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	<title>TheLastBeat &#187; Positionen</title>
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		<title>Liebe DJs: Weniger ist mehr</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 20:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p> Hotflush-Labelchef und Dubstep-Querdenker <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/feature-scubahotflush-records/">Scuba</a> hat einen <em>DJ Kicks</em>-Mix gemacht. Eigentlich ein Grund zur Freude, oder nicht? Nun, nicht ganz. Denn sein Beitrag hat meines Erachtens nach das gleiche Problem, das viele aktuelle DJ Mixe haben: Zu viele Tracks, zu wenig Flow. <a href="http://www.dj-kicks.com/scuba-dj-kicks/">32 Tracks</a> sind es im Fall von Scuba. Das macht einen Schnitt von 2:20 Minuten. Ein Blick auf &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.thelastbeat.com/img/2011/10/K7291CD_cover.jpg" alt="" title="K7291CD_cover" width="200" height="200" class="alignleft size-full wp-image-5793" /> Hotflush-Labelchef und Dubstep-Querdenker <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/feature-scubahotflush-records/">Scuba</a> hat einen <em>DJ Kicks</em>-Mix gemacht. Eigentlich ein Grund zur Freude, oder nicht? Nun, nicht ganz. Denn sein Beitrag hat meines Erachtens nach das gleiche Problem, das viele aktuelle DJ Mixe haben: Zu viele Tracks, zu wenig Flow. <a href="http://www.dj-kicks.com/scuba-dj-kicks/">32 Tracks</a> sind es im Fall von Scuba. Das macht einen Schnitt von 2:20 Minuten. Ein Blick auf einige der letzten Ausgaben der <em>DJ-Kicks</em> und <em>Fabric</em> Mixserien scheint den Trend zu bestätigen: Ob es nun Instra:mental (31 Tracks/73 Minuten) ist,  Four Tet (27/75) oder Pearson Sound (30/70) &#8211; sie alle sind zwar musikalisch ausgezeichnet, aber sie leiden letztlich unter ihrem eigenen Gewicht. Und nicht nur bei vermeintlich &#8220;professionellen&#8221; Mixen fällt es mir zunehmend auf, auch auf Soundcloud finden sich immer häufiger Aufnahmen, die mit einer vollgepackten Tracklist aufwarten &#8211; und am Ende genau daran scheitern.</p>
<p>Nun gab es Mix-CDs mit vollgepackten Tracklists vermutlich schon immer. Aber vielleicht gibt es ja Gründe, wieso dieses &#8220;Phänomen&#8221; gefühlt immer häufiger auftritt. Zwei Erklärungen fallen mir spontan ein. Die erste lautet: Digital macht&#8217;s möglich. Denn während es zu Vinylzeiten™ tatsächlich noch halbwegs eine Kunst war, alle zwei Minuten die Platte zu wechseln und fehlerfrei ineinander zu mischen, ist es im Jahr 2011 nicht wirklich schwer, zwei oder auch drei Tracks gleichzeitig zu spielen &#8211; Ableton und Traktor sei Dank. Das ist auch nicht weiter schlimm, aber da inzwischen wohl die Mehrheit der Mix-CDs akribisch am Computer zusammengestellt wird, ist man eher geneigt, noch den einen oder anderen Track zusätzlich einzubauen. </p>
<p>Eine zweite Erklärung wäre, dass Mixe immer häufiger als Werk- oder Labelschau missverstanden werden und dementsprechend vollgepackt werden. Nicht verwunderlich, dass auch auf Scubas Mix eine Menge Tracks von seinem eigenen Label zu finden sind. Auch das ist an sich nicht verwerflich, nur frage ich mich, ob das wirklich der Sinn einer Mix-CD ist: Soll ein Mix nicht gerade auch die Vielseitigkeit des DJs zeigen, Überraschungen bieten und bewusst mit den Erwartungen der Hörer spielen? Es gibt auch <a href="http://www.discogs.com/Various-ORNAMENTS-SYMPHONY-Mixed-By-youANDme/release/2034232">gute Labelmixe</a>, keine Frage, aber zumindest in einem <em>DJ-Kicks</em>-Mix möchte ich nicht von vornerein die Tracklist tippen können.</p>
<p>Was in beiden Fällen gerne vergessen wird, und das wo doch alle davon faseln, wie wichtig die Auswahl in diesen unseren digitalen Zeiten doch ist: Auch die beste Tracklist und das perfekteste Beatmatching bringen nichts, wenn die Tracks sich nicht entfalten können. Es wird den einzelnen Stücken nicht gerecht, wenn man sie nur zu einem Viertel spielt. Denn Masse relativiert &#8211; immer.</p>
<p>Vielleicht bin ich aber auch einfach zu blauäugig in dieser Hinsicht. Aber ich mag Mixe, die mich auf eine Reise schicken, die sich subtil weiterentwickeln, bei denen sich die einzelnen Tracks langsam verweben. Ich mag keine Mixe, die alle vier Minuten zwischen Break und Build-Up wechseln und mir alle zwei Minuten eine andere Melodie, ein neues Synth, ein anderes Vocal (ganz schlimm!) in den Gehörgang drücken. Ich mag das nicht im Club und ich mag es nicht zuhause.</p>
<p>Dass es auch besser geht, steht ja außer Frage: Lawrences großartiger <em><a href="http://www.phonicarecords.com/product/view/100742">Timeless</a></em> Mix auf Cocoon beispielsweise, mit soliden 17 Tracks in 73 Minuten. Oder Dixons <em><a href="http://www.phonicarecords.com/product/view/101011">Live at Robert Johnson</a></em>, der sogar nur 14 Stücke braucht, um sich von Ambient nach House zu grooven. Mehr als 18-20 Tracks braucht ein guter 70-Minuten Mix nicht. Merkt&#8217;s euch, liebe DJs.</p>
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		<title>Die Groove ist online!</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Sep 2011 19:01:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p></p>
<p>Ok, online war die <a href="http://www.groove.de">Groove</a> genaugenommen auch schon vorher, aber Flashfonic hat meine erste Reaktion zur Neugestaltung der Website ganz gut <a href="http://twitter.com/#!/flashfonic/status/118625284630122497">zusammengefasst</a>: &#8220;Die Hölle friert zu, das Groove Magazin hat seinen Internetauftritt überarbeitet!&#8221; Wieso ein Magazin, dessen thematische Ausrichtung und Zielgruppe man ja durchaus als &#8220;netzaffin&#8221; bezeichnen darf, bis zum Jahr 2011 gebraucht hat, um mal von einer nichtssagenden &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.thelastbeat.com/img/2011/09/musikzimmer-holland-595x263.jpg" alt="" title="musikzimmer-holland" width="595" height="263" class="aligncenter size-large wp-image-5665" /></p>
<p>Ok, online war die <a href="http://www.groove.de">Groove</a> genaugenommen auch schon vorher, aber Flashfonic hat meine erste Reaktion zur Neugestaltung der Website ganz gut <a href="http://twitter.com/#!/flashfonic/status/118625284630122497">zusammengefasst</a>: &#8220;Die Hölle friert zu, das Groove Magazin hat seinen Internetauftritt überarbeitet!&#8221; Wieso ein Magazin, dessen thematische Ausrichtung und Zielgruppe man ja durchaus als &#8220;netzaffin&#8221; bezeichnen darf, bis zum Jahr 2011 gebraucht hat, um mal von einer nichtssagenden Web 0.5 Homepage auf ein halbwegs ansehnliches Layout mit regelmäßigen Updates und Online-Archiv umzustellen, sei mal dahingestellt. Groove.de läuft jetzt jedenfalls auf WordPress und das erste Feature, das es online gibt, ist ausgerechnet eine Folge der beliebten &#8220;<a href="http://www.groove.de/2011/09/25/musikzimmer-bei-djs-in-holland-zuhause/">Musikzimmer</a>&#8220;, dessen allererste Ausgaben ich auch mal <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/dj-wohnzimmer/">hier präsentiert hatte</a> &#8211; weil es sie eben bei der Groove selbst nicht gab. Also denn: Willkommen im Internet, Groove!</p>
