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22. December 2008, 15:17

the.last.beat

Skull Disco

skull disco Inzwischen dürfte auch der letzte mitbekommen haben, dass Skull Disco, das Label von Shackleton und Appleblim zm Ende des Jahres nach nur knapp zehn Releases eingestellt wird. Es scheint ein bizarrer Schritt zu sein, gerade gemessen an dem Erfolg, den das Label im vergangenen Jahr feiern konnte. Wie kaum ein anderes Dubstep-Label (wenn es denn überhaupt noch Dubstep ist), haben Shackleton und Appleblim an ihrer eigenen Soundidee gefeilt, die Brücke zwischen Berlin und London, zwischen Dubstep und Techno verkürzt, und sich selbst in die oberste Produzenten-Riege gehoben. Vielleicht ist auch das genau der Grund, wieso sich entschieden haben, Skull Disco zu beenden. Wie Derek Walmsley in dem unten zitierten Review der abschließenden 2CD-Compilation sehr passend schreibt, ist es ein letztes Ausrufezeichen, ein letzter Aufschrei, bevor man es zu Grabe trägt, wohlwissend, dass man genau dadurch auch an seiner Legende arbeitet. Denn wie viele Releases hatte z.B. Basic Channel? Genau, auch nur zehn.

[...] they seemed to be already locked in some sort of endgame around the time of their sixth release. By that point, Shackleton’s endless reworkings of his tight-fisted palette of loose percussion, brooding atmospheres and fathomless bass suggested that his work in particular was already on the verge of consuming itself. What the pair achieved brilliantly with their remaining releases on the label—three of which are collected here, with a superb range of remixes—was to fully surrender to their perversions and let fantasy run riot.

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