben eine riesige Sammlung von unver&#246;ffentlichten Tracks, die wir gerne rausbringen m&#246;chten. Ich pers&#246;nlich habe mich in orchestrale Kompositionen vertieft, was sehr viel Spa&#223; gemacht hat. Zudem schreibe ich noch immer Musik f&#252;r Videospiele, und momentan arbeite ich wieder mit Autor und Multimedia-Artist <a href="http://www.markamerika.com/">Mark Amerika</a> zusammen, f&#252;r dessen aktuellen Feature-Film ich den Soundtrack komponiere. Ich kann noch nicht zu viel verraten, au&#223;er dass es ein ziemlich gro&#223;artiger Film ist. Marks Bildersprache ist einzigartig, sehr sch&#246;n anzusehen, aber auch sehr provokativ. Der Soundtrack klingt ein wenig wie Twine, und das Gesamtergebnis ist ein halluzinatorisches audiovisuelle Erlebnis. Der Film wird voraussichtlich in Museen und auf Filmfestivals rund um den Globus gezeigt werden, und vermutlich auch auf DVD herauskommen. Greg und ich arbeiten zudem noch an neuem Material, das in eine etwas andere Richtung geht. Vielleicht ver&#246;ffentlichen wir die n&#228;chste Platte als eine 5.1 Surround DVD, wenn es m&#246;glich ist.</p></blockquote>
<p><strong>Dauert es wieder f&#252;nf Jahre bis das n&#228;chste Album erscheint?</strong></p>
<blockquote><p>Hoffentlich nicht! Wir hatten auch nicht vor dieses Mal so lange zu warten, aber wie ich schon erw&#228;hnt habe, war es au&#223;erhalb unserer M&#246;glichkeiten. Wenn man sieht wie viele Tracks wir bereits fertig haben, dann sollte es eigentlich keine f&#252;nf Jahre mehr dauern bis zum n&#228;chsten Album, aber garantieren k&#246;nnen wir das leider nicht. </p></blockquote>
<p><strong>Wie schaut es aus mit ein wenig Twine-Action in Europa?</strong></p>
<blockquote><p>Wir w&#252;rden gerne zur&#252;ck nach Europa kommen! Europa ist Amerika um L&#228;ngern voraus wenn es um moderne und innovative Ideen geht, und die Leute sind um einiges offener f&#252;r unseren Sound, und f&#252;r experimentellen Sound im Allgemeinen. Wir lieben Europa!!</p></blockquote>
<p>Und Europa liebt Twine. Zumindest tun wir das, und wir hoffen nat&#252;rlich, dass uns der Twinesound auch bald live verz&#252;cken wird. Bis dahin danken wir Chad Mossholder f&#252;r das kleine Interview, und auch den netten Leuten dr&#252;ben bei <a href="http://www.stars-and-heroes.com">Stars &#038; Heroes</a>, die es &#252;berhaupt erm&#246;glicht haben. </p>
<p># <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/twine-violets-ghostly/">Violets Review</a><br />
# Preview <em>Violets</em> @ <a href="http://www.amazon.com/Violets-Twine/dp/B00195FU4G">Amazon</a></p>
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		<title>Feature: Minilogue</title>
		<link>http://www.thelastbeat.com/archives/feature-minilogue/</link>
		<comments>http://www.thelastbeat.com/archives/feature-minilogue/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 May 2008 23:56:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feature]]></category>