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		<title>Creative License: Sampling ist am Ende?</title>
		<link>http://www.thelastbeat.com/archives/creative-license-sampling-ist-am-ende/</link>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 19:55:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.thelastbeat.com/img/2011/07/creativelicensecover.jpg"></a> In ihrem Buch <em><a href="http://www.boingboing.net/2011/07/08/creative-license-how.html">Creative License: The Law and Culture of Digital Sampling</a></em> beschäftigen sich die beiden Autoren Kembrew McLeod und Peter DiCola mit dem Phänomen des Samplings und gehen der Frage nach, inwiefern wirtschaftliche und kulturelle Zusammenhänge die Geschichte des Samplings beeinflusst haben. Dazu befragten sie Akteure aus unterschiedlichsten Bereichen &#8211; Musiker, Labelmacher, Anwälte und Ökonomen. Sie kommen letztlich zu &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thelastbeat.com/img/2011/07/creativelicensecover.jpg"><img src="http://www.thelastbeat.com/img/2011/07/creativelicensecover-216x300.jpg" alt="" title="creativelicensecover" width="216" height="300" class="alignleft size-medium wp-image-5382" /></a> </a>In ihrem Buch <em><a href="http://www.boingboing.net/2011/07/08/creative-license-how.html">Creative License: The Law and Culture of Digital Sampling</a></em> beschäftigen sich die beiden Autoren Kembrew McLeod und Peter DiCola mit dem Phänomen des Samplings und gehen der Frage nach, inwiefern wirtschaftliche und kulturelle Zusammenhänge die Geschichte des Samplings beeinflusst haben. Dazu befragten sie Akteure aus unterschiedlichsten Bereichen &#8211; Musiker, Labelmacher, Anwälte und Ökonomen. Sie kommen letztlich zu dem Schluss, dass die heutige Musikindustrie sich in einem &#8220;deadlock&#8221; (Stillstand, Blockade) des Samplings befindet, ganz einfach weil die Lizenzkosten für zweitverwendete Werke mittlerweile um ein vielfaches höher sind als die Erträge aus den tatsächlichen Albumverkäufen. </p>
<p>Um ihr Argument zu demonstrieren, haben sie sich eines der vielleicht bekanntesten &#8211; und erfolgreichsten &#8211; Alben geschnappt, das größtenteils auf den Werken anderer Künstler basiert: <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Paul%27s_Boutique">Paul&#8217;s Boutique</a></em> von den Beastie Boys (alle Samples findet man <a href="http://www.beastieboysannotated.com/paul.htm">hier</a>) &#8211; aufgenommen 1988, als es noch keine Richtlinien zur Nutzung von Samples gab. Würde man heute als Plattenfirma sämtliche Rechte an den benutzten Samples erwerben, würde man bei einer Verkaufzahl von 2,5 Millionen Platten einen Verlust von stolzen 19,8 Millionen US-Dollar machen. Ich kann das nicht überprüfen, aber ich glaube, am grundsätzlichen Problem ändert das nichts. </p>
<p>Hier die komplette Rechnung aus dem Buch:</p>
<p><a href="http://www.thelastbeat.com/img/2011/07/McLeodCreativeLicense201-212.pdf-pages.jpg"><img src="http://www.thelastbeat.com/img/2011/07/McLeodCreativeLicense201-212.pdf-pages.jpg" alt="" title="McLeodCreativeLicense201-212.pdf-pages" width="600" height="779" class="aligncenter size-full wp-image-5384" /></a></p>
<p><code>[via <a href="http://twitter.com/#!/SubKid/">SubKids Twitter</a>]</code></p>
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		<title>OK Computer (Revisited)</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 01:12:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.thelastbeat.com/img/2011/06/okcomputer.jpg"></a></p>
<p>Ich hatte wohl Rückstand, in Sachen Frauen allemal, aber vor allem musikalisch. Es sei dem Alter geschuldet, dass ich Radioheads <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/OK_Computer">OK Computer</a></em> nicht schon 1998 gehört habe, sondern erst zwei, drei Jahre später. Aber als ich es gehört habe, hat sich eine Welt eröffnet, die ich bis dato kaum kannte: Nicht nur die Welt guter Musik, sondern vor allem jener &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thelastbeat.com/img/2011/06/okcomputer.jpg"><img src="http://www.thelastbeat.com/img/2011/06/okcomputer.jpg" alt="" title="okcomputer" width="576" height="364" class="aligncenter size-full wp-image-5221" /></a></p>
<p>Ich hatte wohl Rückstand, in Sachen Frauen allemal, aber vor allem musikalisch. Es sei dem Alter geschuldet, dass ich Radioheads <em><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/OK_Computer">OK Computer</a></em> nicht schon 1998 gehört habe, sondern erst zwei, drei Jahre später. Aber als ich es gehört habe, hat sich eine Welt eröffnet, die ich bis dato kaum kannte: Nicht nur die Welt guter Musik, sondern vor allem jener Musik, die mich emotional berührte. </p>
<p>Selten war mir dies mehr bewusst als in jener Nacht. Es war eine dieser Nächte, in denen alles geht. In denen &#8220;immer Musik da sein sollte&#8221;. <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Absolute_Giganten">Absolute Giganten</a></em>, auch diesen Film sollte ich erst später sehen. Und so saßen wir also da, M. und ich. Es war Sommer, das Jahr 2002, kurz nach dem Abitur. M. hatte seine, natürlich erste, Wohnung direkt am Waldrand, einem dieser dichten hessischen Laubwälder, in denen man regelmäßig mit seinen Sorgen hineinjoggte und sie dabei verlor &#8211; oder sich das wenigstens erhoffte. </p>
<p>Und da saßen wir, auf dem Balkon im Nirgendwo, den Blick ins Dunkle des Waldes. Und wir haben getrunken, Weißwein, vor allem, das war M.&#8217;s Entscheidung. Aber auch Whiskey, das war meine, und nicht den guten, nein, wieso auch, sondern den günstigen Bourbon aus dem Supermarkt. Mit Cola, natürlich. Und dazu sang Thom Yorke aus den Sony-Boxen: <em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=iMqXj-eVCjI">Today, we escape</a></em>. Zu dem Zeitpunkt wussten wir nicht, was wir überhaupt verlassen sollten, ebensowenig wie wir wussten, wohin wir gingen. Wir hatten gerade die mündliche Prüfung abgeschlossen, eine der ersten und überflüssigsten, die unseren weiteren Weg bestimmten sollten.</p>
<p>So unterhielten wir uns, über die Schule, die unsägliche. Und über Frauen, die damals noch Mädchen hießen, und noch scheu die Blicke erwiderten, die auf sie gerichtet waren. <em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=-Z_NvVMUcG8">A chemical reaction</a></em>. Was hieß das schon, die Weiber &#8211; die Doofen! Wir waren beide verliebt, natürlich unerwidert. Wir Beide, einer unterschiedlicher als der andere, aber doch verbunden durch unser Schicksal, so glaubten wir ohne zu wissen, was es bedeutet, und diese unsägliche Platte, die immer wieder lief. Und da saßen wir, und schauten uns an, und lachten und tranken. Auf uns, auf die Zukunft, von der wir beide wenig wussten und noch weniger erwarteten. Zumindest das konnten wir: Schwarzmalen, das hat bis heute Bestand. </p>
