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27. November 2007, 13:05

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Urheberrechtsaufsicht in Frankreich

Keine Woche ohne neue haarsträubende Geschichten aus dem Bereich Filesharing und Urheberrecht. Wie inzwischen jeder mitbekommen haben dürfte, plant Frankreich eine eigene Behörde einzurichten, die überprüft was denn die Leute so aus dem Netz herunterladen, und ob es nicht das Urheberrecht verletzt. Beim ersten Mal gibt es eine Verwarnung per Email, beim dritten Mal wird dann der Internetzugang komplett gesperrt. Dass die Idee nicht nur äußerst fraglich, sondern auch potentiell verfassungswidrig ist muss man nicht erwähnen. Denn das P2P keineswegs nur dem illegalen Fileshring dient scheint sich in Frankreich noch nicht herumgesprochen zu haben. Trotzdem wird man in Frankreich im neuen Jahr darüber abstimmen. Ein entscheidender Beitrag hierzu ist dass die Neutralität der Internet Provider aufgehoben wird. Anstatt IP Daten neutral und geheim zu verwalten, sollen die Provider in Zukunft mit den “Rechteinhabern”, sprich Musik- und Filmindustrie, zusammenarbeiten um potentielle Copyright Sünder auf die Schliche zu kommen.

Eine ganz ähnliche Forderung taucht nun auch in Deutschland auf, als wäre die Vorratsdatenspeicherung nicht schon genug. Auch hier fordern einige, dass die Rechteinhaber Zugriff auf die Vorratsdaten erhalten sollen. Die Vermutung, dass das Gesetz nicht nur im Kampf gegen den Terror Verwendung findet scheint sich also zu bestätigen, auch wenn hier natürlich noch nichts entschieden ist.

Wem das alles zu weit geht, der kann ja ausziehen. Nach Schweden zum Beispiel. Hier gibt es neben einem erstklassigen Schul- und Bildungssystem nicht nur schöne Frauen, sondern auch (noch) relativ liberale Gesetze im Hinblick auf Internetnutzung. Daher wehren die Betreiber der Pirate Bay nicht nur eine Anklage nach der nächsten ab, sondern haben sich nebenbei auch noch die Domain ifpi.com gesichert, was die IFPI selbst natürlich auf die Palme bringt. Doch ob auch die selbsterklärten Piraten dem Irrsinn der Weltverbesserer noch lange standhalten können bleibt abzuwarten – auch die schwedische Regierung sieht sich inzwischem dem Druck von internationalen Behörden ausgesetzt.

3 Kommentare

  1. schorsch9000

    da bekommt man einfach nur das kotzen..

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  2. Eikman

    das bringt es auf den punkt.

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