		<category><![CDATA[the.last.beat]]></category>

		<category><![CDATA[cocoon]]></category>

		<category><![CDATA[interview]]></category>

		<category><![CDATA[minilogue]]></category>

		<category><![CDATA[minimal]]></category>

		<category><![CDATA[techno]]></category>

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		<description><![CDATA[Minilogue geh&#246;ren zu den spannendsten Technoacts der letzten Jahre. Warum sie ihre Trance-Wurzeln etwas aus den Augen verloren haben, es so lange gedauert hat bis mit "Animals" ihr erstes Albums erschienen ist, und was es mit der Liebe zu Kleinst&#228;dten und mystischen Figuren auf sich hat, hat uns mit Sebastian Mullaert eine H&#228;lfte des sympathischen Duos aus Schweden erkl&#228;rt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/minilogue.jpg" alt="minilogue feature" class="centered" /></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/gifs/english.gif" alt=""/> <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/feature-minilogue-english-version/">Click here for English version</a></p>
<p>Die Schweden wieder! Erst erobern sie mit praktisch-preiswerten M&#246;beln die Wohnzimmer dieser Erde, und jetzt auch noch die Tanzfl&#228;chen der Clubs. &#220;ber die pulsierende elektronische Musikszene im Land des Gl&#246;gg und naturblonden Frauen muss man wohl kaum ein Wort mehr verlieren, &#252;ber zwei Vertreter davon allerdings schon: Marcus Henriksson und Sebastian Mullaert, gemeinsam als durchschlagendes Duo meistens unter dem Namen <strong><a href="http://www.minilogue.com">Minilogue</a></strong> unterwegs, k&#246;nnen sich nach dem Abtritt von James Brown vielleicht noch nicht ganz als &#8220;hardest working men in showbiz&#8221; bezeichnen, aber allemal als eines der produktivsten Techno-Projekte der letzten Jahre: <a href="http://www.discogs.com/artist/Minilogue">20 Singles</a> zwischen 2006 und heute, auf renommierten Labels wie Wagon Repair, Traum oder Cocoon, sprechen eine deutliche Sprache. </p>
<p>Umso erstaunlicher, dass erst jetzt mit <em>Animals</em> das erste Album des Duos erscheint. Dabei geht die gemeinsame Zeit der beiden, die sich mittlerweile im beschaulichen Malm&#246; niedergelassen haben, bis in die 90er Jahre zur&#252;ck, als man noch unter dem Namen Son Kite als Trance-Act durchs Land gezogen ist. &#220;berhaupt spr&#252;hen alle Releases von Minilogue nur so vor Ideen und unterschiedlichen Einfl&#252;ssen, die zwischen sph&#228;risch-dubbigen Downtempo Tracks, m&#228;andernden Jamsessions und wuchtigen Dancefloor-Smashern variieren. Diese Vielf&#228;ltigkeit spiegelt sich auch auf <em>Animals</em> wieder: ein Doppelalbum musste es werden, um neben der tanzbaren auch die zur&#252;ckhaltende, introvertierte Seite von Minilogue pr&#228;sentieren zu k&#246;nnen. Trotzdem will man sich nicht ausruhen, sondern gerade jetzt erst so richtig durchstarten, wie uns Sebstain Mullaert verr&#228;t. Ein Gespr&#228;ch &#252;ber das aktuelle Album, die kommende DVD, Vergangenheit und Zukunft von Minilogue, und die Antwort auf die Frage warum es sich in Malm&#246; so richtig gut arbeiten l&#228;sst.</p>
<p><strong>Wenn man sich eure Ver&#246;ffentlichungen in den letzten Jahren anschaut, dann kann man sagen, dass ihr einen recht hohen Output habt. Warum hat es trotzdem so lange gedauert bis euer Album fertig war?</strong></p>
<blockquote><p>Es gibt verschiedene Gr&#252;nde warum wir so lange gewartet haben. Eine Sache, die wir &#252;ber die Jahre gelernt haben, ist Geduld zu &#252;ben. Wenn sich etwas verz&#246;gert, dann hat das meistens einen Grund, und wir haben versucht, dieses Plus an Zeit positiv zu nutzen. Wir haben vor knapp drei einhalb Jahren mit den Arbeiten f&#252;r das Album begonnen, und uns in der Zwischenzeit  immer wieder Gedanken dar&#252;ber gemacht wie es denn klingen soll. Es gibt immer Musik, die f&#252;r den Augenblick gemacht ist, die einem ganz bestimmten Augenblick entspringt. Die haben wir zwischendurch als Singles ver&#246;ffentlicht. Die Tracks auf <em>Animals</em> sind dagegen etwas sehr spezielles f&#252;r uns, die sich &#252;ber die Jahre herauskristallisiert haben, und wir hoffen, dass sie auch in einigen Jahren noch Bestand haben.</p></blockquote>
<p><strong>Das Album ist in zwei Seiten unterteilt – eine f&#252;r den Club und eine Ambient-Seite. Wie kam es zu dem Entschluss ein Doppel-Album in dieser Form zu machen?</strong></p>
<blockquote><p>
Ziel war es von Anfang an, die vielen Gesichter von Minilogue zu zeigen. Wir wussten zu Beginn noch nicht wie das dann letztendlich klingen wird, aber wir wollten dem H&#246;rer eine m&#246;glichst breite Palette an Sounds anbieten. Zun&#228;chst dachten wir, dass wir das auf einer CD hinbekommen, aber wir haben eigentlich recht schnell gemerkt, dass wir mehr Platz brauchen, so dass es nicht unn&#246;tig hektisch klingt. Also haben wir uns f&#252;r zwei CDs entschieden, wobei jede eine ganz besondere Atmosph&#228;re f&#252;r unterschiedliche Momente besitzt, aber beide den gleichen deepen und leicht psychedelischen Sound von Minilogue verk&#246;rpern.</p></blockquote>
<p><strong>Spielt ihr auch Ambient-Elemente in euren Livesets?</strong></p>
<blockquote><p>Zur Zeit haben wir noch keine Ambient- oder Freestyle-Sets gespielt, aber wir arbeiten da gerade dran. Unser Liveset lebt schon von einer gewissen Improvisation, wir versuchen immer bestehende Elemente neu umzusetzen, und in Zukunft soll das noch verst&#228;rkt in Richtung Freestyle gehen, und dann werden vermutlich auch die Ambient-Parts Teil davon sein.</p></blockquote>
<p><strong>Was hat es mit den Minilogue-Animals auf sich, die ja nicht nur Namensgeber des Albums sind, sondern auch eure Cover schm&#252;cken?</strong></p>
<blockquote><p>Genau, diese mystischen Tiere sind Teil unseres Logos. Das h&#228;ngt damit zusammen, dass wir sehr viel Wert auf die visuelle Komponente von Minilogue legen. Daher war der Albumtitel eigentlich schon lange klar. Die Cover-Animals sind auch symbolisch f&#252;r unsere Philosophie, immer wieder etwas neues zu erschaffen, weil sie ja auch immer eine Neusch&#246;pfung sind, etwas, dass es in dieser Form noch nicht gibt.</p></blockquote>
<p><strong><br />
Wo wir gerade bei der visuelle Komponente sind. Nach dem Album wird auch noch eine DVD mit Animationen zur Musik von Animals folgen. K&#246;nnt ihr etwas &#252;ber die Idee und die K&#252;nstler dahinter erz&#228;hlen?</strong></p>
<blockquote><div class="captionright"><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/minilogue2.jpg" alt="" />
<p><em> &#8220;Die Cover-Animals sind auch<br />
symbolisch f&#252;r unsere Philosophie<br />
etwas neues zu erschaffen&#8221;</em></p>
</div>
<p>Die DVD ist fast schon so lange in Planung wie das Album selbst. Der Hauptk&#252;nstler dahinter ist ein Grafikdesigner aus Neuseeland namens Rob Zorhab von Hinge Design. Wir haben ihn beim japanischen Labyrinth-Festival kennengelernt, und uns entschlossen etwas zusammen zu machen. Die Idee war, beide Seiten des Albums zu nehmen und in einen 1,5 st&#252;ndigen Animationsfilm zu packen, wobei jeder Track ein Kapitel darstellt. Rob hat den Gro&#223;teil der Sachen animiert, aber es arbeiten noch mehr K&#252;nstler daran, u.a. Kristoffer Str&#246;m, der auch unser <em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=u46eaeAfeqw">Hitchhiker&#8217;s Choice</a></em> Video produziert hat, was auch auf der DVD zu finden sein wird. Kristoffer hat auch das Albumcover entworfen, basierend auf Ton-Modellen der Minilogue Animals, und er hat einen Track auf der Ambient Scheibe mitgeschrieben. Man kann also sagen dass er ziemlich wichtig war f&#252;r die Entstehung des Albums und der DVD.</p></blockquote>
<p><strong><br />
Du hast schon erw&#228;hnt, dass ihr euch f&#252;r eine Vielzahl an unterschiedlichen Musikstilen interessiert. K&#246;nnt ihr euch vorstellen, in Zukunft auch mit einer Band zu spielen, oder experimenteller Musik zu machen?</strong></p>
<blockquote><p>Eine unserer gemeinsamen Interessen ist die Hingabe, fast Besessenheit, neue Musik zu entdecken. Das Beste was dir im Studio passieren kann ist, dass du pl&#246;tzlich einen ganz seltsamen, neuen Sound gefunden hast. Das ist der erste Schritt in ein komplett neues Klanguniversum. Seine eigenen, bew&#228;hrten Formeln und Pattern zu durchbrechen, und sich selbst neuen Situationen stellen ist ein ungemein wichtiger Teil im Produktionsprozess. Eine M&#246;glichkeit, diese Punkt zu erreichen, ist mit anderen Leuten zu arbeiten. Das ist nicht immer einfach, aber wenn du jemanden gefunden hast, der dich fordert und f&#246;rdert, dann ist das unsch&#228;tzbar wertvoll. Uns ist das passiert als wir im letzten Jahr besuch von Ian und Philip aus Melbourne hatten, zwei ziemlich gro&#223;artige Jazz-Musiker, die auch elektronische Musik m&#246;gen. Wir hatten eine zweiw&#246;chige Session in unserem Studio, und haben dabei ein Album aufgenommen, dass jetzt bald auf Mule Electronics unter dem Namen IMPS erscheinen wird. Die ganze Sache war ungeheuer spannend, eine Mischung aus Jamsession und gleichzeitiger Postproduktion.</p></blockquote>