<p>Ich weiß nicht mehr, wie wir auf die Idee gekommen sind; wir wollten raus, und da stand es nunmal: Mein Auto. Nun gut. Ich bin zuerst gefahren, zu betrunken und zu schnell, viel zu schnell, an der Ampel vorbei, die um diese Uhrzeit nur auf Warnlicht stand; geradeaus, hinunter, rechts, ich wusste nicht wohin, ich kannte mich nicht aus, habe sie nur gesehen: Die Gärten, die spärlich beleuchteten Häuser, die an uns vorbeirauschten. <em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=2Lnltl3YoqQ">Such a pretty garden</a></em>.</p>
<p>Ich stoppte plötzlich, als meine Sicht endgültig verschwamm. Die <em>Karma Police</em> war in dieser Nacht offenbar auf meiner Seite. Als ich anhielt, fühlte ich, als würde hinter mir eine Benzinspur liegen, die angezündet wurde. Mein Herz pochte und M. schaute mich entgeistert vom Beifahrersitz aus an. Plötzlich brach er in Lachen aus. <em>This is what you get</em> tönte aus den schäbigen Ford-Boxen. Ich stieg aus und brüllte in das Dunkel der Nacht, aber es interessierte niemanden, da war niemand, niemand außer uns auf dieser scheiß Straße.</p>
<p><em><a href="http://vimeo.com/7364311">For a minute again, I lost myself</a></em> kratzte Thom Yorke. Als wüsste er alles. Und wir schauten uns an und waren wortlos einig: M. fuhr zurück, er war kaum nüchterner, tat aber immerhin so, und wir saßen wortlos im Auto, in dieser Kleinstadt, dieser hessischen, diesem Kaff, dem verdammten. Aber hey, dachten wir, wir haben es gefühlt, das gewisse Etwas, von dem die großen Musiker singen. Auf dem Rückweg lief <em>Lucky</em>: <em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=tejkhFyjoGE">Pull me out the airplane / it&#8217;s gonna be a glorious day</a></em>. Und am Horizont blinzelte gerade die Sonne hervor. Und wir wussten: <em>We were standing on the edge</em>.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich <em>OK Computer</em> zum ersten Mal seit knapp acht Jahren am Stück gehört. Es wird nie wieder so gut werden, aber es ist verdammt nah dran. Und das sollten großartige Alben immer sein. Und auch dieses Video lief damals, in der pre-YouTube-Zeit, hoch und runter. An guten Tagen sogar auf MTV. </p>
<div align="center"><iframe width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/RnfXvPBV1dA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></div>
<p><code>Bild von <a href="http://thefoxisblack.com/2007/10/05/radiohead-countdown-wallpaper-3-of-7-ok-computer/">hier</a> / Erinnerungslücken vorbehalten</code></p>
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		<title>Todesfall im u60311</title>
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		<pubDate>Tue, 03 May 2011 21:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.thelastbeat.com/img/2011/05/u60.jpg"></a></p>
<p>Eine traurige Geschichte, die leider sowohl an mir, wie auch an allen von mir verfolgten Blogs vorbeigegangen ist, hat sich in der Nacht vom Ostermontag im <a href="http://www.u60311.net/">u60311</a> in Frankfurt ereignet. Nach einem vermeintlich harmlosen Streit (einige Zeugen sagen, ein Flaschenwurf wäre der Auslöser gewesen, andere bestätigen dies nicht) kam es zwischen einem 31-jährigen britischen Besucher und drei Türstehern des Clubs &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.thelastbeat.com/img/2011/05/u60.jpg"><img src="http://www.thelastbeat.com/img/2011/05/u60.jpg" alt="" title="u60" width="552" height="368" class="aligncenter size-full wp-image-5019" /></a></p>
<p>Eine traurige Geschichte, die leider sowohl an mir, wie auch an allen von mir verfolgten Blogs vorbeigegangen ist, hat sich in der Nacht vom Ostermontag im <a href="http://www.u60311.net/">u60311</a> in Frankfurt ereignet. Nach einem vermeintlich harmlosen Streit (einige Zeugen sagen, ein Flaschenwurf wäre der Auslöser gewesen, andere bestätigen dies nicht) kam es zwischen einem 31-jährigen britischen Besucher und drei Türstehern des Clubs <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,759323,00.html">zu einer Prügelei</a>. Der Mann wurde dabei zusammengeschlagen und vor die Tür &#8220;befördert&#8221; &#8211; zwei Tage später ist er gestorben. Wie die meisten Medien berichten, benutzte ein Türsteher dabei offenbar Handschuhe, die mit Quarzsand gefüllt waren. Der Brite wurde daraufhin von seiner Freundin ins Krankenhaus gebracht.</p>
<p>Spiegel Online <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,759323,00.html">zitiert</a> einen Sprecher des Ordnungsamt, der sagt, &#8220;dass es den Discothekenbetreibern freigestellt sei, eigenes Personal ohne behördliche Überprüfung zu beschäftigen&#8221;. Eine offizielle und teilweise konfuse <a href="http://stadtleben.de/darmstadt/news/2011/05/03/zusammenfassende-stellungnahme-des-u60311/">Stellungnahme der Clubbetreiber</a> behauptet dagegen, dass die Türsteher keine Angestellten des Clubs gewesen seien, aber &#8220;nach Angabe der Security Firma alle Türsteher den gesetzlich vorgeschriebenen 34A Schein&#8221; besäßen &#8211; was angesichts der vermeintlichen Tatsachen nicht viel aussagt. Auch macht es wenig Unterschied, ob sie nun direkt beim Club angestellt waren, oder bloß über eine Drittfirma.</p>
<p>Inzwischen haben die Clubbetreiber zudem noch ganz andere Probleme am Hals: Der Club wurde zwischenzeitlich komplett <a href="http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/Doc~EE54DD385A64541499BFEBA35A0CC939D~ATpl~Ecommon~Scontent.html">geschlossen</a>, nicht aber etwa wegen genannten Vorfalls, sondern aufgrund &#8220;hygienerechtlicher Verstöße&#8221; und Verstößen gegen das Jugendschutz- und Nichtrauchergesetz. Zumindest letzteres ist für die, die in den letzten Jahren einmal den Club besucht haben, jedenfalls keine große Überraschung: Nicht selten konnte man Sonntagnachmittags Personen aus dem Club fallen sehen, die allenfalls grenzwertig nach Volljährigkeit aussahen.</p>
<p>Ich persönlich finde diesen Vorfall schockierend, was nicht nur daran liegt, dass ich selbst auch im u60311 &#8220;groß&#8221; wurde &#8211; es war immerhin der erste richtige Club, den ich besucht habe. Auch in anderen Einrichtungen stelle ich mir oft die Frage, nach welchen Kritieren die Türsteher ausgewählt wurden (körperliche Masse statt Klasse?) und wie diese im Falle einer Eskalation wirklich reagieren. Die <a href="http://www.fnp.de/nnp/region/hessen/tod-in-disco-debatte-um-gewalttaetige-tuersteher_rmn01.c.8881812.de.html">Debatte</a>, die nun entsteht, ist denke ich daher nicht ganz unberechtigt. Ich hoffe jedenfalls, dass in diesem Fall ein gerechtes Urteil fällt, denn auch die schöne neue Clubwelt ist leider nie vor solchen Ereignissen sicher.</p>
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		<title>Pogo: Probleme mit Disney</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 21:55:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
