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6. January 2008, 00:28

News

Saul Williams/Reznor Album ein Reinfall?

Radiohead schweigen ja immer noch kollektiv über die Einnahmen aus den Downloads von In Rainbows, aber Trent Reznor, der zusammen mit Saul Williams dessen aktuelles Album auf ähnliche Weise angeboten hat (gratis oder $5 für hochwertige mp3s/flacs), nimmt nun Stellung dazu. Das Ergebnis spricht nicht gerade für das Modell:

[…] 154,449 people downloaded Williams’ album; of that number, 28,322 people paid the five spot.

18% aller Leute die das Album herutergeladen haben, haben die $5 dafür bezahlt. Das sind $141.610 an Einnahmen. Abzüglich der Zeit und Kosten, die in Produktion und Marketing geflossen sind, dürften die Zahlen kaum zufriedenstellend sein.

The 28,000 people who have purchased the album so far are less than the number that paid for the CD four years ago, and despite the money going right to Reznor and Williams, it’s not pure profit. They had to pay for studio time, engineers, the creation of the download site, and bandwidth (including for those who paid nothing). The result is that “nobody’s getting rich off this project.

Kurz gesagt: Das Downloadmodell ist offensichtlich doch kein Selbstläufer. Radiohead können natürlich als eine der bekanntesten Bands in ihrem Genre auf eine Vielzahl an Fans zählen, und die Werbetrommel wird entsprechend hoch gerüht, doch wie sieht es bei kleineren, unbekannteren Künstlern wie beispielsweise Saul Williams aus? Denn auch wenn mehr Leute das Album gehört haben, haben doch weniger Leute dafür bezahlt. Vielleicht lag es aber auch daran, dass das Album einfach nur ziemlich schlecht war. Wie auch immer, die Zahlen sprechen für sich, und Reznor selbst ist etwas enttäuscht:

“I’m not sure what I was expecting, but that percentage—primarily from fans—seems disheartening.”