<p><strong>Also arbeitet ihr ja schon an dieser Band-Idee&#8230;</strong></p>
<blockquote>
<div class="captionleft"><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/minilogue1.jpg" alt="" />
<p><em> &#8220;Es geht darum, seine bew&#228;hrten<br />
Formeln zu durchbrechen&#8221;</em></p>
</div>
<p>Absolut! Wir haben  zudem noch ein weiteres Projekt laufen, das dieses Konzept aus Live-Instrumentation, Jamming und elektronischer Produktion noch weiter f&#252;hrt. Eine unser Lieblingsbands aus Schweden, NOW!, kommt auch aus Malm&#246;, und wir haben unser halbes Studio zu ihnen geschafft und dann ein Wochenende durchgespielt. NOW! ist ein Trio, ganz klassisch bestehend aus Gitarre, Bass und Drums, und sie machen einen sehr eigenartigen, Krautrock-basierten Psychedelica-Sound, der aber trotzdem recht tanzbar ist. Ich habe meinen Moog, meinen Sequenzer und meine Viola mitgebracht, Marcus seine Drummachines und Sampler. Wir haben dann alles auf verschiedenen Spuren aufgenommen, und sind so nach einem Wochenende auf gut 10 Stunden mit brauchbarem Material gekommen. Nach dem Sommer wollen wir uns daran setzen, das alles zu bearbeiten und zu sortieren, um daraus ein Album zu bauen. Vermutlich unter dem Namen MINOW!, aber das ist noch nicht ganz sicher.</p></blockquote>
<p><strong><br />
Ihr habt auf einigen bekannten Labels, wie Cocoon oder Wagon Repair ver&#246;ffentlicht. Wurdet ihr angesprochen, oder habt ihr ganz klassisch Demos verschickt?</strong></p>
<blockquote><p>Das lief eigentlich alles &#252;ber Demos. Es ist immer wieder interessant zu sehen wie unterschiedlich die Labels auf unsere Tracks reagieren. Daher klingen auch unsere Tracks auf Wagon Repair anders als die auf Cocoon zum Beispiel, ganz einfach weil jedes Label einen anderen Stil zu promoten versucht. Aber offensichtlich m&#246;gen es alle <em>(lacht)</em></p></blockquote>
<p><strong>Wo wir gerade bei Labels sind&#8230;ihr habt im letzten Jahren auch euer eigenes Label gestartet. Wie sehen die Pl&#228;ne damit aus?</strong></p>
<blockquote><p>
Noch haben wir uns keine wirklichen Gedanken &#252;ber die Zukunft des Labels gemacht. Wir haben eigentlich vor, zun&#228;chst zehn Singles von uns selbst zu ver&#246;ffentlichen, wobei jedes Release ein anderes der Minilogue-Animals pr&#228;sentiert. M&#246;glicherweise gibt es danach auch Platten von anderen K&#252;nstlern, aber das ist noch zu fr&#252;h um genaueres zu sagen. Lassen wir uns &#252;berraschen.</p></blockquote>
<p><strong>Gehen wir etwas zur&#252;ck in der Geschichte. Wie und wann habt ihr beiden euch &#252;berhaupt getroffen?</strong></p>
<blockquote><p>Wir sind beide in einer kleinen Stadt im S&#252;den Schwedens namens H&#228;ssleholm zur Schule gegangen. Da trifft man sich fr&#252;her oder sp&#228;ter untereinander. Marcus und einige gemeinsame Freunde von uns haben begonnen, Anfang der 90er Jahre Technopartys zu veranstalten. Ich war zu dem Zeitpunkt eher in der Ambient-Szene unterwegs und habe zusammen mit einem Freund namens Christian Ambient-Sets in der Umgebung gespielt. Eines Tages kam dann Marcus zu uns und meinte, ob wir nicht Interesse h&#228;tten, auch mal etwas mehr Uptempo zu spielen. Wir mochten die Idee, und kurz darauf wurde er Teil des Projekts, aus dem dann letztendlich Minilogue entstanden ist.</p></blockquote>
<p><strong>Aber ihr habt ja urspr&#252;nglich als Trance-Act begonnen. Wann habt ihr euch dazu entschieden diese Art von Musik hinter euch zu lassen, und euch mit Minilogue auf einer technoideren Schiene zu bewegen?</strong></p>
<blockquote><div class="captionleft"><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/minilogue3.jpg" alt="" />
<p><em> &#8220;Computer kligen oft zu clean,<br />
zu statisch, zu perfekt eben.&#8221;</em></p>
</div>
<p>Wir haben Trance eigentlich gar nicht hinter uns gelassen, aber momentan gibt es einfach keinen wirklich (zumindest aus unserer Sicht) guten Trance da drau&#223;en. Wir spielen immer noch als Son Kite gelegentlich Trancesets, aber Minilogue nimmt nat&#252;rlich den Gro&#223;teil unserer Zeit ein. Trotzdem haben wir gut die H&#228;lfte des n&#228;chsten Son Kite Albums fertig, und wir hoffen, es Ende des Jahres ver&#246;ffentlichen zu k&#246;nnen. Es ist schwer zu beschreiben wie es klingt, aber wir denken, dass auch die Fans von Minilogue es m&#246;gen werden, denn es folgt einer &#228;hnlich deepen, und auch leicht experimentellen Spur, auch wenn es nat&#252;rlich Unterschiede in Sachen Tempo gibt: Wo es bei Minilogue auch mal etwas ruhiger zugehen darf, steht bei Son Kite dagegen komplett die Peaktime im Club im Vordergrund.</p></blockquote>
<p><strong>Der Sound von Minilogue erscheint mir immer ungew&#246;hnlich organisch, mit einer subtilen, aber doch erkennbaren emotionalen Note. Wie wichtig ist euch dieser Aspekt?</strong></p>
<blockquote><p>Das freut mich zu h&#246;ren! Wir m&#246;gen organische Sounds, deswegen versuchen wir auch h&#228;ufig so viel wie m&#246;glich aus einer Livesituation heraus zu spielen, und nicht blo&#223; die Instrumentierung, sondern auch die Arrangements basieren oft auf Jams. F&#252;r viele Musiker sind Harmonien die M&#246;glichkeit, Emotionen auszudr&#252;cken. Wir finden aber, dass man das auch ganz gut ohne  kann. Was auf jede Fall die Emotion aus vielen aktuellen Produktionen heraussaugt, ist die ausschlie&#223;liche Verwendung von Computern – wenn du da nicht aufpasst, dann klingt alles unglaublich clean und statisch, zu perfekt eben. Gerade Minimal ist da nat&#252;rlich sehr anf&#228;llig. Das ist dann auch nicht mehr sexy, aber vielleicht kommt uns das nur so vor.</p></blockquote>
<p><strong><br />
Schweden hat eine ausgesprochen florierende Szene f&#252;r elektronische Musik. Kennt man sich da untereinander oder ist das zu weit verstreut?</strong></p>
<blockquote><p>Wir leben in Malm&#246;, und die Szenen aus Malm&#246;, Stockholm und Gothenburg waren schon immer recht abgetrennt voneinander. Zumindest haben wir kaum Kontakt zu anderen K&#252;nstlern aus den anderen St&#228;dten, was schon etwas schade ist. Etwas anderes war es in H&#228;ssleholm, wo wir aufgewachsen sind: Es ist eine recht kleine Stadt, aber viele bekannte K&#252;nstler kommen von dort, u.a. auch Andreas Tilliander oder Sophie Rimheden. Die machen zwar kein Techno, aber es zeigt, dass auch in kleineren St&#228;dten eine Szene vorhanden ist, und damals hat man sich untereinander gekannt und unterst&#252;tzt.</p></blockquote>
<p><strong>Warum lebt und arbeitet ihr ausgerechnet in Malm&#246;? Scheint nicht direkt die erste Wahl f&#252;r Technoproduzenten zu sein&#8230;</strong></p>
<blockquote><p>
Das stimmt vermutlich, aber wir m&#246;gen gerade das einfache und ruhige Leben in einer kleinen Stadt. Wenn du um die ganze Welt reist, und jedes Wochenende in einem Club spielst, dann gibt es nichts sch&#246;neres, als nach getaner Arbeit zur&#252;ck nach Hause zu kommen, wo es einfach nur ruhig ist. Hier kannst du alles mit dem Rad erreichen, dein Studio, deine Freunde, den Strand, und wundervolle Natur um dich herum genie&#223;en. Und trotzdem ist Malm&#246; nur knapp 20 min. vom Flughafen Kopenhagen entfernt, was nat&#252;rlich praktisch ist wenn man viel reist. Es ist also nicht so abgeschieden wie man vielleicht denken mag, aber trotzdem ruhig. Perfekt eigentlich.</p></blockquote>
<p><strong><br />
Wie schauen jetzt nach dem Album die Pl&#228;ne f&#252;r den Rest des Jahres aus? Habt ihr euch nicht eine Pause verdient?</strong></p>
<blockquote><p>
Zun&#228;chst wollen wir nat&#252;rlich noch das Album und die kommende Single promoten, die u.a. Remixe von Dubfire und The Mole enthalten wird. Dann kommt nat&#252;rlich noch die DVD im Oktober dazu. Im Studio arbeiten wir an den Alben f&#252;r Son Kite und MINOW!, sowie einer weiteren Session als IMPS. Wir nehmen uns immer einige Wochen im Sommer frei, in denen wir kein Equipment anr&#252;hren und keine Gigs spielen, sondern uns einfach nur unseren Freunden und Familien widmen. </p></blockquote>
<p>Angesichts der bewegten Vergangenheit und nicht minder spannenden Zukunft ist eine kleine Pause sicherlich mehr als berechtigt. Wie freuen uns auf die kommenden Alben, sagen &#8220;Skal&#8221; auf die n&#228;chsten 20 Singles und bedanken uns f&#252;r dieses feine Gespr&#228;ch mit dem sympathischen Duo.</p>
<p># Minilogue <a href="http://www.minilogue.com">Official</a><br />
# Minilogue @ <a href="http://www.myspace.com/minilogue">MySpace</a><br />
# <a href="http://www.cocoon.net/">Cocoon Records</a><br />
# Preview + Listen to <em>Animals</em> @ <a href="http://www.amazon.de/Animals-Minilogue/dp/B00168E7BS/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=music&#038;qid=1211326653&#038;sr=8-1">Amazon</a></p>
<p><code>Picture credits: Thanks to Said and Johan Sundell!</code></p>
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		</item>
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		<title>Feature: The Black Dog</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 12:31:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[interview]]></category>