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<p>Dass wir hier große Fans von <a href="http://www.pogomix.net">Pogo</a> sind, <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/alice-in-wonderland-pogo/">ist bekannt</a>. Erst Anfang des Jahres hat der Australier, der mit bürgerlichem Namen Nick Bertke heißt, ein tolles Mash-Up mit Elementen aus Pixars <em>Up</em> <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/pogo-upular/">zusammengebastelt</a>. Das Interessante an der Sache war zu diesem Zeitpunkt: Pixar, eine Tochtergesellschaft der Walt Disney Company, hatte den Remix offiziell abgesegnet und über seinen eigenen &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.thelastbeat.com/img/2010/11/wishery_pogo_remix_disney.jpg" alt="" title="wishery_pogo_remix_disney" width="500" height="280" class="aligncenter size-full wp-image-4294" /></p>
<p>Dass wir hier große Fans von <a href="http://www.pogomix.net">Pogo</a> sind, <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/alice-in-wonderland-pogo/">ist bekannt</a>. Erst Anfang des Jahres hat der Australier, der mit bürgerlichem Namen Nick Bertke heißt, ein tolles Mash-Up mit Elementen aus Pixars <em>Up</em> <a href="http://www.thelastbeat.com/archives/pogo-upular/">zusammengebastelt</a>. Das Interessante an der Sache war zu diesem Zeitpunkt: Pixar, eine Tochtergesellschaft der Walt Disney Company, hatte den Remix offiziell abgesegnet und über seinen eigenen YouTube Channel verbreitet &#8211; was Pogos Bekanntheitsgrad natürlich deutlich zugute kam. Die Kooperation war offenbar so erfolgreich, dass Pixar/Walt Disney sich entschieden hat, auch weiterhin mit Bertke zusammenzuarbeiten. Und so gab es in den folgenden Monaten noch diverse neue Pogo Tracks und Videos, die auf Disney-Filmen basierten. An dieser Stelle könnte man die Geschichte beenden und als Erfolg abheften: Eine großer Konzern findet die Arbeit eines jungen und enthusiastischen Remix-Künstlers toll, unterstützt ihn, und erntet dafür noch ein paar Pluspunkte und Hits auf YouTube und in der Blogosphäre.</p>
<p>Doch wie immer wenn ein großes Unternehmen auf einen kleinen Künstler trifft, wird schnell klar, wer die Zügel in der Hand hat. Schon zwischenzeitlich hatte Pogo etwas missmutig darauf <a href="http://www.pogomix.net/tackling-toy-story/">hingewiesen</a>, dass seine Videos zu <em>Toy Story</em> kurzfristig von Disney blockiert wurden, weil man nicht die Rechte für alle Inhalte sichern konnte. Da die Videos in der Regel aber auf den jeweiligen Filmen (in dem Fall Disney) basieren, aus denen auch die Sounds kommen, wundert man sich, ob Disney tatsächlich die Rechte an den eigenen Filmen nicht geltend machen konnte. Darüberhinaus verschwanden auch die &#8220;alten&#8221; Tracks von Pogos Website: Offenbar wollte Disney nicht, dass Pogo die Tracks anbietet, die nicht von ihnen offiziell abgesegnet wurden. Und das, obwohl es augenscheinlich genau die Songs waren, die überhaupt erst zur Kooperation geführt haben.</p>
<p>Nun wird es aber richtig bizarr: Wie Pogo jetzt auf seinem Blog <a href="http://www.pogomix.net/guess-whos-back-in-wonderland">schreibt</a>, untersagt Disney nun die Veröfffentlichung eines neuen Tracks, der auf den <em>Fluch der Karibik</em>-Filmen basiert &#8211; offenbar, ohne dafür genaue Gründe zu nennen. Nun muss man an dieser Stelle vorsichtig sein: Wenn Bertke einen Vertrag mit Disney hatte, und den Remix innerhalb dessen produziert hat, darf sich der Auftraggeber natürlich vorbehalten, das Material nicht zu veröffentlichen. Das ist nicht nett, muss man aber akzeptieren. Was freilich nichts daran ändert, dass es etwas seltsam ist, dass Disney die von ihnen selbst geforderten Sachen nicht freigibt und Bertke <em>auch noch verklagen möchte</em>, falls er die Videos von sich aus veröffentlicht. Bertke bloggt:</p>
<blockquote><p>Folks, I long to release my Pirates Of The Caribbean mix on YouTube. I think it&#8217;s one of my best mixes yet, and it&#8217;s agonizing to imagine it rotting away in some filing cabinet instead of taking its rightful place in my body of work. All I&#8217;ve been told is that the producers at Jerry Bruckheimer Films want nothing to do with it. Whether that means they&#8217;re displeased or they&#8217;re just waiting for the right time is impossible for me to say. The sad reality is, Swashbuckle was contracted work. I’d literally have to start saving the money that Disney would sue me before making the decision to upload it. But who knows? It might just come to that. My music is my mark in this world. If I have to pay to watch it entertain millions of people, then so be it. </p></blockquote>
<p>Sollte das alles den Fakten entsprechen, ist es ein klassisches Beispiel, wie ein großes Unternehmen eine zunächst vielversprechende Sache kolossal an die Wand fährt. Denn anstatt sich weiterhin an den Produktionen Pogos zu erfreuen, zieht man lieber wieder die Internet-Scheuklappen auf, und haut einmal mehr Remix-Kultur und damit auch die eigene Fangemeinde in die Pfanne. Glückwunsch, Disney!</p>
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		<title>Goodbye, Walkman!</title>
		<link>http://www.thelastbeat.com/archives/goodbye-walkman/</link>
		<comments>http://www.thelastbeat.com/archives/goodbye-walkman/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 20:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[sony]]></category>
		<category><![CDATA[tapes]]></category>
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		<description><![CDATA[<p> Die letzte Woche hielt schlechte Neuigkeiten parat für alle, die vor 1990 geboren sind. Nicht nur werden mit den Technics SL 1210 die wohl bekanntesten Plattenspieler aller Zeiten <a href="http://de-bug.de/musiktechnik/archives/3659.html">langsam eingestellt</a>, auch der altehrwürdige Walkman tritt nach 30 Jahren in den <a href="http://www.guardian.co.uk/music/musicblog/2010/oct/25/rip-walkman-30-years">Ruhestand</a>. Nun mögen manche sagen &#8220;Wie, den gab es noch zu kaufen?&#8221;, aber auch wen man seit Jahren &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.thelastbeat.com/img/2010/10/walkman-300x225.jpg" alt="walkmen" title="walkman" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-4102" /> Die letzte Woche hielt schlechte Neuigkeiten parat für alle, die vor 1990 geboren sind. Nicht nur werden mit den Technics SL 1210 die wohl bekanntesten Plattenspieler aller Zeiten <a href="http://de-bug.de/musiktechnik/archives/3659.html">langsam eingestellt</a>, auch der altehrwürdige Walkman tritt nach 30 Jahren in den <a href="http://www.guardian.co.uk/music/musicblog/2010/oct/25/rip-walkman-30-years">Ruhestand</a>. Nun mögen manche sagen &#8220;Wie, den gab es noch zu kaufen?&#8221;, aber auch wen man seit Jahren nur noch mit dem iPod unterwegs ist und seine Musik von Crapidshare &#8220;bezieht&#8221;, verbindet man ja doch irgendwie eine Erinnerung mit beiden Dingen. </p>
<p>Meine erste Erinnerung an den Walkman geht an einen Urlaub mit meinen Großeltern zurück, als mir der graue Platikklotz auf der Busfahrt (Hinfahrt, natürlich) den Geist aufgegeben hat, und ich meine <em>TKKG</em> und <em>Drei ???</em> Tapes nicht mehr hören konnte. Das Geschrei war entsprechend groß, doch einen Vorteil hatte die Sache: Noch während dem Urlaub gab es einen neuen Walkman, der sogar Regler für Bass und Treble auf der Oberseite hatte! Hightech damals in den späten 80ern. Ich glaube sogar, das Gerät noch irgendwo im Keller zu haben.</p>
