Die Berichterstattung von CNN (und vermutlich auch allen anderen Sendern) über Hurricane Katrina gleicht einem Hollywoodstreifen - die gesamte ‘Show’ nennt sich Hurricane Headquarters, ein wild-gestikulierender Wettermann springt alle paar Minuten vor einem Satellitenbild herum, Aussenreporter mit Regenjacken klammern sich verzweifelt an ihr Mikrofon, während ihnen der Regen und Wind ins Gesicht peitscht, und hin und wieder gibt es ein kaum verständliches Telefoninterview mit Menschen, die sich entschieden haben ihr Haus nicht zu verlassen. Eben hat einer nicht ohne Stolz gezeigt wie ein herumfliegendes Holzstück ein Loch in die Scheibe seines Wagens geschlagen hat.
Bekommen diese Menschen einen Gefahrenbonus auf den nächsten Gehaltsscheck, ruft vielleicht gar eine Beförderung? Oder sind sie einfach nur wahnsinnig? Die Grenze zwischen 24/7 live vor Ort Berichterstattung und der Auschlachtung von Katastrophen ist jedenfalls nicht immer leicht zu erkennen.
Bei Wikipedia gibt es übrigens eine Vielzahl an Informationen und Links - eine gute Alternative zu den anderen Newsfeeds.


Solange die Leute da immer nur Holzhäuser bauen, kann man jedes Jahr wieder so ein Gefahrenszenario entwickeln. Ich versteh die Amerikaner nicht, aber sie scheinen auf diese Weltuntergangsszenarien zu stehen, sonst würden sie mal stabile Häuser bauen.
Für die Leute, die in den Trailor-Parks wohnen und dann natürlich bei einer Orkanwarnung flüchten hab ich vollstes Verständnis. Für die Holzhäuser-Freaks aber nicht.