“In ist, wer hin ist”
So gelesen heute im Forum von Intro.de, als es um den Krankenhausaufenthalt vom “Pinkel-Prinzen” (hohoho) Ernst August ging. Mal abgesehen von den nicht ganz so netten Meinungen einiger anderer User zu dem Thema, so scheint diese Aussage doch irgendwie momentan zu stimmen, auch wenn sich natürlich niemand der Publicity wegen dazu entscheidet ins Gras zu beissen. Dennoch ist es wahr - selten zuvor war Pietät in den Medien derart vertreten wie zur Zeit. Das könnte natürlich zum einen daran liegen dass zur Zeit einfach viele Todesfälle zusammenkamen (Papst, Juhnke, Fürst Rainier, Terry Schiavo, um mal die Bekanntesten zu nennen), zum anderen aber auch möglicherweise daran dass die Leute zur Zeit einfach darauf stehen zu leiden und zu jammern. Der Tod hat sich seinen Weg in die Gesellschaft zurückgebahnt, trauern ist zur Zeit einfach ‘in’. Und so wird die Tage jeder Tod ausgeschlachtet, was schon vor einigen Wochen mit Mooshammer begonnen hat erreicht nun natürlich mit dem Tod des Papstes seinen absoluten Höhepunkt. Medienhype, Völkerwanderungen und Massenhysterie. Wer mit dem Tod nichts zu tun haben möchte bekommt ihm trotzdem aufgezwängt und über alledem steht die Erkenntnis: Wir leben alle nicht ewig. Aber wenn der alte Mann aus dem 13ten Stock nach vier Wochen dann gefunden wird, dann ist das plötzlich alles normal, war vorhersehbar, jetzt hat er es hinter sich. Der ist dann schon nicht mehr so ‘in’, den kannte ja niemand. Worauf will ich überhaupt hinaus? Ich weiss es nicht…. [...]


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