		<category><![CDATA[techno]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.thelastbeat.com/archives/feature-the-black-dog/</guid>
		<description><![CDATA[20 Jahre. So alt wird The Black Dog in diesem Jahr. Mit neuer Besetzung, neuem Label und einem Arsenal an remasterten Klassikern im R&#252;cken, hat man ein neues Album produziert, dessen Sound sowohl an die warme, analoge Elektronika fr&#252;herer Zeiten ankn&#252;pft, aber auch in neue, technoide Sph&#228;ren vordringt. Wir sprachen mit Ken Downie und Martin Dust &#252;ber Morsecode, Trends und Innovationen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/blackdog.jpg" class="centered" alt="the black dog feature" /></p>
<p><code>Info: Teile dieses Interviews wurden in der <a href="http://www.de-bug.de">De:Bug</a> 122 ver&#246;ffentlicht.</code></p>
<p>20 Jahre, das w&#228;ren in Hundejahren gemessen stolze 140 Lenze. Umso erfreulicher, dass sich die grauen Haare, die in den Jahren der Funkstille zwischen 1999 und 2005 gewachsen sind, wieder gelichtet haben. Denn als sich Black Dog Mitte der 90er Jahre trennten, und zwei Drittel der Band unter dem Namen Plaid und der Schirmherrschaft von Warp Records u.a. Erfolge mit Bj&#246;rk feierten, hat sich Ken Downie, das bis heute einzige feste Bandmitglied, zun&#228;chst als alleiniger Hundehalter versucht, bevor 1999 wirklich das Studiolicht ausging. Stolze sechs Jahre hat es gedauert, bis er mit Martin und Richard Dust zwei neue Mitstreiter fand, und dem Projekt neues Leben einhauchen konnte. Nach einem Album auf deren Label Dust Science im Jahre 2005 hat man inzwischen mit Soma ein neues Zuhause gefunden. Letztes Jahr kam mit <em>The Book of Dogma</em> eine Neuauflage der ersten Produktionen heraus, die damals, als Ende der 80er die Technowelle von Detroit auf die Insel &#252;berschwappte, ma&#223;geblich den Sound der Warehouse-Szene in Sheffield und UK gepr&#228;gt haben.</p>
<p>Dass es The Black Dog nun gelungen ist, mit <em>Radio Scarecrow</em> ein ungemein vielschichtiges Konzeptalbum am Zahn der Zeit zu produzieren, dessen Basis die subliminale Verwendung von Electronic Voice Ph&#228;nomenen (EVPs) und kurzwelligen Zahlensendern aus dem &#196;ther der Nacht darstellt, und dabei wie zu besten Zeiten zwischen chirurgisch-pr&#228;ziser Glitch-Elektronika, Sci-Fi Ambient und intensiven Technovibes pendelt, beweist, dass auch alte Hunde noch bei&#223;en k&#246;nnen. Schon immer schienen Downie &#038; Co. genau in die entgegengesetzte Richtung der Trends zu laufen, und diese autarke Position im Elektronik-Bereich l&#228;sst sich auch anhand der Band-internen Evolution verfolgen: Nach den Detroit-infizierten Anf&#228;ngen hat man vertrackte IDM-Sounds f&#252;r Warp produziert, danach sph&#228;risch-m&#228;andernde Ambientkompositionen, die von den Werken Erik Saties beeinflusst wurden. Inzwischen ist man auf <em>Radio Scarecrow</em> wieder bei einer aktuelleren Sound&#228;sthetik angekommen, ohne dadurch Kompromisse einzugehen oder sich gar einem Trend zu beugen. Dennoch pulsieren die aktuellen Produktionen wie lange nicht mehr mit stringenten Technoelementen und erh&#246;hter Tanzbarkeit, ohne dadurch den T&#252;cken der Repetition zu verfallen, w&#228;hrend andere Tracks, wie die vorab ver&#246;ffentlichte Single <em>Floods</em> verst&#228;rkt an der Schnittstelle von Dubstep und Techno kratzen. Altmeister Ken Downie und Martin Dust standen uns Frage und Antwort.</p>
<p><strong>„Radio Scarecrow“ verwendet Produktionstechniken wie Zahlensender und EVP Wie kommt man so solch einer Idee?</strong></p>
<blockquote><p>
Martin: Ich besch&#228;ftige mich schon lange mit EVP und Zahlensendern, weswegen ich in den letzten zehn Jahren eine ordentliche Menge an Aufnahmen gesammelt habe. Wir hatten zun&#228;chst nicht vor diese Aufnahmen in <em>Radio Scarecrow</em> zu implementieren, aber als sich das Album langsam herauskristallisiert hat, haben wir gemerkt, dass dieses Material ziemlich gut dazu passt. Au&#223;erdem wollte ich noch einige Leute verfluchen, und das geht besser mit Morse- oder Zahlencode (lacht). Aber im Ernst, das Konzept kam einfach w&#228;hrend der Aufnahmen, wir hatten keine Hintergrundstory oder PR-Idee, die gesagt h&#228;tten dass wir das so machen m&#252;ssen. Es gibt Dinge, die kann ich besser in der Musik ausdr&#252;cken als sonst.</p>
<p>Ken: Wie bei der nordischen Sage von Urd – jede Aktion in der Vergangenheit beeinflusst die Zukunft und umgekehrt. Oder wie ein Faden aus verschiedenen einzelnen Str&#228;ngen besteht, die sich zu einem verbinden und einen dann durch das Labyrinth lotsen. Alles ist verbunden, und jeder sollte sich selbst Gedanken machen wie er das Album interpretiert. Wir sind die letzten, die vorschreiben was man von unserem Album zu halten hat oder wie man es interpretieren soll.
</p></blockquote>
<p><strong>Trotzdem will so ein Album doch komplett durchgeh&#246;rt werden, oder? Bei scheinbar schwindender Aufmerksamkeitsspanne ist ein richtiges Konzeptalbum ja mittlerweile die Ausnahme im Technobereich&#8230;</strong></p>
<blockquote><div class="captionleft"><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/blackdog3.jpg" alt="" />
<p><em> &#8220;Interessant wird ein Album<br />
erst durch Umleitungen&#8221;</em></p>
</div>
<p> Martin: Jemand muss sich ja dagegen wehren. Vielleicht stimmt es, dass der Trend weg vom Album geht, aber genau darin liegt das Problem: Wir glauben daran, dass jeder intelligent genug ist, seine eigene Meinung zu haben, und sich auch bewusst &#252;ber Trends hinwegsetzen kann. Meiner Meinung nach ist das Format auch keinesfalls tot, au&#223;er vielleicht f&#252;r Leute, die sowieso zur H&#228;lfte nur F&#252;lltracks verwenden. Gerade im Technobereich sieht man das ja auch h&#228;ufig, da ist es vielleicht nicht so schlecht eben nur Eps oder Singles zu ver&#246;ffentlichen. </p>
<p>Ken: Alben wird es immer geben. Es ist gut, dass man die M&#246;glichkeit hat einzelne Tracks separate herunterzuladen. Und wer diese dann auf sein Telefon mit sch&#228;bigem Schepper-Sound packen will – bitte, soll er das machen. Das &#228;ndert nichts an der Zeitlosigkeit des Formats an sich. Ein Schriftsteller verkauft schlie&#223;lich auch nicht jedes Kapitel einzeln, auch wenn das manche vielleicht schon versucht haben. Als interessierter Leser, bzw. H&#246;rer, will man letztendlich trotzdem die komplette Story h&#246;ren. Auf der anderen Seite sollte ein Album aber auch nie zu geradlinig sein, eine Busfahrt auf der Autobahn ist schlie&#223;lich auch langweilig, interessant wird es erst durch die Umleitungen.</p></blockquote>
<p><strong>The Black Dog gibt es schon seit fast 20 Jahren. Inzwischen seid ihr auf Soma Records angekommen, was auch ein sehr renommiertes Label ist. Vor dem neuen Album habt ihr eine 2-CD-Retrospektive ver&#246;ffentlicht. Wo steht ihr mittlerweile, und wie hat sich euer Sound ver&#228;ndert? Wie wichtig ist die Innovation f&#252;r euch?</strong></p>
<blockquote><p>Martin: Innovation ist uns nicht so wichtig wie Fortschritt. Wir haben unsere alten Produktionen neu ver&#246;ffentlicht, aber nicht als Retrospektive oder Best-Of Bullshit, sondern weil wir das Material einfach in guter Qualit&#228;t f&#252;r einen fairen Preis herausbringen wollten. Den Detroit-Einfluss, der auf diesen Produktionen zu finden ist, gibt es auch heute noch in subtiler Art und Weise: Das ist immer noch ein gro&#223;artiger Sound, der ja auch wieder sehr aktuell ist. Trotzdem wollen wir heute nicht mehr diesen Sound kopieren, wir versuchen vielmehr dem Tribut zu zollen. Wie sich das letztendlich anh&#246;rt k&#246;nnen wir nicht voraussagen. Jedenfalls sind wir ganz froh, nicht mehr so zu klingen wie damals, auch wenn die Einfl&#252;sse nat&#252;rlich die gleichen sind.</p>
<p>Ken: Unsere Einfl&#252;sse sind vermutlich nicht mehr auf die Studiot&#252;r gepinselt wie fr&#252;her, aber sind wir ehrlich, die gesamte Technoszene hat nicht gerade Quantengespr&#252;nge gemacht in den letzten Jahren. Innovation hat auch eine Kehrseite, denn niemand m&#246;chte und kann immer innovativ sein. Manchmal ist der beste Track, den man an einem Abend h&#246;rt, ein Klassiker. Daran kann auch die gr&#246;&#223;te Innovation nichts &#228;ndern.
</p></blockquote>
<p><strong>Besch&#228;ftigt ihr euch denn mit aktuellen Entwicklungen in der Elektronikszene? Eure „Floods“ Single beispielsweise streift in den Remixen ja schon ordentlich den Dubstep-Sound. Wie f&#252;hlt ihr euch mit dem aktuellen UK-Sound, falls es so etwas gibt, verbunden?</strong></p>
<blockquote><div class="captionright"><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/blackdog2.jpg" alt="" />
<p><em> &#8220;Manchmal ist der beste<br />
Track an einem Abend<br />
ein Klassiker&#8221;</em></p>
</div>
<p> Martin: Ich bin prinzipiell in jeglicher Art von Musik interessiert, aber ich durchforste nicht t&#228;glich das Netz auf der Suche nach dem neusten Shit. Wir geh&#246;ren auch keine Szene bewusst an, wir haben ganz andere Sachen zu tun als auf die Frisuren von anderen zu schauen. Wir machen Musik f&#252;r die Gegenwart, ganz einfach weil wir Teil davon sind. 1992 is over. Und selbst wenn das keiner mehr h&#246;ren will, dann sterbe ich lieber als Au&#223;enseiter als mich von irgendeinem Trend auffressen zu lassen. Das mit den Remixen war eher Zufall als wirklich eine bewusste Entscheidung, das wir jetzt unbedingt einen Dubstep Mix brauchen.</p>
<p>Ken: Das sehe ich &#228;hnlich. Ich bewege mich gerne in bekannten Kreisen, und ich bin mit vielen alten Producern um einiges enger verbunden als mit den neuen. Das hei&#223;t aber nicht, dass ich sie nicht respektiere. Das ist ja prinzipiell das Sch&#246;ne an elektronischer Musik. Zum einen hat es sich als Ph&#228;nomen um einiges l&#228;nger gehalten als beispielsweise Punk, zum anderen hat man aber gerade durch die neuen technischen Entwicklungen ganz andere M&#246;glichkeiten als fr&#252;her. Ich kann nicht sagen ob es einen aktuellen UK Sound gibt, daf&#252;r kenne ich mich zu wenig aus, aber spielt das denn eine Rolle? Irgendjemand wird es immer zum ersten Mal h&#246;ren, daher ist jeder Sound auf seine Weise zeitlos. </p></blockquote>
<p><strong>Ich habe gelesen dass ihr Andy Stott und den Modern Love Sound m&#246;gt. Was haltet ihr von diesem Dubtechno Revival?</strong></p>
<blockquote><p>Martin: Ich mag die Sachen von Andy und Mark (Claro Intelecto), auch wenn mir einige Sachen etwas zu deep sind. Aber sie machen gutes Dubtechno, was viele versuchen aber nicht schaffen. Au&#223;erdem produzieren sie in Reason, was einige auf die Palme bringt. Um gutes Dubtechno zu machen, muss man aber zun&#228;chst verstehen was Dub &#252;berhaupt ist bevor man sich &#252;ber die Produktionsweise ausl&#228;sst &#8230;</p>
<p>Ken: Ich bevorzuge ja den guten alten Rootsdub &#8230;</p></blockquote>
<p><strong>Stichwort Techno. Mit den typischen Minimal-Sachen habt ihr ja nicht viel zu tun. Wie wichtig ist euch der Techno-Aspekt?</strong></p>
<blockquote><p>Martin: Das Problem mit Techno, und gerade Minimal, ist das jeder die Top 10 von Beatport auflegt – 12 Loops und ein paar EQ-Tweaks machen noch keinen Producer. Au&#223;erdem wissen viele ja noch nicht einmal was ‚minimal‘ eigentlich bedeutet, ich frage mich wie viele mit dem Werk von Stockhausen vertraut sind.</p>
<p>Ken: Es bringt auch nichts Leute in Schubladen zu schieben. Wir waren vielleicht mit einigen Sachen fr&#252;her dran als andere, aber das macht uns nicht besser. Techno ist und bleibt auch eine Lebenseinstellung, so angestaubt das klingen mag. Wir machen eben unsere Form von Techno, und wir m&#246;gen es wenn die Leute dazu tanzen. </p></blockquote>
<p><strong>Ihr habt gesagt, dass dieser d&#252;stere Vibe von Sheffield eine der Inspirationsquellen ist, und ihr euch nicht vorstellen k&#246;nntet nach Berlin zu ziehen. Ist das noch immer so? Eure Musik klingt jedenfalls nicht wirklich fr&#246;hlich &#8230;</strong></p>
<blockquote><p>Martin: Unsere Produktionen sind sehr emotional, das wei&#223; und h&#246;re ich auch. Wir sind sicherlich nicht diejenigen, die total unbeschwert aufspielen und immer fr&#246;hliche Sonnenscheinmusik machen, aber zwischendurch gibt es auch befl&#252;gelnde Momente. Der Industrievibe von Sheffield ist bei uns im Blut, das ist wie mit Detroit. Es gibt hier kein richtiges Nachtleben, das Publikum ist immer ein wenig kompliziert, und besonders h&#252;bsch ist es auch nicht. Trotzdem lieben wir es, und das zeigt sich vermutlich immer in unserer Musik.</p>
<p>Ken: Schei&#223; auf die Fr&#246;hlichkeit! Hat sich mal jemand die Welt angeschaut? Wir sollten uns verschanzen und die Mistgabel auspacken &#8230;
</p></blockquote>
<p>The Black Dog bleiben eben doch schwarz wie die Nacht &#252;ber Sheffield, und das klingt nach 20 Jahren besser denn je.</p>
<p># Black Dog <a href="http://www.dogsquad.co.uk">Webseite</a><br />
# <a href="http://www.somarecords.com/">Soma Records</a><br />
# <a href="http://www.radioscarecrow.com/audio.php">Stream Radio Scarecrow</a><br />
# Radio Scarecrow kaufen @ <a href="http://www.amazon.de/Radio-Scarecrow-Black-Dog/dp/B001437DGG/ref=sr_1_2?ie=UTF8&#038;s=music&#038;qid=1210248274&#038;sr=8-2">Amazon</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Feature: Scuba/Hotflush Records</title>
		<link>http://www.thelastbeat.com/archives/feature-scubahotflush-records/</link>
		<comments>http://www.thelastbeat.com/archives/feature-scubahotflush-records/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Apr 2008 17:14:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feature]]></category>

		<category><![CDATA[the.last.beat]]></category>

		<category><![CDATA[dubstep]]></category>

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		<category><![CDATA[idm]]></category>

