Endlich ist es soweit, die Vorrunde ist vorüber, das eigentlich Turnier kann beginnen. Nachdem ich nach dem letzten Vorrundenspiel der deutschen Mannschaft noch nicht gänzlich von der Leistung überzeugt war, zeigte sie sich gegen Schweden im Achtelfinale eine überzeugende Leistung - aggressiv, zweikampfstark und vor allem mit großen Offensivdrang kontrollierten sie das Spiel von Anfang an. Zwei frühe Tore von Podolski in der 7. und 12. Minute und die gelb-rote Karte des Schweden Lucic - damit war die erste Halbzeit und eigentlich auch das Spiel besiegelt. Eine Offensive der Schweden in der zweiten Halbzeit wie gegen England blieb aus, und das nicht nicht weil die Schweden nicht wollten, sondern weil sie einfach nicht konnten mit einem Mann weniger auf dem Platz. Leider konnten auch die Deutschen ihre Überzahl nicht ausnutzen, woraufhin das Spiel in Hälfte zwei etwas verflachte, während Ballack krampfhaft versucht hat ein Tor aus der zweiten Reihe zu erzielen. Der Strafstoß für Schweden, den Larsson (kläglich) vergeben hat, schmälert die insgesamt überzeugende Leistung kaum. Vielleicht ist ja doch was dran, am Mythos der ‘Turniermannschaft’.
Der Gegner am Freitag im Viertelfinale heißt nun Argentinien, die sich erst nach Verlängerung in einem tollen Spiel gegen Mexiko mit 2:1 durchsetzen konnten. Wenn man das Spiel gesehen hat, dann weiß man dass auch diese Mannschaft im ‘vorgezogenen Finale’ mehr als schlagbar ist, es sei denn die Argentinier packen wieder so ein Traumtor wie das von Maxi Rodriguez aus. Mexiko war jedenfalls über weite Strecken ebenbürtig, wenn auch mit zu wenig Ideen in der Offensive.
Am Rande: Schiedsrichter Graham Poll, der beim Spiel zwischen Australien und Kroatien einen Spieler erst nach der dritten gelben Karte vom Platz geschickt hat, wird “unter normalen Umständen” wohl kein Spiel mehr bei dieser WM leiten, so berichtet Sport1.


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