<p>Mit dem Discman bin ich, ebenso wie mit CDs im allgemeinen, übrigens nie warm geworden. Wer wollte auch so ein unhandliches Ding, das in keine Jackentasche passte und bei jeder schnellen Bewegung hängte, überhaupt mit sich herumtragen? Der Discman war quasi das iPad der 80er und 90er &#8211; ein unbrauchbares Mode-Accessoire für stieselige Herdentriebler. Wer Stil hatte, machte seiner Liebsten ein Mixtape. Für den Walkman. In diesem Sinne: R.I.P! Und einen Besuch im virtuellen <a href="http://pocketcalculatorshow.com/walkman/">Walkman Museum</a> empfehle ich an dieser Stelle auch.</p>
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		<title>M.I.A.s &#8220;Born Free&#8221; &#8211; Splatterkino oder politisches Statement?</title>
		<link>http://www.thelastbeat.com/archives/m-i-a-s-born-free-splatterkino-oder-politisches-statement/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 10:58:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[mia]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
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		<description><![CDATA[<p> Das Video der britischen Sängerin <a href="http://miauk.com/">M.I.A.</a> zu ihrer neuen Single <em>Born Free</em> spaltet die Hörerschaft und hat dabei gleichzeitig eine interessante Diskussion eröffnet. Das von Romain Gavras produzierte Video, der auch schon ein ähnliches zu Justices <em>Stress</em> drehte, zeigt eine Spezialeinheit, die einen amerikanischen Häuserblock durchsucht, die Bewohner schikaniert und letztendlich rothaarige Frauen kidnappt und exekutiert &#8211; und das alles &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.thelastbeat.com/img/2010/05/MIA-5-for-Pickard-006.jpg" alt="" title="MIA-5-for-Pickard-006" width="460" height="276" class="aligncenter size-full wp-image-3513" /> Das Video der britischen Sängerin <a href="http://miauk.com/">M.I.A.</a> zu ihrer neuen Single <em>Born Free</em> spaltet die Hörerschaft und hat dabei gleichzeitig eine interessante Diskussion eröffnet. Das von Romain Gavras produzierte Video, der auch schon ein ähnliches zu Justices <em>Stress</em> drehte, zeigt eine Spezialeinheit, die einen amerikanischen Häuserblock durchsucht, die Bewohner schikaniert und letztendlich rothaarige Frauen kidnappt und exekutiert &#8211; und das alles unzensiert. Kein Wunder, dass YouTube das Video bereits mehrere Male gesperrt hat, und es vermutlich auch noch viele weitere Male tun wird, verstößt es doch gegen ziemlich alle Punkte der Etikette.</p>
<p>Die Diskussion unter den Zuschauern und Hörern dreht sich nun darum, ob es eine bewusst politische Reaktion ist, oder bloß sensationalistisches Splatterkino, um Aufmerksamkeit zu erregen. Der Guardian <a href="http://www.guardian.co.uk/music/2010/apr/28/mia-born-free">verweist</a> beispielsweise auf das gerade in Arizona beschlossene <a href="http://www.latimes.com/news/nationworld/nation/la-na-immigration-arizona-20100427,0,1589029.story">Gesetz</a>, das erlaubt, Pesonen die als illegale Immigranten  verdächtigt werden festzunehmen, was sich mit dem Inhalt des Videos deckt. Auch die <a href="http://latimesblogs.latimes.com/music_blog/2010/04/mia-makes-her-stance-utterly-clear-with-born-free-video-1.html">LA Times</a> sieht <em>Born Free</em> als bewusste Reaktion auf Missstände und Polizeigewalt in den USA.</p>
<p>Doch neben der scheinbar so offensichtlich politischen Absicht, bleibt es ein Video, das vor allem schockieren soll, und daher auch ein ganzes Arsenal entsprechender Bilder auf den Zuschauer abfeuert. Im Guardian <a href="http://www.guardian.co.uk/music/2010/apr/28/mia-born-free">heißt</a> es dazu:</p>
<blockquote><p>But then, from another point of view, this powerful message is diluted by the fact that Gavras, again, seems to pack random &#8220;shocking&#8221; images into the film, for no apparent reason other than to say &#8220;LOOK!  [...] Although, in fact, the idea of consensual obese sexual congress and class A drugs for senior citizens are considerably less offensive or shocking than shooting children in the head. So why are they in there? It&#8217;s not a part of the film that adds anything or contributes to the story, the message or the issues.</p></blockquote>
<p>Natürlich darf man nicht vergessen, dass auch bei einem politischen Musikvideo die Promotion des Künstlers eine wichtige Rolle spielt. Man sollte das Video daher nicht überbewerten, aber auch sicherlich nicht als sensationalistisch abstempeln. Denn gerade im Angesicht von Lady Gaga, Ke$ha, die mit Weichspüler-Pop das Internet überfluten, ist es erfrischend, dass sich jemand wie M.I.A. auch an einem ernsteren Diskurs beteiligt. Die Diskussion hat sie jedenfalls sicher.</p>
<div align="center"><object width="400" height="225"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=11219730&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=11219730&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=0&amp;color=&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="400" height="225"></embed></object>
<p><a href="http://vimeo.com/11219730">M.I.A, Born Free</a> from <a href="http://vimeo.com/user3148077">ROMAIN-GAVRAS</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
</div>
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		<title>EMI Ausverkauf</title>
		<link>http://www.thelastbeat.com/archives/emi-ausverkauf/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 13:01:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[emi]]></category>
		<category><![CDATA[majorlabel]]></category>
		<category><![CDATA[musikindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[sellout]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Tim Renner hat sich in seinem Blog auf motor.de Gedanken darüber <a href="http://www.motor.de/motorblog/tim.renner/tim_renner_emi_auf_rudis_resterampe.html?sc=dGVhc2VyX3N0YXJ0c2VpdGVfb2Jlbl8x">gemacht</a>, wieso die EMI denn nun vor dem großen Ausverkauf steht, und vor allem: wieso das überhaupt noch jemanden wundert. Dabei bringt er ziemlich gut auf den Punkt, denn die Probleme der Musikriesen fingen entgegen weitläufiger Meinungen nicht erst mit dem Siegeszug der mp3 an, sondern lassen sich &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.thelastbeat.com/img/2010/03/BDD_sellout_adam_bgjd-120x120.jpg" alt="sellout" title="BDD_sellout_adam_bgjd" width="120" height="120" class="alignleft size-thumbnail wp-image-3508" /> Tim Renner hat sich in seinem Blog auf motor.de Gedanken darüber <a href="http://www.motor.de/motorblog/tim.renner/tim_renner_emi_auf_rudis_resterampe.html?sc=dGVhc2VyX3N0YXJ0c2VpdGVfb2Jlbl8x">gemacht</a>, wieso die EMI denn nun vor dem großen Ausverkauf steht, und vor allem: wieso das überhaupt noch jemanden wundert. Dabei bringt er ziemlich gut auf den Punkt, denn die Probleme der Musikriesen fingen entgegen weitläufiger Meinungen nicht erst mit dem Siegeszug der mp3 an, sondern lassen sich schon viel früher datieren. </p>