		<category><![CDATA[interview]]></category>

		<category><![CDATA[scuba]]></category>

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		<description><![CDATA[Dubstep als neuer Melting-Pot verschiedenster Einfl&#252;sse? Wir sprachen mit Scuba, Gr&#252;nder des um-die-Ecke-denkenden Hotflush Label &#252;ber die Szene in Deutschland, den Einfluss von IDM im Dubstep, und warum Dubstep immer noch am Anfang seiner Evolution steht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/scuba-main.jpg" class="centered" alt="scuba feature" /></p>
<p><code>Info: Teile dieses Interviews wurden in der <a href="http://www.de-bug.de">De:Bug</a> 121 ver&#246;ffentlicht.</code></p>
<p><code>Alle Bilder werden mit Genehmigung von <a href="http://www.eb-slices.net/">Slices</a> verwendet.</code></p>
<p>Gemessen an seinem jetzigen Alter steckt Dubstep noch in den Kinderschuhen. Doch wie Kleinkinder eben sind, strecken sie schon fr&#252;hzeitig die H&#228;nde nach neuen Dingen aus. Diese Form fr&#252;hkindlichen Entdeckungstriebes manifestiert sich im Dubstep durch das Aufsaugen veschiedener Spielarten elektronischer Musik. Denn schon l&#228;ngst ist Dubstep nicht mehr blo&#223; die simple Kombination aus Dub-Elementen und 2Step-Beats, sondern dem eigenen Laufstall entwachsen und versucht nun durch Einfl&#252;sse von Breakbeat, Techno und IDM die n&#228;chsten Schritte zu meistern. Das hilft nicht nur Dubstep, den stetigen Konflikt zwischen &#220;bers&#228;ttigung und Hype durch neue Nischen zu entrinnen, sondern bietet pl&#246;tzlich auch Gelegenheit f&#252;r Producer aus anderen Genres, sich auf der Spielwiese Dubstep auszutoben. </p>
<p>Paul Rose, als Produzent unter dem Namen <strong><a href="http://www.myspace.com/paul_rose_hotflush">Scuba</a></strong> bekannt, war einer der Geburtshelfer von Dubstep. Der geb&#252;rtige Londoner, der vor kurzem nach Berlin gezogen ist, geh&#246;rt mit seinem Label <strong><a href="http://www.hotflushrecordings.com/">Hotflush</a></strong> nicht nur zu den &#228;ltesten Namen der Szene, sondern auch zu denen, die schnell versucht haben, die Grenzen von Dubstep zu &#252;berschreiten und zu erweitern. Wo viele seiner Kollegen noch immer auf dem archetypischen, basslastigen Clubsound herumreiten, versucht Hotflush eine andere, deepere Spielart von Dubstep zu etablieren, wie uns Scuba im Interview verr&#228;t.</p>
<p><strong>Du bist vor kurzem nach Berlin gezogen. Das erscheint irgendwie untypisch f&#252;r jemanden aus der Dubstep Szene&#8230;</strong></p>
<blockquote><p>Ich bin mir gar nicht sicher wie eng ich &#252;berhaupt in der Dubstep Szene verbunden bin. Ich finde, dass ich sowohl pers&#246;nlich als auch mit dem Label immer ein bisschen abseits vom Mainstream-Dubstep stehe. Der Grund nach Berlin zu ziehen war aber eher pers&#246;nlicher Natur. Ich bin in London geboren und habe dort mein ganzes Leben vebracht, und irgendwann war ich einfach an dem Punkt angelangt, an dem ich gelangweilt war. Im Herbst letzten Jahres bin ich dann umgezogen, und bis jetzt f&#252;hle ich mich ziemlich wohl. Man kann einfach ganz anders arbeiten als in London, es ist viel entspannter und freundlicher.</p></blockquote>
<p><strong><br />
Wie sch&#228;tzt du die Dubstep Szene hier in Deutschland ein?</strong></p>
<blockquote><p>Ich bin nicht wirklich involviert. Ich habe einige Male hier gespielt, aber ich glaube die Szene ist immer noch recht klein, wobei es aber auch langsam gr&#246;&#223;er wird. Ich habe im Januar in Leipzig gespielt und es war ein ziemlich guter Vibe, hoffentlich gibt es das &#246;fters in Zukunft.</p></blockquote>
<p><strong>Wie sieht es auf Producer-Seite aus?</strong></p>
<blockquote><p>Die meisten Demos die ich bekomme sind von Producern aus England, ganz klar. Es gab aber gerade in letzter Zeit einige Crossover-Projekte, wie z.B. der T++ Remix von Shackleton. Der typische Berlin Sound ist auch meiner Meinung nach recht kompatibel, zumindestens mit einer Seite von Dubstep. Diese Entwicklung ist sehr interessant, aber richtige Dubstep Producer gibt es noch nicht allzu viele in Deutschland, oder zumindestens kenne ich sie nicht.</p></blockquote>
<p><strong>Um 2001 herum gab es mal eine ziemliche 2 Step Welle in Berlin, vielleicht wird ja jetzt Dubstep das n&#228;chste gro&#223;e Ding.</strong></p>
<blockquote><p>Dubstep ist ja aus 2-Step entstanden, und ein Gro&#223;teil von Dubstep hat noch immer Z&#252;ge davon. Nat&#252;rlich hat man sich von diesem kommerziellen Hardstep abgewendet, aber der Garage-Einfluss ist immer noch zu h&#246;ren. Das ist ziemlich witzig, denn als ich mich f&#252;r Dubstep interessiert habe, war ich dem ganzen Garage Sond ziemlich &#252;berdr&#252;ssig, und ich wollte so weit weg davon wie nur m&#246;glich. Doch je mehr Distanz man zu etwas hat, desto mehr lernt man es zu sch&#228;tzen, und inzwischen n&#228;her ich mich auch wieder Garage an.</p></blockquote>
<p><strong>Was muss ein Track mitbringen um auf Hotflush ver&#246;ffentlich zu werden?<br />
</strong></p>
<blockquote><p>Die Auswahl wird mit jedem Monat schwieriger. Ich bekomme ca. zehn Demos pro Tag, die alle geh&#246;rt werden wollen. Einer der Nachteile daran, dass Dubstep immer bekannter wird, ist dass einige Leute eine ziemlich eingeschr&#228;nkte Vorstellung davon haben wie es klingen muss. Viele der Demos die ich bekomme sind daher auch ziemlich langweiliges Standard-Dubstep, mit Half-Step-Drums, wobbly Basslines und Reggae-Samples. Das ist fast schon wieder eine Parodie auf Dubstep, aber da muss man eben durch, auch wenn es nicht immer einfach ist. </p>
<p>Was wir schon immer mit dem Label machen wollten, ist einen Sound zu etablieren, der sich von der Allgemeinheit abgrenzt. Uns geht es nicht ums Geld, solange wir keine Verluste machen, und daher versuchen wir auch immer etwas Neues zu probieren. Wonach wir suchen sind weniger Tracks als frische Ideen, die Dubstep aus einem anderen Blickwinkel betrachten.</p></blockquote>
<p>&#8220;Ein anderer Blickwinkel&#8221; - das bedeutet fast unweigerlich, genrespezifische Restriktionen aufzugeben und sich Einfl&#252;ssen von au&#223;en zu &#246;ffnen. Wie auch andere Musikarten (man denke an Drum and Bass), scheint Dubstep nicht nur aufgrund seiner multikulturellen Entstehungsgeschichte und den durchaus disparaten Ziehv&#228;tern Dub und 2Step f&#252;r diese Entwicklung pr&#228;destiniert zu sein. Gerade in j&#252;ngster Vergangenheit hat sich Dubstep vermehrt durch Crossover-Produktionen mit Techno- und IDM-Einschl&#228;gen in neues Territorium gewagt. Doch wo das eine auf den Club-Kontext abzielt, scheint das andere bewusster auf Listening-Ebene zu arbeiten. Der Einfluss experimenteller Elektronika entzieht sich zwar teilweise dem Clubanspruch von Dubstep, verliert sich aber nicht zwangweise in anstrengender DSP-Effekthascherei, sondern zeichnet sich vor allem durch die gezielte Verwendung von Pausen, Fl&#228;chen und detaillierten Arrangements aus, was den sonst oft gedrungenen Produktionen besondere Tiefe verleiht.</p>
<p>Betrachtet man sich nun die Ausw&#252;chse von Dubstep, die immer vielschichtigere Formen annehmen und gr&#246;&#223;ere Wurzeln schlagen, so hat sich Dubstep aus dem Nischen-Dasein als S&#252;d-Londoner Subkultur selbst zum Melting Pot unterschiedlichster Sound-&#196;sthetiken gemausert, was laut Scuba nur eine logische und positive Entwicklung ist. </p>
<p><strong>Du sagst &#8220;anderer Blickwinkel&#8221;. Viele Produktionen auf Hotflush, u.a. auch deine eigenen, scheinen um einiges deeper zu sein als der Rest, sie sind h&#228;ufig sehr ruhig und lassen viel Raum zum Entfalten..ist das einer dieser Blickwinkel, mit dem man auf Dubstep schauen kann?</strong></p>
<blockquote><div class="captionleft"><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/scuba-1.jpg" alt="" />
<p><em> &#8220;Neben Dubstep h&#246;re ich<br />
am meisten 80s Pop&#8221;</em></p>
</div>
<p> Die Verwendung von Raum und Pausen ist f&#252;r mich ein integraler Bestandteil der Musik, der leider in letzter Zeit h&#228;ufig vergessen wird, und man viele Tracks h&#246;rt, die einfach viel zu vollgepackt mit Samples sind. Ich setze mich aber auch nicht gezielt hin, und denke mir dass ein Track jetzt auf eine bestimmte Weise klingen muss, oder irgendwie besonders deep sein muss. Ich setze mich einfach daran und arbeite einige Stunden konzentriert mit einer Idee, dann mache ich mir eine Tasse Tee und h&#246;re mir den Track nochmal an. Wenn es dann immer noch gut klingt bin ich zufrieden. Prinzipiell gibt es auch nur zwei Parameter, die ein Dubstep Producer beachten sollte: Tempo und Bass. Darauf basierend kann man in fast alle Richtungen gehen, aber viele haben da offensichtlich eine andere Auffassung&#8230;</p></blockquote>
<p><strong>Wobei es das ja auch interessant macht&#8230;</strong></p>
<blockquote><p>Das hat vermutlich auch die Ver&#228;nderung von Dubstep in den letzten f&#252;nf Jahren vorangetrieben, die Freiheit, die man sich nehmen kann, um eben anders zu klingen als der Rest. Das verhindert nat&#252;rlich nicht dass auch eine Menge Schrott ver&#246;ffentlicht wird, aber man hat zumindestens immer die Chance sich neu zu erfinden, wenn man denn m&#246;chte.</p></blockquote>
<p><strong>Wo liegen deine pers&#246;nlichen Einfl&#252;sse?</strong></p>
<blockquote><p>Ich kann vermutlich nicht abstreiten dass ich von den fr&#252;hen Autechre und Aphex Twin Sachen ziemlich beeinflusst wurde, vielleicht kann man das sogar aus meinen Produktionen heraush&#246;ren. Auf der anderen Seite habe ich aber auch viel Drum &#038; Bass geh&#246;rt, und 80s Pop ist vermutlich das, was bei mir zuhause am meisten neben Dubstep l&#228;uft. </p></blockquote>
<p><strong> Der Einfluss von IDM scheint gerade in letzter Zeit auch immer offensichtlicher im Dubstep Bereich zu werden. Man hat diese emotionale Komponente, gepaart mit komplexen Arrangements jenseits von 4/4, die mir immer &#246;fters auffallen.Was h&#228;ltst du von dieser Entwicklung?</strong></p>
<blockquote><p>Ich finde diesem Electronica-Einfluss ziemlich interessant. Es stimmt schon, dass es da gerade in letter Zeit einige Entwicklungen gab, in denen gerade auf Kompositions-Ebene Gemeinsamkeiten zu einigen IDM Produktionen sichtbar werden. Der gemeinsame Ansatz ist vermutlich, nicht immer den direkten, geraden Weg zu folgen, sondern eben mit den einzelnen Elementen zu experimentieren.<br />
Allerdings gibt es da auch einen Kontrast zum club-tauglichen Dubstep. Viele der Produktionen mit Anleihen von experimenteller Electronica sind nicht wirklich DJ-freundlich, was sich der eigentlichen Idee von Dubstep etwas wiedersetzt, von daher ist diese Verbindung aus IDM und Dubstep nicht immer einfach umzusetzen. </p></blockquote>
<p><strong>Glaubst du, dass Dubstep vielleicht so etwas wie ein Fluchtpunkt f&#252;r frustrierte IDM-ler ist, nachdem IDM selbst ja seit Jahren auf der Stelle zu treten scheint?</strong></p>
<blockquote><p>
Da kenne ich mehr frustrierte Drum &#038; Bass Producer, die jetzt zu Dubstep wechseln. Da f&#228;llt es schwer nicht zu glauben, dass man eben mal Dubstep probieren sollte wenn man es denn mit einer anderen Form von Musik nicht schafft erfolgreich zu sein. Das ist sicherlich nicht immer so, aber ich kann mir schon vorstellen, dass einige so denken. Trotzdem glaube ich nicht, dass jetzt vermehrt IDM K&#252;nstler anfangen Dubstep zu produzieren. Von den Producern, die wirklich aus dieser Szene kommen f&#228;llt mir spontan nur Boxcutter ein, der jetzt auch gerade ein Album mit &#228;lteren Produktionen ver&#246;ffentlicht hat. Ansonsten kommt die Verbindung vermutlich wie bei mir auch eher zuf&#228;llig, und einfach aus der Lust daran die Grenzen des Genres zu erweitern.</p></blockquote>
<p><strong>Dubstep ist also generell ein Schmelzpunkt f&#252;r alle m&#246;glichen Stile, von IDM bis Drum &#038; Bass?</strong></p>
<blockquote>
<div class="captionright"><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/scuba-2.jpg" alt="" />
<p><em> &#8220;Dubstep hat seinen<br />
Recycle-Punkt noch<br />
lange nicht ereicht&#8221;</em></p>
</div>
<p> Nat&#252;rlich, nur so kann sich Dubstep weiterentwickeln und spannend bleiben. Es gibt die Einfl&#252;sse von Reggae und Dancehall auf der einen Seite, dann die von Techno auf der anderen, und nat&#252;rlich den experimentellen Aspekt von IDM. DIe Aufgabe liegt darin, es auch in Zukunft noch weiterentwickeln zu k&#246;nnen. Darin liegt auch die Philosophie von Hotflush, die Grenzen immer weiter auszuloten. Dubstep ist noch ein ziemlich junges Genre, die M&#246;glichkeiten sind noch lange nicht ausgereizt. Drum &#038; Bass hat auch eine sehr seltsame Entwicklung gemacht. Das war &#252;ber Jahre eine spannende Sache, aber inzwischen sagt man, dass Drum &#038; Bass auf der Stelle tritt. Eine &#228;hnliche Entwicklung kann man wohl auch IDM zuschreiben, oder Techno. Fr&#252;her oder sp&#228;ter ist alles ausgereizt, aber dann kommt wieder jemand mit einer neuen Idee, einem anderen Blickwinkel eben, und pl&#246;tzlich wird es wieder aufgerollt und ist wieder angesagt. Dubstep allerdings ist noch am Anfang seiner Evolution, der Recycling-Punkt ist noch nicht erreicht.</p></blockquote>
<p><strong>Der Crossover von Dubstep und Techno ist in letzter Zeit sehr popul&#228;r geworden. Tr&#228;gt diese Entwicklung dazu bei, Dubstep noch bekannter zu machen, oder gerade auch den Leuten zug&#228;nglich zu machen, die eher einen Technohintergrund haben?</strong></p>
<blockquote><p>Das ist sicherlich ein Off-Shoot von Dubstep, und es ist eine gute Sache wenn Leute wie Villalobos oder T++ die Dubstep Szene f&#252;r sich entdecken. Die Partyszene in England und im Rest von Europa k&#246;nnte nicht unterschiedlicher sein. In London ist Dubstep eng mit der Drum &#038; Bass Szene verkn&#252;pft, in Berlin dagegen versucht man sich Dubstep eben seitens Techno zu n&#228;hern. Die Frage ist nat&#252;rlich, ob das dann noch als Dubstep bezeichnet werden kann, wenn man das Tempo anzieht und dem Ganzen eine 4/4 Bassline gibt. </p>
<p>Es gibt vielleicht auch einen anderen Grund f&#252;r die Entwicklung: Bevor ich nach Berlin gezogen bin, hat man mir &#252;berall gesagt wie offen doch die Leute sind. Ich kann das nicht best&#228;tigen, denn viele sind ziemlich engstirnig in Sachen Musik. Viele der Leute, die Minimal h&#246;ren k&#246;nnen nichts mit Dubstep anfangen, da es ihnen zu langsam ist, und das er&#246;ffnet nat&#252;rlich auch einen Markt f&#252;r diese Crossover-Produktionen wie beispielsweiser der Villalobos Remix von Shackleton. </p></blockquote>
<p><strong>Was ist die Idee hinter Hotflush und Scuba als Sublabel?<br />
</strong></p>
<blockquote><p>Hotflush war eigentlich gar nicht als Dubstep Label geplant. Mein damaliger DJ-Partner und ich haben ziemlich wildes Zeug aufgelegt, von Drum &#038; Bass &#252;ber Breakbeats hin zu Garage, aber alles in mehr oder weniger demselben Tempo. Wir wollten auf dem Label diesen Kurs fortsetzen, und die ersten Sachen von Hotflush hatten auch noch ziemlichen Garage-Einfluss. Zum wirklichen Dubstep Label wurde es erst in den letzten Jahren, und das war auch eher Zufall. Inzwischen haben wir eben diesen Ruf, und damit m&#252;ssen wir wohl leben (lacht).</p>
<p>Scuba als Sublabel ist mit dem zehnten Release jetzt am Ende. Die Sachen die ich als Scuba produziert habe gingen ein bisschen in eine andere Richtung als der Rest auf Hotflush, und daher war Scuba eher als Outlet gedacht. Zehn ist aber eine sch&#246;ne Nummer um die Sache abzuschlie&#223;en.</p></blockquote>
<p><strong>Wie sehen die Pl&#228;ne von Hotflush und dir selbst aus?</strong></p>
<blockquote><p>
Zum einen kommt das Scuba Album im April heraus. Davor kommt noch eine Single, und wir werden eine kostenlos Online-Mix-Serie starten, mit einem Mix von Vaccine im M&#228;rz. Ansonsten bin ich mir aber noch nicht so sicher was der Rest des Jahres bringen wird. Es gibt da evtl. noch ein Album-Projekt, aber dazu kann ich zur diesem Zeitpunkt noch nichts sagen&#8230;.</p></blockquote>
<p>Wenn Minimal- und Dubtechno-Einfl&#252;sse also daf&#252;r sorgen, dass sich Dubstep auch der kontinentalen Technogemeinde &#246;ffnet, Grime-Produktionen immer &#246;fters mit den Charts flirten und Labels wie Hotflush weiter an ihrer eigenen Vision von Dubstep mit IDM-Einschlag feilen, kann man dem noch jungen Genre doch beeindruckende Fr&#252;hreife attestieren. </p>
<p>Scuba&#8217;s erstes Album <em>A Mutual Antipathy</em> erscheint am 7. April 2008, und wird u.a. auf Beatport zu kaufen sein.</p>
<p># <a href="http://www.hotflushrecordings.com/">Hotflush Records</a><br />
# <a href="http://www.myspace.com/paul_rose_hotflush">Scuba MySpace</a><br />
# <a href="http://www.hotflushrecordings.com/_audio/download/HFMX001/HFMX001.mp3">Hotflush Mix Series 001: Vaccine</a><br />
# <a href="http://www.hotflushrecordings.com/_audio/download/Web/Scuba%20Pod%20Mix%20Jul06.mp3">Scuba Pod Mix (2006)</a></p>
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		<title>Feature: Best of 2007</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Dec 2007 12:48:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feature]]></category>

