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9. November 2008, 15:37

Singles

Ray Okpara – Loving Moonbuah (Drumpoet 018)

Ray Okpara macht auf Drumpoet Community dem Labelname alle Ehre. Wahrhaft poetisch wird im Original-Mix von Loving Moonbuah mittels verschiedenster Perkussions gewirkt. Klippidiklapp auf dem Snare-Rand getrommelt und eingestimmt von einem männlichen Choralgesang, der wohl glatt aus dem tiefsten lateinamerikanischen Stammesgebiet rausgebeamt wurde, wird man dann in eine sowas von abwechslungsreiche und gleichzeitig integre Perkussionlandschaft entführt, dem gegenüber der Flow des Amazonas fast schon dünn erscheint.
Der Remix des Mannheimer Nekes ist nicht ganz so fluffig, packt von Beginn an gleich eine sehr druckvolle Bassdrum aus und presst das Grundthema in ein recht zackig wirkendes Minimal House-Bett. In diesem werden die Elemente der jetzt zerhackelstückelte Chor-Spur, einzeln getriggert und gehen schließlich in kleineren und größeren Hall- und Delayräumen auf. Eindeutig tooliger, finden hier so einige Hypnose-Werkzeuge variantenreiche Anwendung.
Klares und leider etwas enttäuschendes Kontrastprogramm ist der zweite Track der EP: Please. Auf einem langsamen Beat, der seinen Groove aus einem Standard Minimal Samplegeklacker bezieht, wird eine ziemlich gewollt klingende Rede über Deep House gehalten und wie cool und kickend alle Beteiligten sind. Was bei Dj Jus-Ed Kult ist und bei klassischen Preacher-Tracks meist von Herzen kommt, wirkt hier einfallslos und stumpf. (rydm)

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