<blockquote><p>Meiner Meinung nach begann der Untergang der Musikindustrie mit der CD. Das liegt nicht nur daran, dass die Langspielplatte, die sie ablösen sollte, so viel sinnlicher war als das kleine Stück Plastik/Aluminium Gemisch. Das eigentliche Problem der CD war ihre hohe Profitabilität. Die Herstellung einer CD kostet weniger als die von Vinyl, die Preise wurden bei der Einführung aber verdoppelt. Verkauft wurde Anfangs hauptsächlich Katalog, also Aufnahmen welche die Plattenfirmen schon lange bezahlt und verbucht hatten. In der Konsequenz schossen die Margen durch die Decke. Musikwirtschaft wurde ein hoch profitables Geschäft und zog deshalb statt Freaks und Fans Betriebswirte und Banker an.</p></blockquote>
<p><code>[via <a href="http://swen.antville.org/stories/1982403/">swen</a>]</code></p>
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		<title>be Berlin, be Berghain</title>
		<link>http://www.thelastbeat.com/archives/be-berlin-be-berghain/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 10:34:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[berghain]]></category>
		<category><![CDATA[berlin]]></category>
		<category><![CDATA[club]]></category>
		<category><![CDATA[feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[presse]]></category>
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		<description><![CDATA[<p></p>
<p>Nachdem also schon die BILD über die &#8220;<a href="http://www.bild.de/BILD/news/2009/08/16/berghain-berlin/villa-kunterbums.html">Villa Kunterbums</a>&#8221; berichtete, die FAZ es &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/RubDDDF614E9B1C49B682201320840984FF/Doc~E5FABF9F7E583484D8D8126E92FF64C29~ATpl~Ecommon~Scontent.html">fast wie Bayreuth</a>&#8221; nannte, die Süddeutsche (wenn auch kritisch) von der &#8220;<a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/617/466202/text/">Mitte der Welt</a>&#8221; sprach, und gleich noch den Gebäudeplan <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/28877">nachlieferte</a> für alle Druffis, die sich drinnen verlaufen, Tim Caspar Boehme in der <a href="http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/dunkles-warmes-rumpeln/">taz</a> ein Profil von Ben Klock mit der &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.thelastbeat.com/img/2010/02/100223_1656_berghain-300x225.jpg" alt="" title="100223_1656_berghain" width="300" height="225" class="aligncenter size-medium wp-image-3500" /></p>
<p>Nachdem also schon die BILD über die &#8220;<a href="http://www.bild.de/BILD/news/2009/08/16/berghain-berlin/villa-kunterbums.html">Villa Kunterbums</a>&#8221; berichtete, die FAZ es &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/RubDDDF614E9B1C49B682201320840984FF/Doc~E5FABF9F7E583484D8D8126E92FF64C29~ATpl~Ecommon~Scontent.html">fast wie Bayreuth</a>&#8221; nannte, die Süddeutsche (wenn auch kritisch) von der &#8220;<a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/617/466202/text/">Mitte der Welt</a>&#8221; sprach, und gleich noch den Gebäudeplan <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/28877">nachlieferte</a> für alle Druffis, die sich drinnen verlaufen, Tim Caspar Boehme in der <a href="http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/dunkles-warmes-rumpeln/">taz</a> ein Profil von Ben Klock mit der Historie des Clubs verbindet, und sein Kollege Tobias Rapp natürlich ein ganzes Kapitel seines <a href="http://www.amazon.de/Lost-Sound-Berlin-Techno-Easyjetset/dp/3518460447">Buchs</a> einer <a href="http://www.residentadvisor.net/feature.aspx?1117">Nacht vor Ort</a> widmete, hat es das <strong>Berghain</strong> inzwischen auch in die hiesige Frankfurter Rundschau <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/2347131_Oliver-Reese-ueber-einen-mythischen-Ort-be-Berlin-be-Berghain.html">geschafft</a>. Ein Auszug:</p>
<blockquote><p>Der erste Eindruck ist atemberaubend, überwältigend, unvergleichlich. Man wähnt sich eher in der Bronx als in der eigenen Hauptstadt, wie Herzog Blaubarts Burg, beleuchtet von David Lynch, liegt das ehemalige Heizkraftwerk auf einer Anhöhe im Nowhereland hinterm Ostbahnhof. Hat man es hinein geschafft, beginnt Phase 2 der Überwältigung. Der gigantische, absolut einmalige Ort ist durchgearbeitet bis ins letzte Detail. [...] Es ist laut, voll, eng, sehr körperlich. Aber Kommunikation ist gewünscht und findet statt, auf vielen Ebenen. Und, hej, das alles ist einfach schön, geschmackvoll, stilsicher. Die irgendwann schleichend einsetzende Ekstase der tanzenden Leiber, aufgefangen in der kristallinen Härte der Beats..</p></blockquote>
<p>Von Bayreuth in die Bronx, von Blaubarts Burg zur sakralen Pilgerstätte, in der sich die tanzenden Leiber aneinanderreiben wie früher die Jünger am Ölberg &#8211; schön, dass dem Feuilleton die Vergleiche nicht ausgehen. Dass Oliver Reese aber auch noch diesen unsäglichen Roman von Helene Hegemann erwähnen muss, geht wirklich zu weit. Wir wissen doch inzwischen alle, dass sie selbst vermutlich noch niemals dort war. </p>
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		<title>Paul van Dyk disst das Berghain</title>
		<link>http://www.thelastbeat.com/archives/paul-van-dyk-disst-das-berghain/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 09:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>rydm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[berghain]]></category>
		<category><![CDATA[club]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[Paul van Dyk]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p>
<p>Trancegott Paule beantwortet <a href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/biz/article1169295/Fehlt_uns_die_Love_Parade_Herr_van_Dyk.html">in der gestrigen Berliner Morgenpost</a> die &#8220;letzte Frage&#8221;. Dabei kommt er natürlich nicht darum herum, seine szenevisionären Gedanken zur Berliner Club-Institution zu äußern:</p>
<p>
<em>Was halten Sie vom angeblich besten Club der Welt, dem Berghain in Friedrichshain?</em></p>
<p>Paul van Dyk: Das ist im tatsächlichen Sinne ein Hype. Ich schwöre Ihnen, dass die meisten Leute, die bei diesen Umfragen &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2009/090914.jpg" alt="paul van dyk" class="centered" /></p>
<p>Trancegott Paule beantwortet <a href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/biz/article1169295/Fehlt_uns_die_Love_Parade_Herr_van_Dyk.html">in der gestrigen Berliner Morgenpost</a> die &#8220;letzte Frage&#8221;. Dabei kommt er natürlich nicht darum herum, seine szenevisionären Gedanken zur Berliner Club-Institution zu äußern:</p>
<blockquote><p>
<em>Was halten Sie vom angeblich besten Club der Welt, dem Berghain in Friedrichshain?</em></p>
<p>Paul van Dyk: Das ist im tatsächlichen Sinne ein Hype. Ich schwöre Ihnen, dass die meisten Leute, die bei diesen Umfragen abgestimmt haben, noch niemals im Berghain waren. Das Berghain ist global gesehen guter Durchschnitt.
