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thelastbeat.com. Sympathy for Disruption. Elektronische Musik, Netzkultur und Anti-Establishment, portioniert serviert im Blogformat, pikant gespickt mit ausgewählten Interviews, Features und Reviews, und abgeschmeckt mit einer Brise Netaudio, unkontrolliert gebraut seit 2005.
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WM: Tag 3

Da war es endlich soweit: Nach 32 Jahren wieder eine WM Eröffnung in Deutschland. Das Motto: ‘Nah dran’ sein. Auf der allgemeinen Euphoriewelle schweben. In Frankfurt war die Welle jedenfalls die letzten Tage fest in Hand der englischen Fans, die sich auf dem Römerberg und vor der alten Oper ihre Homebase eingerichtet haben, aber letztendlich doch überwiegend friedlich waren (vielleicht auch wegen starker Polizeipräsenz), und sich zumeist auf ihre Stärken konzentriert haben: Grölen, Bier trinken, und im versifften Main schwimmen.

Die zentrale Anlaufstelle für Fans aller Nationen in Frankfurt ist die MainArena, vor allem bei den Spielen am Abend, wenn man ein schönes Panorama im Hintergrund hat, und es war selbst am Freitag trotz meiner Bedenken nicht übermäßig voll, auch wenn es schwer ist einen Platz in erster Reihe zu ergattern, geschweige denn auf einer der Tribünen. Dafür lässt es sich auf den Bildschirmen an den zahlreichen internationalen Fressbuden ganz gut anschauen, auch wenn die Stimmung etwas ruhiger ist. Dafür kann man sich gleich verköstigen lassen (mein Favorit bis jetzt: Der portugiesische Stand mit diversen Fischspezialitäten).
Zu den Favoriten auf dem Platz lässt sich sagen: Ein verdienter 4:2 Sieg von Deutschland, aber mit den immer noch offensichtlichen Schwächen in der Defensive gespickt; ich bin gespannt wie das gegen vermeintlich stärkere Gegner zu kompensieren ist. Die Überraschung des Turniers: Trinidad & Tobago trotzen den Schweden ein unentschieden ab und Polen zeigt eine unterirdische Leistung gegen Ecuador. England erspielt sich derweil ein erschreckend langweiliges 1:0 gegen Paraguay, dafür liefern sich Argentinien und die Elfenbeinküste ein packendes und spannendes Spiel, mit dem besseren Ende für die Südamerikaner. Keine Überraschungen bei Holland gegen Serbien (1:0) und Mexiko gegen den Iran (3:1, nachdem die Iraner in der zweiten Hälfte eingebrochen sind).
Die Stadt wird nun abgegeben an die Fans von Südkorea und Togo, die am Dienstag hier gegeneinander spielen, auch wenn Togo sich inzwischen von seinem Trainer verabschiedet hat.

Und wer bis heute immer noch nicht weiß was die WM eigentlich ist, oder wer sich fragt warum im Fernsehen nichts anderes mehr läuft und Michael Ballack seit neustem auch für den offiziellen Klopapierlieferer der WM seinen Hintern herhält, oder weil er vielleicht einfach nur aus den USA kommt, dem sei ein Blick auf den Ignorant American’s Guide to the World Cup ans Herz gelegt. :)

# WM 2006 @ Flickr


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