		<category><![CDATA[the.last.beat]]></category>

		<category><![CDATA[2007]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu, und wir kr&#246;nen die besten Platten des Jahres. 2007 - ein Jahr, das ein Comeback von Deephouse und Dubtechno gesehen hat, in dem Dubstep endg&#252;ltig etabliert wurde, und in dem mit New Rave noch ein neues altes Genre Dancefloors rund um den Globus in Brand steckte. Viel Spa&#223; mit unserem - nicht ganz objektiven - Jahresr&#252;ckblick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/bestof-header.jpg" class="centered" alt="" /> </p>
<p>Nicht nur unsere Meinungen gehen auseinander wenn man danach fragt ob 2007 ein gutes oder schlechtes Jahr f&#252;r Musik war. Dabei war 2007 sicherlich ein interessantes Jahr. Die Musikindustrie ist endg&#252;ltig in der Krise angelangt, die sich schon &#252;ber Jahre angek&#252;ndigt hat, doch anstatt zu handeln konzentriert man sich lieber auf Klagen und Jammern. Bands verlassen Major Labels und nehmen die Promotion und den Vertrieb ihrer Alben selbst in die Hand, das &#8216;Radiohead-Model&#8217; wird zum Wegweiser f&#252;r zukunftsweisende Ver&#246;ffentlichungsstrategien. Downloads machen inzwischen fast die H&#228;lfte aller Musikverk&#228;ufe in den USA aus, bei uns in Europa melden derweil Indie-Vertriebe wie Hausmusik und Amato Insolvenz an. Mit OiNK wird die gr&#246;&#223;te Musiktorrentseite im Netz geschlossen - mit fraglichem Erfolg, da schon wenige Wochen sp&#228;ter eine ganze handvoll an Alternativen bl&#252;hen. Auch hierzulande ist Copyright und Urheberrecht in aller Munde: Die umstrittene Vorratsdatenspeicherung kann weitere Kreise ziehen als bisher bef&#252;rchtet.</p>
<p>Doch wie sah es musikalisch aus? 2007 sah zum einen das Revival von Deephouse, das sich langsam aber sicher wieder angeschlichen hat, und auf so manchem Label f&#252;r &#220;berraschung und Verwunderung gef&#252;hrt hat. Ebenfalls ein Comeback feierte Dubtechno; Eine Dekade nach der gro&#223;en Basic Channel Zeit ist dieser Sound wieder entdeckt worden, und Producer rund um den Globus haben ihre Produktionen pl&#246;tzlich wieder in reichlich Echo und Reverb gepackt, und auch wenn einige Ergebnisse mehr Hommage als Neuerschaffung sind, so sind hier einige der besten Alben des Jahres entsprungen.<br />
Apropos Dub: Auch Dubstep ist inzwischen v&#246;llig an der Oberfl&#228;che angekommen, und nach Jahren im Underground auch dem gr&#246;&#223;eren Publikum zug&#228;ngig: Burial remixt Gr&#246;&#223;en wie Thom Yorke und Bloc Party, Producer wie Shackleton und Peverelist &#252;berschreiten die Schnittstelle zwischen Techno und Dubstep, und nicht nur in London lassen Dubstep-Partys Menschen in Hundertschaften vor die Clubs ziehen. Auf der anderen Seite elektrisierte ein anderes neues Genre die Massen: Die &#8216;New Rave&#8217; Bewegung mit Simian Mobile Disco, Justice und Digitalism an der Spitze zeigt auch der Indiecrowd wie man es richtig krachen l&#228;sst, und Daft Punk feiern zehn Jahre nach <em>Alive 1997</em> pl&#246;tzlich wieder eine Welttournee.</p>
<p>Und Minimal? Auch 2007 war Minimal noch eine feste Gr&#246;&#223;e, doch auch hier zeichneten sich Ver&#228;nderungen hab: Ein orientalischer Sound hat sich eingeschlichen in viele Produktionen, Percussion ist das Wort der Stunde, und auch sonst hat man wieder die Lust an straighteren Tracks entdeckt. Alben von Villalobos und Onur &#214;zer dagegen zeigen allerdings weiterhin, dass Minimal interessant sein kann wenn man es richtig ausf&#252;hrt. Etablierte Label wie Kompakt bringen pl&#246;tzlich ein Alben wie das von Supermayer heraus, dass sich allen Konventionen zu widersetzen scheint, und f&#252;r mehr als eine hochgezogene Augenbraue gesorgt haben d&#252;rfte, und auch sonst ist die Lust am Experimentieren wieder verst&#228;rkt wahrzunehmen. Wir k&#246;nnen das nur begr&#252;&#223;en.</p>
<p>Nat&#252;rlich war es wieder schwer die besten Platten des Jahres zu kr&#246;nen, vielleicht nicht bei den Alben, aber definitiv bei den Singles. Die folgende Liste ist daher vielleicht mehr als ein grober Wegweiser zu verstehen, mit einigen der Tracks, die auch am Ende des Jahres noch gen&#252;gend Substanz vorweisen k&#246;nnen. Ausssch&#246;pfend ist das sicherlich nicht.</p>
<p>Daher hier, <u>in keiner bestimmten Reihenfolge</u>, unser &#8220;Best of 2007&#8243; Feature:</p>
<p><span id="more-1109"></span></p>
<h2><strong>Top 20 Alben 2007</strong></h2>
<p><strong>Burial - Untrue (Hyperdub)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/burial.jpg" class="alignleft" alt="" /> Burials zweiter Geniestreich macht eigentlich alles richtig; der namen- und gesichtslose Londoner verfolgt seine Vision von Endzeitstimmung zwischen Dauerregen, Neonlicht und scheppernden Drums konsequent weiter, aber l&#228;sst dabei gelegentlich noch Hoffnung, Sehnsucht und sogar ein wenig Sonnenschein durch den Nebel blitzen, und das alles mit einer Lo-Fi Produktionsweise, die den meisten Experten wohl die Tr&#228;nen in die Augen treiben d&#252;rfte. Die ganze Mischung ist allerdings nicht nur das vielleicht beste Album des Jahres, sondern ein Werk, das wohl jetzt schon als Klassiker gelten darf. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/burial-untrue/">Review</a>]</p>
<p><strong>Arctic Monkeys - Favourite Worst Nightmare (Domino)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/arcticmonkeys.jpg" class="alignright" alt="" /> Man kann sagen was man m&#246;chte, aber was diese jungen Herren aus Sheffield mit ihrem zweiten Album ablieferten muss man erst mal schaffen. Nicht mal ein Jahr nach dem gehypten Deb&#252;t einen Nachfolger zu produzieren, der sich in nur 38 Minuten von Riff zu Riff schl&#228;gt, und dabei nicht mehr blo&#223; einen Soundtrack f&#252;r Abiparties darstellt, sondern insgesamt ein unglaublich gereiftes, textlich ausgezeichnetes, und vor allem musikalisch absolut kompromissloses Album ist. Schnell, laut und in patentiertem Yorkshire Slang vorgetragen - Indie war selten besser in 2007. </p>
<p><em>who wants to sleep in a city that never wakes up&#8230;blinded by nostalgia&#8230;</em></p>
<p><strong>Strategy - Future Rock (Kranky)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/strategy.jpg" class="alignleft" alt="" /> Paul Dickows Genre-&#252;bergreifendes Konzept zeigt sich in einem Album verschiedenster Tempi, unterschiedlicher Stimmungen und Produktionsweisen, die zwischen Multi-Track Live Arrangements, analogen Synthesizern und reiner Laptopproduktion variieren, und trotz aller Sound&#228;sthetik stets einen warmen, menschlichen Eindruck hinterlassen. Vielleicht eines der ambitioniertesten Alben des Jahres, dessen Sounddichte unerreicht war. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/strategy-future-rock/">Review</a>]</p>
<p><strong>Efdemin - Efdemin (Dial)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/efdemin.jpg" class="alignright" alt="" /> Jemand hat neulich Efdemins Sound mit den minimalistischen Pianokompositionen von Ryuichi Sakamoto verglichen, die einen wichtigen Aspekt auf die Pausen zwischen den Anschl&#228;gen legen. Efdemins selbstbetiteltes Album verfolgt in der Tat ein &#228;hnliches Konzept. Wie fast alle K&#252;nstler auf Dial, hat auch Phillip Sollmann diese Mischung aus treibenden Technobeats und fast schon unterk&#252;hlter Melancholie gefunden. Nie scheint etwas zu gewollt zu sein, nie etwas wirklich fehl am Platz. Stattdessen gibt es ein unglaublich ausgekl&#252;geltes Album, dass tief in Techno und House abtaucht, teilweise fast ein wenig oldschool wirkt, einen ewig treibenden Puls besitzt, und auch &#252;ber die gesamte Albuml&#228;nge nie langweilig wird. Dabei klingt es so klar und gut produziert wie kaum etwas anderes, ja, ich w&#252;rde fast sagen dass ich selten ein Album geh&#246;rt habe, dessen Sound so pr&#228;zise war. Stilsicher und elegant, wie fast alles auf dem Hamburger Label.</p>
<p><strong>Aril Brikha - Ex Machina (Peacefrog)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/arilbrikha.jpg" class="alignleft" alt="" /> Was f&#252;r ein Comeback f&#252;r Aril Brikha in diesem Jahr! Erst die gro&#223;artige <em>Winter EP</em> auf Kompakt und dann dieses Album, das Trance wieder irgendwie salonf&#228;hig gemacht hat. Noch im Juli haben wir uns gefragt ob dieses Album auch auf Dauer bestehen kann, und der Eintrag in dieser Liste ist wohl der Beweis daf&#252;r. Luftig-leichte Arpeggios und Synthesizerfl&#228;chen flie&#223;en mit einem Hauch Detroit Techno und tranciger Vertr&#228;umtheit zusammen, in einem Album, dass sich gleicherma&#223;en in Euphorie und Melancholie wiegt, und so eine verdammt runde Sache darstellt. Anspieltip: <em>Leaving Me</em>, wem nach vier Minuten nicht das Herz aufgeht wenn die Bassdrum einsetzt, der hat keines. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/aril-brikha-ex-machina-peacefrog/">Review</a>]</p>
<p><strong>Stars - In Our Bedroom After The War (Arts &#038; Crafts)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/stars.jpg" class="alignright" alt="" /> Torquil Campbell und Amy Millan sind und bleiben das Traum-Frontpaar des Indierock. Aber hier gibt es nicht nur gef&#252;hlvolle Balladen, in denen mal im Duett oder auch mal Solo um die Wette geschmachtet wird, sondern auch schnellere Songs, die auch im schmerzhaftesten Moment immer noch etwas W&#228;rme durchscheinen lassen. Tolle Zeilen zwischen Herzschmerz und ged&#228;mpfter Euphorie - <em>In Our Bedroom After The War</em> ist ein weitereres Licht am hell leuchtenden Himmel der Stars. Ein Album, das immer wieder ausbrechen m&#246;chte, und sich selbst doch stets am Boden h&#228;lt. </p>
<p><em>you despise me and i love you - it&#8217;s not much but it&#8217;s just enough to keep</em></p>
<p><strong>Radiohead - In Rainbows</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/radiohead.jpg" class="alignleft" alt="" /> Inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher ob das Album genauso gut eingeschlagen h&#228;tte, wenn da nicht diese kleine Sache mit der &#8216;kostenlosen&#8217; Ver&#246;ffentlichung gewesen w&#228;re. Wie dem auch sei, auf <em>In Rainbows</em> haben Radiohead sich nach den letzten doch eher experimentellen Alben wieder auf die rockigeren Anf&#228;nge konzentriert. Vor allem die Rhythmus Sektion mit Phil Selway an den Drums und Colin Greenwood am Bass ist so pr&#228;sent wie schon lange nicht mehr, ohne dabei nat&#252;rlich den typischen Radioheadsound vermissen lassen. Thom Yorkes Vocals gehen immer noch durch Mark und Bein, und der Anteil an Electronica und Effekten ist zwar reduziert aber doch pr&#228;sent. Das einzige dass man dem Album anlasten k&#246;nnte, ist dass es nicht ganz so koh&#228;rent ist wie fr&#252;here, quasi einen roten Faden, ein Konzept, vermissen l&#228;sst. Die individuelle Klasse macht dies aber wett, da kann man schon &#252;ber die zwei, drei schw&#228;chere Songs hinwegsehen. Radiohead sind der Konkurrenz eben auch 2007 noch einen Schritt vorraus, nicht nur in Sachen Ver&#246;ffentlichungsstrategie.  </p>
<p><strong>Roísín Murphy - Overpowered (EMI)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/roisinmurphy.jpg" class="alignright" alt="" /> Wenn erste Eindr&#252;cke immer Bestand h&#228;tten, dann w&#252;rde dieses Album hier sicherlich nicht auftauchen. Aber <em>Overpowered</em> hat doch tats&#228;chlich zum Ende des Jahres noch unser Discoherz erobert. Denn wenn man sich erst einmal auf den neuen Sound einl&#228;sst, der weniger zwischen Cut-up Avantgarde als vielmehr Retro-Disco und House liegt, bekommt man ein ziemlich gutes Album vorgesetzt, das trotz einiger Fehltritte einige gro&#223;artige, und vor allem exzellent produzierte Tracks enth&#228;lt. Mal schnell, mal langsam, mal arrogant, mal verletzlich, mal augenzwinkernd, aber immer stilsicher, ‘classy’ eben - wenn jemand diese Mischung r&#252;berbringen kann dann ist es wohl Roísín Murphy. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/roisin-murphy-overpowered/">Review</a>]</p>
<p><strong>The Orb - The Dream (Traffic Inc)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/theorb.jpg" class="alignleft" alt="" /> Noch ein Comeback, mit dem niemand gerechnet hat: The Orb verlassen nach dem Album auf Kompakt den Schaffelzug, und besinnen sich wieder auf ihren Oldschool Sound, der einige ihrer besten Tracks aus den fr&#252;hen 90ern noch in den Schatten stellt. Obskure Filmsamples, tiefe B&#228;sse, eine Menge Humor, eine handvoll Gasts&#228;nger/innen und jede Menge Ideen werden in einen Topf mit Dub geworfen, und was dabei herauskommt ist sicherlich eine der &#220;berraschungen des Jahres. Dr. Alex Paterson hat anscheinend wieder Lust an der Musik gefunden, nachdem die letzten Produktionen doch stark von Thomas Fehlmann beeinflusst waren Smoke it like it&#8217;s &#8216;93. Muss man einfach m&#246;gen.[<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/the-orb-the-dream/">Review</a>]</p>
<p><strong>Disrupt - Foundation Bit (Werk)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/disrupt.jpg" class="alignright" alt="" /> In einem Jahr, in dem Dubstep wirklich den Durchbruch geschafft hat gibt es eine Crew und ein Netlabel aus Leipzig, das sich g&#228;nzlich unbeeindruckt mit einem Sound besch&#228;ftigt, der sich viel eher an den Roots von Dub orientiert als es Dubstep je tun wird.   Jahtari-Gr&#252;nder Disrupt hat nach diversen Netlabel Releases nun ein Album ver&#246;ffentlicht, dass diesen Sound perfekt pr&#228;sentiert. &#8220;Digital Laptop Reggae&#8221; nennt er es, und es klingt als h&#228;tten die alten Dub Legenden ihre Liebe f&#252;r 8-Bit Sound entdeckt. <em>Foundation Bit</em> ist digitaler Dub, der zwischen Dubstep und Reggae eine Nische gefunden hat; immer ein bisschen augenzwinkernd und mit einer geh&#246;rigen Portion Humor best&#252;ckt ist ein ganz eigene Hommage an die &#8216;Foundation&#8217; des Dub. Einfach in der Idee, clever in der Durchf&#252;hrung, und verdammt deep im Ergebnis. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/disrupt-foundation-bit/">Review</a>]</p>