</p></blockquote>
<p>Ganz in Globalplayermanier muss der Gute auch noch einen Schlagmichtot drauf setzen: <em>&#8220;[...] was das Level des Clubbings angeht, ist Berlin Ende der 90er-Jahre stehen geblieben. Die Szene ist leider nur mittelmäßig</em>.&#8221; </p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Musicjournalism RIP</title>
		<link>http://www.thelastbeat.com/archives/musicjournalism-rip/</link>
		<comments>http://www.thelastbeat.com/archives/musicjournalism-rip/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 Aug 2009 11:36:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Positionen]]></category>
		<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[meinung]]></category>
		<category><![CDATA[musikjournalismus]]></category>
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		<category><![CDATA[webzine]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p>
<p>Es ist ja eigentlich müßig, sich über Musikjournalismus, vielleicht einem der subjektivsten Zweige der journalistischen Berichterstattung auszulassen, aber gerade in den letzten Jahren hat sich auch in diesem Bereich, wie in allen anderen auch, eine Veränderung abgezeichnet. Blogs erlauben jedem mit einem halbwegs vorhandenem Verstand von Technik seine Meinung publik zu machen, und auch im Musikbereich scheint Print laut einiger &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2009/090802a.jpg" class="centered" alt="" /></p>
<p>Es ist ja eigentlich müßig, sich über Musikjournalismus, vielleicht einem der subjektivsten Zweige der journalistischen Berichterstattung auszulassen, aber gerade in den letzten Jahren hat sich auch in diesem Bereich, wie in allen anderen auch, eine Veränderung abgezeichnet. Blogs erlauben jedem mit einem halbwegs vorhandenem Verstand von Technik seine Meinung publik zu machen, und auch im Musikbereich scheint Print laut einiger <a href="http://www.slate.com/id/2223381/pagenum/all/">Aussagen</a> auf dem absteigenden Ast zu sein. Wer möchte und kann sich überhaupt noch durch diese Flut kämpfen, und vor allem: wie hat sich die Qualität der Inhalte dadurch verändert? </p>
<p>Drowned in Sound hat sich vor kurzem dem Thema angenommen, und in einer <a href="http://drownedinsound.com/users/MusicJournalismRIP/articles">Themenwoche</a> verschiedene Autoren zu Wort kommen lassen, die mit dem Thema Musikjournalismus zu tun haben. Darunter sind einige sehr ironische Artikel, wie z.B. die Anleitung zum <a href="http://drownedinsound.com/in_depth/4137390">Start eines Musikmagazins</a> von Everett True oder ein Blick auf die Unart, Platten mit Nummern zu <a href="http://drownedinsound.com/in_depth/4137391">bewerten</a>. Allerdings gibt es auch durchaus ernste und interessante Überlegungen. So <a href="http://drownedinsound.com/in_depth/4137407">berichtet</a> Ringo Stacey beispielsweise darüber, dass immer häufiger Plattenrezensionen ins 140-Zeichen Twitter-Format gepresst werden, und hinterfragt gleichermaßen, wie es dazu kommt, und ob man das wirklich als Tod von guter Berichterstattung werten kann (die Antwort ist nein). Linda Nineham beschäftigt sich dagegen mit der Frage, wer denn überhaupt im Zeitalter von Blogs als &#8220;Critic&#8221; gelten kann, und ob wir denn, zwischen last.fm, MySpace und Spotify überhaupt noch jemanden brauchen, der uns sagt, was gute Musik ist (die Antwort ist ja, gerade deswegen). Ein Zitat mag ich übrigens sehr, gerade im Hinblick auf die unzähligen Musikblogs, zu denen ja auch dieses hier zählt:</p>
<blockquote><p>One of the main issues with music criticism and the Internet lies in the fact that anyone can post a review online and call themselves a critic. If they could honestly label themselves that way, where is the art in being a critic? If anyone can write a review, what justifies the column inches and salaries earned by critics? It’s like letting a karaoke singer headline your local venue – they’re actually quite good when compared to the 10 other tone-deaf locals who’ve got on stage to howl through a song, but they’re no Beyonce. They’ve never practised their singing much, they have no technical ability and they haven’t found their own sound.</p></blockquote>
<p>Insgesamt eine sehr unterhaltsame <a href="http://drownedinsound.com/users/MusicJournalismRIP/articles">Sammlung</a> zum Thema, auch wenn man nicht alles zu sehr auf die Goldwaage legen sollte.</p>
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		<title>Das Berghain &#8211; fast wie Bayreuth</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 19:07:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
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<p>Nachdem die taz in diesem Jahr bereits einen <a href="http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/dunkles-warmes-rumpeln/">Artikel</a> über Ben Klock und damit auch zusammenhängend das Berghain hatte, hat nun auch die ehrwürdige FAZ ihre verantwortliche Musikredakteurin Julia Spinola an Ort und Stelle <a href="http://www.faz.net/s/RubDDDF614E9B1C49B682201320840984FF/Doc~E5FABF9F7E583484D8D8126E92FF64C29~ATpl~Ecommon~Scontent.html">geschickt</a>, um einmal eben über ihr Erlebnis zu berichten. Dass die FAZ dabei etwas hölzern wirkt, liegt nicht nur am Titel <em>Festspielhaus in ostdeutscher Brache</em>&#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2009/090728.jpg" alt="bayreuth" class="centered" /></p>
<p>Nachdem die taz in diesem Jahr bereits einen <a href="http://www.taz.de/1/leben/musik/artikel/1/dunkles-warmes-rumpeln/">Artikel</a> über Ben Klock und damit auch zusammenhängend das Berghain hatte, hat nun auch die ehrwürdige FAZ ihre verantwortliche Musikredakteurin Julia Spinola an Ort und Stelle <a href="http://www.faz.net/s/RubDDDF614E9B1C49B682201320840984FF/Doc~E5FABF9F7E583484D8D8126E92FF64C29~ATpl~Ecommon~Scontent.html">geschickt</a>, um einmal eben über ihr Erlebnis zu berichten. Dass die FAZ dabei etwas hölzern wirkt, liegt nicht nur am Titel <em>Festspielhaus in ostdeutscher Brache</em>, sondern vielleicht auch daran, dass Frau <a href="http://www.faz.net/s/RubD87FF48828064DAA974C2FF3CC5F6867/Doc~E2FF84AF1CB0940278B07D7C7DC06ADEB~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Spinola</a> normalerweise in den Opernhäusern der Republik unterwegs ist. Es sei ihr also verziehen, und vielleicht ist der Vergleich mit Bayreuth als mythische Kultstätte doch gar nicht mal so weit hergeholt. Ein Auszug:</p>
<blockquote><p>Das „Stück“, das Henrik Schwarz spielt, dauert anderthalb Stunden, also etwa so lang wie zum Beispiel Alban Bergs „Wozzeck“. Natürlich kann man es nicht nur hörend rezipieren: Die Form ist zu beliebig, eben nur gereiht. Aber dennoch stimmt es schon, dass sich am Ende, wie Schwarz sagt, „alles wieder irgendwie zu einem Ganzen schließt“. Das aber ist eine Erfahrung, die man tatsächlich nur machen kann, wenn man sich einlässt auf die speziellen Rezeptionsbedingungen der Clubmusik, die auf das synästhetische Gesamterleben von Bewegung, Raumempfinden, Körpergefühl, Imagination, Hören und Sehen abzielen. Also habe ich irgendwann angefangen zu tanzen.</p></blockquote>
