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VA - Freerange Colour Series Orange

Freerange feiert gerade Jubiläum mit dem 100sten Release, und passend dazu gibt es mit der fünften Ausgabe der Colour Series, die diesmal in Orange gehalten ist, einen Überblick über die größten Smasher des Londoner Vorzeigelabels, die beweisen, warum House momentan wieder richtig angesagt ist.

Label-Compilations neigen in der Regel dazu, neben den offensichtlichen Hits auch den einen oder anderen Filler einzubauen. Freerange braucht sich darum keine Gedanken zu machen, denn diese Compilation schafft spielend den Spagat zwischen elegant dahingroovenden Deephouse Tracks und fröhlichen Techhouse-Stompern, ohne dabei Einheitsbrei anzurühren.

colour series 05 Bemerkenswert ist, wie hier die Trackist zusammengestellt wurde, denn selten findet man bei Compilations eine solche Spannungskurve. Mit Manuel Turs Acurado beginnt es geradezu langsam, steigert sich dann aber über Jimpsters absolut fantastischem Dangly Panther und den verspielt hüpfenden Housegrooves von Brett Johnson, dessen Cuckoo im Remix der Frankfurter Motorcitysoul vermutlich einer der fröhlichsten Housetunes des letzten Jahres war, hin zum treibenden Techhouse von Shik Stylkos Minion.
“What is house music?” wird hier geradezu schelmisch gefragt, und angesichts des darauffolgenden Cycles von Milton Jackson, einer aussschweifenden Ode auf den Dancefloor-Hedonismus und dem emotionalen Höhepunkt der CD, wird klar, dass hier Freerange vielleicht nicht House neu erfinden, aber zumindestens wieder ganz nach oben bringen. Nach diesem Hoch wird es mit Marcel Waves 27 Holton wieder etwas ruhiger, und das letzte Viertel der CD driftet mit etwas unbekannteren Namen wieder in leichtere Deephouse-Sphären ab, ohne dabei qualitativ nachzulassen.

Ich bin nicht der größte Fan von Compilations, aber diese hat es mir angetan. All Killer, no Filler. Glückwunsch zum 100sten, Freerange!


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