<p><strong>Pole - Steingarten + Remixes (~scape)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/pole.jpg" class="alignleft" alt="" /> <em>Steingarten</em> war schon so etwas wie ein Comeback von Pole, der den defekten Waldorf Filter gr&#246;&#223;tenteils hinter sich gelassen hat, und ein unglaublich dichtes Album produzierte, dass zwar immer noch schwer im Dub steckt, aber eine ganz eigene Form des Microsamplings offenbart. Die passende Remix CD gibt dieser Sound&#228;sthetik dann noch die entsprechende Variation und holt zum Genre-Rundumschlag aus: Shackleton und Peverelist mit ihrer Percussion-getriebener Dubstepvision, Ghislain Poirier und Deadbeat f&#252;r die h&#228;rteren Beats, und The Mole, Dimbiman und Melchior Productions sorgen f&#252;r den 4/4 Anstrich. Ein abwechslungsreiches Remix-Album, dessen Ausgangsmaterial aber auch nicht besser sein k&#246;nnte. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/pole-steingarten-remixes/">Review</a>]</p>
<p><strong>Gregor Tresher - A Thousand Nights (Great Stuff)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/tresher.jpg" class="alignright" alt="" /> Klar, die Singles von Gregor Tresher haben den Weg in die Plattenkiste von fast jedem DJ gefunden, aber im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen gibt er auch auf Albuml&#228;nge eine gute Figur ab. Tresher schafft es, anstatt 80 Minuten mit monotonem Minimaltechno zu f&#252;llen, eine beachtliche Variation in seine Produktionen einzubauen. Da sind zwar die d&#252;steren Minimalracks wie <em>Black Rain</em>, <em>Benthos</em> und <em>Running Systems</em>, aber eben auch gnadenlose Dancefloorschieber wie der Titeltrack, <em>Full Range Madness</em> oder <em>The Now People</em> zu finden, die so ziemlich jeden Club zum Kochen bringen d&#252;rften. Und dann ist da noch <em>Anti</em>, dieser ganz und gar verschrobene Track, der auch noch die letzten Kritiker verstummen lassen d&#252;rfte wenn es um die Vielseitigkeit von Gregor Tresher geht. Eines der wenigen Techno Full Lengths in diesem Jahr, die &#252;berzeugen k&#246;nnen. </p>
<p><strong>Uusitalo - Karhunainen (Huume)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/uusitalo.jpg" class="alignleft" alt="" /> Karhunainen ist das dritte Album von Vladislav Delay unter dem Uusitalo Moniker. Wie auch schon beim Vorg&#228;nger Tulenkantaja hat der Rhythmus vermehrt Einzug erhalten. Tanzbarer ist es geworden, auf fast allen Tracks herrscht die 4/4 Bassdrum, der Titeltrack geh&#246;rt vermutlich zum tanzbarsten was Delay jemals produziert hat. Dennoch kann man Karhunainen nicht die typische Uusitalo-&#196;sthetik abschreiben; es clickt und cuttet weiterhin eifrig, unidentifizierbare Samples klappern und klicken, an Echo und Reverb wird ebenfalls nicht gespart, der Sound ist reich und komplex, die Tracks sind abwechslungsreich, entspringen aber der gleichen Wurzel. In dieser Hinsicht bleibt Uusitalo das Zwischenst&#252;ck zwischen dem beatlosen Dub von Vladislav Delay und den langen, auschweifenden Minimaltracks von Luomo, und das ist uns ein Top 20 Platz wert. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/uusitalo-karhunainen-huume/">Review</a>]</p>
<p><strong>Jens Lekman - Night Falls Over Kortedala (Secretly Canadian)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/lekman.jpg" class="alignright" alt="" /> Noch vor einem Jahr wollte sich Jens Lekman g&#228;nzlich aus der Musikszene zur&#252;ckziehen. Gut f&#252;r uns dass er sich anders entschieden hat. Denn <em>Night Falls Over Kortedala</em> ist wieder ein herrliches Popalbum, voller obskurer Geschichten, augenzwinkernder Anspielungen und unm&#246;glichen Reimen, die eigentlich nur Lieblingssschwede Lekman so vortragen kann. Musikalisch ist es zum ersten Mal wirklich gut produziert, dabei abwechslungsreich mit tollen Streichersegmenten und reichlich Glockenspiel obendrauf. Kaum jemand schafft es herzergreifende Songs mit einer ordentlichen Portion Humor zu verbinden wie Jens Lekman. Geschichten die das Leben eben so schreibt. </p>
<p><strong>The Field - From Here We Go Sublime (Kompakt)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/thefield.jpg" class="alignleft" alt="" />  Nicht nur Pitchfork hat die Charme dieses Albums entsprechend hoch <a href="http://www.pitchforkmedia.com/article/record_review/41792-from-here-we-go-sublime">bewertet</a>, auch sonst ist man sich einig dass The Field in einem vielleicht doch eher schw&#228;cheren Jahr f&#252;r Kompakt einer der Lichtblicke war. Axel Willner, der Schwede der dahinter steckt, hat dabei eine ganz eigene Vision von Minimal, von Musik im Allgemeinen entwickelt. Der Sound von The Field dreht sich um Loops, die immer wieder &#252;berlagert und verschachtelt werden, auf Instrumenten- und Vocalsamples (man beachte wie das Sample von Lionel Ritchies <em>Hello</em> auf dem sensationellen <em>A Paw in my Face</em> eingebaut wird), die, auf das n&#246;tigste reduziert, sich langsam aber sicher entwickeln, variieren und immer irgendwie in einer zur&#252;ckhaltenden Euphorie enden. Befreiend, geradezu erl&#246;send wirkt das Ganze, als w&#252;rde man im Tiefflug &#252;ber die unber&#252;hrten Fl&#228;chen Skandinaviens schweben. Eines der originellsten Alben im Jahre 2007.</p>
<p><strong>Distance - My Demons (Planet Mu)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/distance.jpg" class="alignright" alt="" /> Distance war einer von vielen exzellenten Dubstep Producern auf Planet Mu in diesem Jahr (wenn auch nicht ganz so gut wie Boxcutters <em>Oneiric</em> - das war aber schon 2006). Dass er von allen am Ende die Nase vorne hat, liegt vielleicht an der kompromisslosen D&#252;sterheit, die sich durch das Album zieht. Dubstep hat ja immer eine etwas dunkle Seite, die bei Distance so richtig zur Geltung kommt. 12 Tracks aus den Tiefen des Dubstep; Hits sucht man vergeblich, daf&#252;r sind die Produktionen nicht griffig genug, aber genau in dieser Verschrobenheit liegt auch die St&#228;rke. Muss man sich einige Male laut (!!) anh&#246;ren bevor es wirklich einschl&#228;gt.</p>
<p><strong>The Marcia Blaine School For Girls - Halfway Into The Woods (Highpoint Lowlife)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/marciablaine.jpg" class="alignleft" alt="" /> Das Trio aus Schottland ist schon seit 1997 zusammen. Fast ein Wunder dass erst so sp&#228;t ein gemeinsames Album erschienen ist. Im stark stagnierenden Dschungel der IDM-Welt waren sie jedenfalls dieses Jahr ein Lichtblick. Es ist das Facettenreichtum, das positiv auff&#228;llt, es ist kein Album, welches das gleiche Preset konsequent abruft, sondern eine Sammlung von Songs, von denen jeder eine eigene Geschichte zu erz&#228;hlen scheint. Die Beats sind dominant, die Melodien greifbar, ohne dabei trotzdem eine gewisse Abstraktheit vermissen zu lassen. Ein vollkommenes Kopfh&#246;rererlebnis und eines der besten IDM Alben seit langem. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/the-marcia-blaine-school-for-girls-halfway-into-the-woods/">Review</a>]</p>
<p><strong>Shape of Broad Minds - Craft of The Lost Art (Lex)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/shapeofbroadminds.jpg" class="alignright" alt="" /> Schon erstaunlich dass sich gerade mal ein Hip Hop Album in die Bestenliste geschlichen hat, aber 2007 war einfach nicht das beste Jahr f&#252;r Hip Hop. Immerhin,  Shape of Broad Minds, die fiktive Supergroup von Multitalent Jneiro Jarnel (aka Omar Gilyard) aus Philadelphia hat es in sich, und schl&#228;gt zumindestens teilweise in die Bresche die durch den tragischen Tod von Jay Dee offen wurde: Ausgekl&#252;gelte Instrumentals und perfide Raps (u.a. auch von MF Doom und Count Bass D), von den Strukturen h&#228;ufig von Jazz beeinflusst, aber trotzdem immer mit futuristischem Anstrich, ist <em>Craft of The Lost Art</em> eines dieser unscheinbaren Meisterwerke, das man vielleicht erstmal einwirken lassen muss, bis sich die ganze Tiefe offenbart. </p>
<p><strong>Mikkel Metal - Brone and Wait (Echocord)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/mikkelmetal.jpg" class="alignleft" alt="" /> Erschreckend unbeachtet war Mikkel Metals Album auf Echocord. Dabei ist <em>Brone and Wait</em> nicht nur das vielleicht beste Album des D&#228;nen (zumindestens gef&#228;llt es besser als das auf Kompakt vor einiger Zeit), sondern auch eines der besten Dubtechno Alben des Jahres, und das ohne den prototypischen Basic Channel Sound zu kopieren, wie es so viele getan haben in diesem Jahr. Stattdessen werden liebevolle Instrumentensamples gesammelt, und zwischen organischer Electronica in den Dubmantel eingen&#228;ht. Das Ergebnis ist mal langsam bouncend, mal schneller treibend mit 4/4 Bass, aber irgendwie immer ein wenig verraucht und dunstig&#8230;f&#252;r diese sp&#228;ten Abendstunden eben.</p>
<p><strong>Sixtoo - Jackals and Vipers in Envy of Man (Ninja Tune)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/sixtoo.jpg" class="alignright" alt="" /> Ganz seltsames Album zum Schluss, aber im Endeffekt doch eines was ich ziemlich oft geh&#246;rt habe. Sixtoo l&#228;sst auf 13 unbenannten Tracks die Drums nur so scheppern, und positioniert sich irgendwo zwischen aggressivem Instrumental Hip Hop und experimenteller Electronica. 38 Minuten zum Kopfnicken und Fu&#223;stampfen, von einigen cineastischen Interludes mal abgesehen. W&#228;re vielleicht auch eher eine EP, aber wir wollen mal nicht so kleinlich sein. </p>
<p><strong>ebenfalls erw&#228;hnenswert, aber knapp geschlagen:</strong></p>
<p>Jahcoozi - Blitz &#8216;n&#8217; Ass (Bubbles)<br />
Drei Farben House - Blending Days (Kupei Musika)<br />
Wahoo - Take it Personal (Fine)<br />
Damiak - Micalavera (n5md)<br />
Piano Magic - Part-Monster (Important)<br />
Deadbeat - Journeyman&#8217;s Annual (~scape)<br />
Stephan Bodzin - Liebe Ist&#8230; (Herzblut)<br />
Donnacha Costello - Colorseries (Minimise)<br />
Fennesz &#038; Sakamoto - Cendre (Commons)<br />
Von S&#252;denfed - Tromatic Reflexxions (Domino)<br />
!!! - Myth Takes (Warp)<br />
Wilco - Sky Blue Sky (Nonesuch)<br />
Air - Pocket Symphony (Astralwerks)<br />
Lopazz - Kook Kook (Get Physical)<br />
EL-P - I&#8217;ll Sleep When You&#8217;re Dead (Def Jux)</p>
<h2><strong>Top 5 EPs + Compilations 2007</strong></h2>
<p><strong>Milanese - Adapt (Planet Mu)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/milanese.jpg" class="alignleft" alt="" /> Allein der Clark Remix von <em>Mr Bad News</em> macht diese EP ihr Geld wert. Aber auch die anderen Tracks mit Remixen von Hrdvision und Distance sind gnadenlose Mindfuck Monster an der Schnittstelle zwischen Dubstep und Drum &#038; Bass. Massive! [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/milanese-adapt-ziq-172/">Review</a>]</p>
<p><strong>Junior Boys - Dead Horse (Domino)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/juniorboys.jpg" class="alignleft" alt="" />Was soll man sagen, wer bis heute noch nicht den geradezu l&#228;cherlich minimalistischen Carl Craig Remix von <em>Like a Child</em> geh&#246;rt hat muss wohl hinter dem Mond leben. Trotz absoluter &#220;bers&#228;ttigung nicht nur einer der besten und pr&#228;gendsten Remixe des Jahres, sondern ein weiterer Beweis, dass die Junior Boys inzwischen eine ganz besondere Position im Elektropop Himmel gefunden haben. </p>
<p><strong>Aesop Rock - All Day (Nike Original Run Series)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/aesoprock.jpg" class="alignleft" alt="" /> Leider schien Aesop Rock auf diesem exklusiven iTunes Track in Kooperation mit Nike schon ein Gro&#223;teil des Pulvers f&#252;r das folgende Album verschossen zu haben. Daf&#252;r sind die, gr&#246;&#223;tenteils instrumentalen, 40 Minuten allerdings abwechslungsreich genug um auch die Producer-Seite von Aesop Rock sch&#228;tzen zu lernen. </p>
<p><strong>Maps &#038; Diagrams - Lhasa Apso (Smallfish)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/mapsdiagrams.jpg" class="alignleft" alt="" /> Maps &#038; Diagrams hat sich dem IDM etwas abgewandt und f&#252;r Smallfish eine 4-Track EP produziert, die zwischen St&#246;rger&#228;uschen, Ambient und Dub schwebt, und dabei eines der besten Dokumente in diesem Genre im vergangenen Jahr war. Wo alle &#252;ber DeepChords <em>Echospace</em> geredet habe, ist <em>Lhaso Apso</em> leider etwas untergetaucht.</p>
<p><strong>Talib Kweli &#038; Madlib - Liberation (Blacksmith)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/madlibkweli.jpg" class="alignleft" alt="" /> Talib Kweli und Madlib zusammen auf einer EP - da kann eigentlich nicht viel schiefgehen. Nachdem er etwas im Mittelma&#223; verschwunden ist geht Kweli endlich mal wieder in die Offensive, und bringt einige seiner besten Lines seit Jahren ans Tageslicht, nat&#252;rlich unter den ma&#223;geschneiderten Beats von Madlib the Conductor. Anspieltipp: <em>Funny Money</em>.</p>
<p><u><strong>Compilations</strong></u></p>
<p><strong>Ricardo Villalobos - Fabric 36 (Fabric)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/villalobos.jpg" class="alignright" alt="" /> Ricardo Villalobos hat f&#252;r die Fabric Reihe einen Mix aus eigenen, neuen Produktionen zusammengestellt, der wieder einmal seine eigene Vision von Percussion-getriebenem Minimal weiterf&#252;hrt. Dabei ein Album herausgekommen, dass nicht nur v&#246;llig neue Soundsph&#228;ren erkundet (einige der T&#246;ne sind auf einer normalen Heimanlage fast gar nicht zu h&#246;ren), sondern zudem auch noch zwischen treibendem Techno und ungem&#252;tlichen Stream-of-Consciousness Vocalpassagen (<em>Andruic &#038; Japan</em> verursacht bei mir Albtr&#228;ume) variiert. Oft kopiert, selten erreicht.</p>
<p><strong>Henrik Schwarz - Live (!K7)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/henrikschwarz.jpg" class="alignright" alt="" /> Henrik Schwarz&#8217; l&#228;sst immer noch auf ein Album warten, aber diese Sammlung an eigenen Tracks, Remixen und Produktionen die w&#228;hrend der Tour als Live-Edits entstanden sind, ist schon eine gute Entsch&#228;digung und mehr als nur ein Zeitvertreib. Gew&#252;rzt mit viel Soul, Jazz und Funk, ist diese Werkschau ein erstklassiges Dokument vom K&#246;nnen des sympathischen Producers. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/die-apocalypse-ist-dashackleton-vs-villalobos/">Review</a>]</p>