<p><code>[<a href="http://machtdose.de/fast-wie-bayreuth.html">via</a>]</code></p>
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		<title>Berghain &#8211; Rave und Religion</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 12:22:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Auf der Seite der Jungle World gibt es einen <a href="http://jungle-world.com/artikel/2009/07/32668.html">Auszug</a> aus Tobias Rapps <a href="http://www.amazon.de/Lost-Sound-Berlin-Techno-Easyjetset/dp/3518460447/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1234786698&#038;sr=8-1">Buch</a> <em>Lost and Sound: Berlin, Techno und der Easyjetset</em>. Nachdem in einer der letzten De:Bug schon ein Auszug war, in dem es um die neue &#8220;Partymeile&#8221; bzw. Clubmeile in Berlin ging, geht es in diesem Auszug um den Techno-Tempel schlechthin: das Berghain.</p>
<p> Der Initiationsritus setzt sich &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Seite der Jungle World gibt es einen <a href="http://jungle-world.com/artikel/2009/07/32668.html">Auszug</a> aus Tobias Rapps <a href="http://www.amazon.de/Lost-Sound-Berlin-Techno-Easyjetset/dp/3518460447/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1234786698&#038;sr=8-1">Buch</a> <em>Lost and Sound: Berlin, Techno und der Easyjetset</em>. Nachdem in einer der letzten De:Bug schon ein Auszug war, in dem es um die neue &#8220;Partymeile&#8221; bzw. Clubmeile in Berlin ging, geht es in diesem Auszug um den Techno-Tempel schlechthin: das Berghain.</p>
<blockquote><p><img src="http://thelastbeat.com/img/2009/090216.jpg" class="alignright" alt="" /> Der Initiationsritus setzt sich mit dem sorgfältigen Drogencheck fort, den man im Kassenraum durchläuft: die rituelle Reinigung. Danach entrichtet man seinen Obolus, auch ein religiöser Akt. Um dann in der Garderobe zu landen, einem riesigen Raum, in dem einige Sofas stehen und der von einem riesigen Wandgemäl­de des polnischen Künstlers Piotr Nathan dominiert wird. Es heißt »Rituale des Verschwindens«. Die Lichtarchitektur unterstützt das Gefühl einer Initiation: Draußen ist es dunkel, im Kassenraum schummerig, in der Garderobe hell. Wenn man die letzte Schwelle überschritten hat und die große Halle betritt, aus der man es vorher schon wummern gehört hat, dann wird es auf einmal wieder dunkel. Man durchquert den Saal, geht die große Stahltreppe hinauf, und auch wenn man weiß, worauf man sich für die kommenden Stunden eingelassen hat: Es ist jedes Mal aufs Neue ein kurzer Schock, vor der Tanzfläche zu stehen und sich von der Musik anbrüllen zu lassen. Einige Sekunden lang, bis sich die Augen auf die Stroboskopblitze eingestellt haben, irrt man halbblind in der Gegend herum. Es hat etwas von einem Schlag ins Gesicht – man muss sich als einigermaßen Nüchterner ja nicht nur durch eine Masse von schwitzenden Körpern drängeln, die alle schon ein paar Stunden länger dabei sind. Die Schallwellen der Musik greifen einen ja ganz körperlich an.</p></blockquote>
<p># Zum kompletten <a href="http://jungle-world.com/artikel/2009/07/32668.html">Kapitel</a></p>
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		<title>The Beef is Over</title>
		<link>http://www.thelastbeat.com/archives/the-beef-is-over/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 15:20:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Eikman</dc:creator>
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		<category><![CDATA[battle]]></category>
		<category><![CDATA[hip-hop]]></category>
		<category><![CDATA[rap]]></category>

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		<description><![CDATA[<p> Was waren das noch für Zeiten™, als Beef in Hip Hop Kreisen noch kreative Früchte trug, und Battle Rap noch Niveau hatte, das über den Sprachgebrauch von pubertierenden 15-jährigen Hauptschülern hinausging. Man erinnere sich an LL Cool J gegen Kool Moe Dee Ende der 80er Jahre, oder an Ice Cube gegen seinen alten N.W.A. Kollegen Eazy-E Mitte der 90er, oder &#8230;</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://thelastbeat.com/img/2008/081231d.jpg" class="alignright" alt="beef" /> Was waren das noch für Zeiten™, als Beef in Hip Hop Kreisen noch kreative Früchte trug, und Battle Rap noch Niveau hatte, das über den Sprachgebrauch von pubertierenden 15-jährigen Hauptschülern hinausging. Man erinnere sich an LL Cool J gegen Kool Moe Dee Ende der 80er Jahre, oder an Ice Cube gegen seinen alten N.W.A. Kollegen Eazy-E Mitte der 90er, oder natürlich an den inzwischen legendären <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nas_vs._Jay-Z_feud">Battle</a> zwischen Jay-Z und Nas in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends. Das waren Battles, die ganze Alben inspirierten, die inzwischen als Klassiker gelten. Natürlich, es ging nicht immer alles nur lyrisch vonstatten, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/East_Coast-West_Coast_hip_hop_rivalry">manche</a> kostete der Beef das Leben. Tragisch und überflüssig, keine Frage, aber immerhin authentisch.</p>
<p>Inzwischen sind Hip Hop Battles zur Farce verkommen, wie sogar der Guardian jetzt <a href="http://www.guardian.co.uk/music/musicblog/2008/dec/29/internet-killed-rap-battle">festgestellt</a> hat. Dank dem Internet und YouTube ist der klassische, durchdachte und wohlformulierte Diss der öffentlichen Zurschaustellung von Profanitäten gewichen. Rapper battlen sich nicht mehr in Tracks, sondern in Videos, sind keine Lyriker mehr, sondern Schauspieler, es geht nicht mehr um den kreativen Austausch von Beats und Texten, sondern nur um die Views bei YouTube. Und das Schlimme ist, dass gerade junge Rapper darauf aus sind, sich genau damit einen Namen zu machen, wie Brian McManus von Philadelphia Weekly <a href="http://www.philadelphiaweekly.com/articles/17988/cover-story">zusammenfasst</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;I can make a YouTube video dissing everyone I know, and it would be fucking hilarious. But I can’t make a rap song anyone would want to hear. These kids were not raised to respect rap as art. They were raised with it as a means of commerce. They’ll do anything to exploit themselves to get the almighty dollar.<br />
[...]<br />
Essentially, the internet has turned rap battles into 2girls1cup. We&#8217;re all morbidly curious about what might go on behind the veil, but we&#8217;re none the better for having seen it.&#8221;</p></blockquote>
<p>Angesichts der tristen Realität ist es fast schon erfreulich, dass es in Deutschland nie eine wirkliche Battle-Kultur gegeben hat. Wenn sich ein Kool Savas mit einem Eko Fresh in den Haare hatte, wirkte das immer wie zwei Mädchen, die sich auf den Schulhof um die Barbie-Puppe zankten, und auch Sido und Azad hatten immer den Anschein, dass sie eher Backstage zusammen Panini-Bilder tauschen, während ihre &#8220;Bodyguards&#8221; sich gegenseitig für die Kameras auf die Mütze hauen, und später dann trotzdem alle bei Stefan Raab auf der Couch sitzen. An einen wirklich textlich und musikalisch ansprechenden Beef kann ich mich jedenfalls nicht erinnern.</p>
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