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7. October 2005, 12:37

Tägliches

Schülerlotsen

Immer wenn ich morgens von der Arbeit in Richtung Heimat (die Dorfheimat, nicht die Stadtheimat) fahre sehe ich sie, die Schülerlotsen. Mit Warnwesten über den Schultern, einer rot-grünen Kelle in der Hand und dem engagierten Blick der Verantwortung. Zugegeben, eigentlich sind es keine Schülerlotsen im klassischen Sinn, sondern eher besorgte Mütter und Hausfrauen, die sich aufopfern jeden Morgen früh aufzustehen um den kleinen Schützlingen sicher über die Straße zu helfen. Ok, über den Sinn kann man auch streiten, da in diesen ländlichen Gegenden der Verkehr doch eher gemäßigt ist, und unübersichtliche Kreuzungen auch eher Mangelware sind. Zudem stehen sie auch meistens an Ampeln und Zebrastreifen, und drücken fleißig den Knopf wenn Kinder kommen, nur um sich dann doch todesmutig vor den anrollenden Traktor zu stellen und drohend mit der Kelle zu winken. Ja, vielleicht ist es wirklich nur eine Zeitbeschäftigung, denn schließlich steht am Mittag auf dem Nachhauseweg auch kein Schülerlotse an der Kreuzung, und die Kinder kommen auch sicher nach Hause. Aber die Idee ist ja nicht schlecht. In der Stadt hab ich allerdings noch nie welche gesehen.

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