<p><strong>Colonized 01 (Colony Productions)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/colonized.jpg" class="alignright" alt="" /> Colony Productions ist sicherlich kein gro&#223;es Label, aber diese Compilation geht weit &#252;ber die Labelgrenzen hinaus, und holt sich einige hochkar&#228;tige IDM Acts ins Boot: Mit Tracks von Yasume (im sensationellen Remix von Deru), Seven Ark, Funckarma, Crunch und einigen unbekannteren K&#252;nstlern ist <em>Colonized 01</em> eine erstklassige Zusammenstellung von crunchy IDM Beats.</p>
<p><strong>Agoria - At The Controls (Resist)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/agoria.jpg" class="alignright" alt="" /> Es gab einige hochkar&#228;tige Mix CDs in diesem Jahr, aber kaum eine hat auch nur ann&#228;hernd eine Tracklist wie die von Agorias <em>At The Controls</em> anzubieten. Wer auf einer Doppel CD Minimal Techno auf Folk folgen l&#228;sst, Deephouse auf Indie, und es auch noch schafft bei der ganzen Sache einen schl&#252;ssigen Mix und eine zusammenh&#228;ngende Stimmung zu erhalten, der hat diesen Platz einfach verdient. Ein Mix mit Ecken und Kanten und einigen &#220;berraschungen. </p>
<p><strong>Soundboy Punishments (Skull Disco)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/soundboy.jpg" class="alignright" alt="" /> Ja, es ist die Platte mit dem 18-Minuten Monster Remix von Villalobos. Aber nicht nur deswegen ist <em>Soundboy Punishments</em> ein Gewinner: Die Doppel CD mit gr&#246;&#223;tenteils Tracks von Skull Disco Masterminds Shackleton und Appleblim zeigt eine Richtung, in die Dubstep gehen kann: Ausgefeilte Percussion mit orientalischem Touch, gepaart mit tiefen B&#228;ssen und viel Zeit zum Atmen - ein Sound, der dieses Jahr fast konkurrenzlos war. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/die-apocalypse-ist-dashackleton-vs-villalobos/">Review</a>]</p>
<h2><strong>Top 20 Singles 2007</strong></h2>
<p><strong>Substance &#038; Vainqueur - Remixes Chapter 1 (Scion Versions)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/substance.jpg" class="alignleft" alt="" /> <em>Emerge</em> ist ja ein unumstrittener Klassiker des Dubtechno, aber die Remixe der British Murder Boys (Surgeon + Karl O&#8217;Connor) stehen dem in nichts nach: Ein kompromissloser Dancefloorschieber aus der Zeit als Techno noch in verlassenen Warehouses stattfand. Harte Drums und Basic Channel Stabs&#8230;Killer!</p>
<p><strong>Samim - Heater (Get Physical)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/samim.jpg" class="alignleft" alt="" />  Der Sommerhit schlechthin. Keine Party ohne die Akkordeonkl&#228;nge von Samims humorvollem Meisterwerk. Durchgeknallt, &#252;berdreht, aber genau dadurch die richtige Antwort auf all die trostlosen Minimaltracks, denn wo <em>Heater</em> l&#228;uft geht die Sonne auf. </p>
<p><strong>Lopazz - 2 Fast 4 U (Get Physical)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/lopazz.jpg" class="alignleft" alt="" /> <em>2 Fast 4 U</em> ist Lopazz Antwort auf Elektropop. Egal ob das retrohousige Original oder der latin-angehauchte Guillaume Remix, der Song trifft einfach ins Schwarze und macht gute Laune. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/lopazz-2-fast-4-u-get-physical-077/">Review</a>] </p>
<p><strong>Tolga Fidan - Venice/Tanbulistan (Vakant)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/tolgafidan.jpg" class="alignleft" alt="" />  Duch Sven V&#228;ths <em>Sound of the Eighth Season</em> nochmal angeheizt, zeigt sich Tolga Fidans brilliant d&#252;sterer Minimal Doppelschlag, der sich mit orientalischer Percussion weit &#252;ber die 10 Minuten Grenze dreht und windet, noch einmal von seiner besten Seite. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/tolga-fidan-venicetanbulistan-vakant-014/">Review</a>]</p>
<p><strong>Minilogue - Elephant&#8217;s Parade (Wagon Repair)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/minilogue.jpg" class="alignleft" alt="" /> Minilogue haben ein sehr gutes Jahr mit dieser Platte auf Wagon Repair begonnen. Auf der A-Seite ein Groove Monster, auf der B-Seite einen waschechten Dubtechnotrack - die Schweden wissen einfach wie man es richtig macht. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/minilogue-elephants-parade/">Review</a>]</p>
<p><strong>Wighnomy Brothers - Guppipeitsche (Freude am Tanzen)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/wighnomy.jpg" class="alignleft" alt="" />  Die Wighnomy Brothers mal nicht mit perfidem Klickertechno, sondern jazzig groovend mit zwei Tracks, auf denen Piano und Jazzdrums regieren. Auch nach unz&#228;hligen H&#246;rdurchg&#228;ngen immer noch erfrischend anders und eine der sch&#246;nsten Platten des Jahres [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/wighnomy-brothers-guppipeitsche-fat-033/">Review</a>]</p>
<p><strong>Rework - Love Love Love Yeah (Playhouse)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/rework.jpg" class="alignleft" alt="" /> Rework haben sich vielleicht vom Techno abgewendet, aber <em>Love Love Love Yeah</em> war noch einmal einer dieser Knaller, denen man sich nicht entrei&#223;en kann. Ein Track, der so offensichtlich in die Electroclash Bresche schl&#228;gt, und es trotzdem schafft nicht angestaubt, sondern eher erfrischend anders r&#252;berzukommen. Rework kokettieren mit Rockattit&#252;de, und zeigen den Minimalisten den Stinkefinger.[<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/rework-love-love-love-yeah-album/">Review</a>]</p>
<p><strong>Paul Frick - Do Something (Kalkpets)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/paulfrick.jpg" class="alignleft" alt="" />  Vier Tracks, die gleicherma&#223;en jazzig verspielt als auch housig groovend im 4/4 Takt sind. Befreiende Pianoloops, Slap-Bass, gelungene Vocalsamples - die Mischung geht auf, ist erfrischend und hat Substanz. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/paul-frick-do-something-ep-kalkpets-012/">Review</a>]</p>
<p><strong>2raumwohnung - Mir Kann Nichts Passieren (EMI)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/2raumwohnung.jpg" class="alignleft" alt="" /> Auch wer mit 2raumwohnung nichts anfangen kann wird diese EP m&#246;glicherweise lieben. Denn egal ob es der hypnotisch treibende Remix von Radical Majik ist, der l&#228;ssig bouncende von Phonique oder die tolle Elektropop Reinkarnation von Jonas Bering - hier gibt es keine Filler. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/2raumwohnung-mir-kann-nichts-passieren/">Review</a>]</p>
<p><strong>Move D - Ac1d (Modern Love)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/moved.jpg" class="alignleft" alt="" />  Move D gr&#228;bt zwei Tracks aus seinen Archiven aus, die auf Modern Love genau am richtigen Platz sind. <em>AC1D</em> ist ein quirliger Track gepaart mit klassischen Basic Channel Stabs. <em>Sheffield Dance</em> klingt zu Beginn noch wie ein vergessener Remix von Sweet Exorcists Testone mit metallener 808 Drum Sektion und diese typischen Yorkshire Bleeps, die Anfang der 90er ein ganzes Genre ins Leben gerufen haben. Tolle Platte, toller Retrosound. [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/move-d-ac1d-modern-love-028/">Review</a>]</p>
<p><strong>Anja Schneider - Loop de Mer (Mobilee)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/anjaschneider.jpg" class="alignleft" alt="" /> <em>Loop de Mer</em> hat nicht ganz den Einschlag von letztj&#228;hrigem <em>Lily of the Valley</em>, aber auch diese zwei Track pr&#228;sentieren den ganz eigenen Sound von Anja Schneider, der hier unerwartet trippy r&#252;berkommt mit dem psychedelischen Schieber des Titeltracks und dem perkussiveren <em>Belize</em>.</p>
<p><strong>Aril Brikha - Winter (Kompakt)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/arilbrikha-ep.jpg" class="alignleft" alt="" />  Mit <em>Winter</em> fing der Erfolg f&#252;r Aril Brikha an. Ein wunderbar euphorischer Track, der gar nicht erst versucht den Trance-Einschlag zu verstecken, aber vielleicht genau dadurch so erfrischend ist. Auf der B-Seite dann mit <em>Berghain</em> noch eine Ode an Berlins Vorzeigeclub - ein wunderbares St&#252;ck f&#252;r die morgendlichen Stunden, wenn sich die Sonne in der Spree spiegelt.</p>
<p><strong>Radical Majik - Dub Rider (Klang)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/radicalmajik.jpg" class="alignleft" alt="" /> Klang Elektronik hatte einige gute Platten in diesem Jahr, aber keine kam an die hypnotische 12-Minuten Reise von Radical Majik heran. Ein Track mit unz&#228;hligen Breaks, der immer wieder fahrt auf nimmt, sich immer wieder verschiebt, dreht und windet. Die straightere B-Seite kann hier nur als Gegenpol wirken.</p>
<p><strong>Friendly People - Music Is Improper (+ Remixes) (Apnea)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/friendlypeople.jpg" class="alignleft" alt="" />  Alex Unders macht als Friendly People genau dass was er am besten kann: Minimalistisch treibende Technotracks, die hier mit diesem einpr&#228;gsamen &#8220;Music Is Improper&#8221; Vocalsample ausstaffiert werden, die sich auch durch den groovenden Remix von Damian Schwartz und das hypnotische Martin Buttrich Rework durchziehen.</p>
<p><strong>Bj&#246;rn Wilke - What If/Snuggles (Session Deluxe)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/wilke.jpg" class="alignleft" alt="" /> Bj&#246;rn Wilke ist sicherlich kein bekannter Name, aber wenn noch mehr Tracks wie <em>What if</em> folgen, dann hat er einen Platz bei unseren Favoriten sicher. Wunderbar lockerer Track mit zahlreichen Bleeps und Bops und ansteckender Tanzbarkeit.</p>
<p><strong>Kollektiv Turmstra&#223;e - Tristesse (Connaisseur)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/kollektiv.jpg" class="alignleft" alt="" />  Das Kollektiv aus der Turmstra&#223;e hatte gleich mehrere gute 12&#8243;s, doch <em>Tristesse</em> war vielleicht die beste. Ein elegant bouncender Track, der mit einer geh&#246;rigen Portion Melancholie gespickt ist&#8230;und dann am Ende diese Streicher&#8230;</p>
<p><strong>Ada - Fizzmann (Areal)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/ada.jpg" class="alignleft" alt="" /> Fast w&#228;re Ada vom Bildschirm verschwunden, aber durch eine bezaubernde Performance mit den Cereal Killers auf dem Melt!, dem tollen Remix f&#252;r Tracey Thorn und eben dieser 12&#8243; hat sie es am Ende doch noch in unsere Bestenliste geschafft&#8230;war ja klar, oder? :)  [<a href="http://www.thelastbeat.com/archives/ada-fizzmann-areal-045/">Review</a>]</p>
<p><strong>Àgnes - Dub Vaults (Perspektiv)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/agnes.jpg" class="alignleft" alt="" />  <em>Hi-Murda</em> ist einer der deepsten, d&#252;stersten und sattesten Technotracks des Jahres, der irgendwie von hinten links angerollt kommt, und sich dann v&#246;llig in den Geh&#246;rgang einbrennt. Auch die anderen Produktionen des umtriebigen Schweizers k&#246;nnen sich h&#246;ren lassen, daher ist dieser Platz gerechtfertigt.</p>
<p><strong>Len Faki - Delta (+ Remixes) (Ostgut Ton)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/lenfaki.jpg" class="alignleft" alt="" /> Len Faki hatte ja auch ein erstaunlich gutes Jahr, da ist es schwer das beste Release herauszupicken. Die beiden Deltas haben es jedenfalls in sich, und auch die Remixe von Adam Beyer und J. Sydenham , die weite Fl&#228;chen mit tighten Technobeats verbinden, k&#246;nnen jedes Set versch&#246;nern. </p>
<p><strong>Radio Slave - Bell Clap Dance (Rekids)</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/radioslave.jpg" class="alignleft" alt="" />   Noch jemand der 2007 in aller Munde und Ohren war: Radio Slave hat nicht nur mit einer handvoll hochkar&#228;tiger Remixe auf sich aufmerksam gemacht, sondern mit <em>Bell Clap Dance</em> auch noch einen kleinen Hit gelandet, der im Remix von Sebo K. nochmal sch&#246;ner ist. More Cowbell please! </p>
<h2><strong>Top 5 Labels 2007</strong></h2>
<p><strong>Get Physical</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/getphysical.jpg" class="alignleft" alt="" /> Nicht nur wegen einem kleinen Song namens <em>Heater</em> hat <a href="http://physical-music.com/">Get Physical</a> ein tolles Jubil&#228;umsjahr 2007 erwischt: &#220;berzeugende Artist Alben von Samim und Lopazz, eine Doppel Compilation passend zum f&#252;nften Geburtstag, und mit der <em>Body Language</em> Reihe hat man eine Mix-Serie etabliert, die in diesem jahr mit Jesse Rose und Chateau Flight gleich zweimal in Schwarze getroffen hat. Und auch die Singles von Elektrochemie, Jona und Paul Ritch haben den Weg in so manche Plattenkisten renommierter DJs gefunden - Gl&#252;ckwunsch!</p>
<p><strong>Modern Love</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/modernlove.jpg" class="alignleft" alt="" /> Achja, <a href="http://www.modern-love.co.uk/">Modern Love</a>. Kaum ein label hat so einen konstant hohes Niveau wie die Herren aus Manchester. Auch 2007 stand wieder im Zeichen des Dub: DeepChords <em>Echospace</em> Reihe taucht in einigen Bestenlisten auf, Andy Stott festigt seine Position als Ausnahmeproducer, Pendle Coven sorgt f&#252;r die h&#228;rteren Beats, und auch Move D findet hier einen Platz um einige &#228;ltere Tracks neu auflegen zu lassen, die nebenbei noch zu den besten des Jahres &#252;berhaupt geh&#246;ren. Wir verneigen uns. </p>
<p><strong>Planet Mu</strong></p>
<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2007/bestof/planetmu.jpg" class="alignleft" alt="" /> Was w&#228;re Dubstep inzwischen ohne <a href="http://www.planet-mu.com/">Planet Mu</a>? Boxcutter, Distance, Milanese, Vex&#8217;d und MRK1 sind nur die Speerspitzen auf einem Label, dessen Output trotz der Masse stets qualitativ hoch blieb. Dazu gesellten sich Alben von Gr&#252;nder µ-Ziq und ein &#252;berraschendes Dubstep Album vom alten Techno Haudegen Neil Landstrumm. Doch auch die IDM Seite, mit der das Label bekannt wurde, blieb nicht zu kurz mit Alben von Venetian Snares und The Gasman. Und als Bonus gab es auch noch die l&#228;ngst &#252;be