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18. June 2006, 15:12

Dates

Sonar 2006 – Resume III

[hier der überarbeitete Bericht des Sonar 2006, die anderen sind ebenfalls editiert weiter unten zu finden]

Samstag

Samstag, der dritte und letzte Tag des Festivals startete gewohnt entspannt, zumindestens in Sachen Besucherzahlen. Nicht ganz so entspannt, aber dafür sehr gut war die Performance von Normablock. Treibende, Cut-up beinflusste IDM mit politisch angehauchten Visuals. Zur gleichen Zeit spielten auch die spanischen Café Teatro eine interessante Mischung aus der Verschrobenheit des Kammerflimmer Kollektief und der Ruhe von Bohren & Der Club of Gore. Latenight-Jazz am frühen Nachmittag gibt es eben nur auf dem Sonar. Gleich danach rockten The Pinker Tones den SonarDome schon überraschend früh zum tanzen mit ihrer Mischung aus 80s Pop und Elektro. Die übliche ‘Mittagsloch’ zwischen 14 und 16 Uhr hat dann Hefty DJ Eliot Lipp geschlossen. Anschließend war der SonarComplex erschreckend voll als sich Japans Elektroniklegende Nobukazu Takemura die Ehre gab. Da dieser jedoch sehr abstrakt anfing, verteilte sich die Masse relativ schnell, vielleicht auch um einen guten Platz für Fat Freddys Drop zu ergattern. Das 7-köpfige ‘Soulmonster from New Zealand’ war fantastisch – Der Dub, Reggae, Soul und Funk Sound kombiniert aus drei Bläsern, zwei Sängerinnen, einem Sänger, Gitarre, Keyboard und einen Touch Electronica brachte die Fernsehteams gleich scharenweise vor die Bühne, und das Publikum zum jubeln.

Der letzte Abend beim diesjährigen Sonar war auch gleichzeitig der Beste: Früh genug beim Nachtfestival angekommen um Hot Chip anzuschauen, die live weniger nervig sind als auf Platte (wobei auch diese in richtiger Dosierung durchaus Spaß machen kann), konnte ich mich anschließend von Goldfrapps Show überraschen lassen, die sich inzwischen zusammen mit Band und Backgroundtänzerinnen zur kompletten Elektro-Pop-Bombastshow entwickelt hat (im Vergleich zu ihrem Auftritt beim Hurricane vor drei Jahren). Das Highlight war jedoch Isolée, der ein herrliches Liveset gespielt hat, auch wenn ich nur ansatzweise einzelne Loops der Songs wiedererkannt habe. DJ Koze, der neber mir im Publikum stand, scheint es jedenfalls auch gefallen zu haben. Da ich nochmal zur Bpitch Control Party ins Nitsa wollte (Flyer), bin ich anschließend nur noch kurz bei den New Yorker Oldskool Jazzhoppern Digable Planets vorbeigeschneit, bevor es gegen 2:30 Uhr ins Nitsa ging. Dort angekommen konnte ich noch den Rest von Sascha Funke mitzubekommen, bevor dann Ellen Allien & Apparat ein furioses Liveset spielten, das sowohl Tracks vom gemeinsamen Album sowie einige ältere Songs der beiden enthielt. Am Ende hat dann Kiki die Zeit überbrückt bis Paul Kalkbrenner dem Club, der bei über 25 Grad Aussentemperatur eher einem Hochofen glich, den Rest gab. Gegen 5:30 Uhr habe ich dann auch bemerkt dass es inzwischen einen zweiten Floor gibt, den es vor zwei Jahren noch nicht gab. Viel leerer/kühler war es dort allerdings auch nicht – aber Schweiß gehört ohnehin zu einer guten Party. :)

Sonntag

Sonntag war dann noch Zeit für die Kompakt Beach Party (Flyer) am späten Nachmittag (zum ersten Mal anch drei Jahren, da ich sonst immer schon Sonntags nach Hause geflogen bin). Es zu finden ist denkbar einfach: Mit der Metro zur nächst gelegen Station fahren und dann einfach der Masse folgen – es wollen fast alle zum Strand, wodurch jener auch relativ voll ist. Zum Glück gibt es jede Menge Pakistaner, die Bierdosen aus Plastiktaschen verkaufen, so dass man nicht auf die wenigen Bars angewiesen ist.
Nachdem wir uns erst 30 min. an der M_nus Strandparty aufgehalten haben, bis wir merkten dass der Sound irgendwie untypisch für Kompakt war, haben wir gesehen dass es noch weitere Strandparties als nur diese eine von Kompakt gibt, die alle fast nahtlos ineinander übergingen. Auf der “richtigen” angekommen haben wir gerade das Ende von DJ Koze gesehen, bevor Tobias Thomas die Plattenspieler übernahm. Nach einem großartigen Set spielte dieser in den letzten 10 Minuten sowohl den Superpitcher Remix von DNTELs The Dream of Evan and Chan und anschließend Maps von Ada – kann man sich einen schöneren Ausklang eines Festivalwochenendes am Strand bei Sonnenuntergang wünschen? Wohl kaum, daher haben wir vom anschließenden Michael Mayer Set auch nur noch die Hälfte mitgenommen und uns in wieder einmal vor der großartigen Stadt Barcelona und einem weiteren fantastischen Sonar verabschiedet.

5 Kommentare

  1. ned nederlander

    ähem, nochmal ich. die hot chip pladde scheisse finden, aber goldfrapp genießen??? sorry, geht gar nicht! goldfrapp=scheisslangweilig und hot chip=eine der besten pladden des jahres! und dass du ganz dicke mit kosi bist – respekt!

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  2. Eikman

    Ich habe nicht gesagt dass die Hot Chip Platte scheisse ist, sondern dass mir der Gesang irgendwann auf den Geist geht. Und Goldfrapp live macht Spass :)

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  3. mrcs

    hot chip ist genau so overhyped wie m.i.a. im letzten jahr. kann man anhören, aber es gibt besseres finde ich.s

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  4. ben schreiber

    danke

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  5. ben schreiber

    wunderbar

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