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30. November 2007, 14:53

Alben

Pole – Steingarten Remixes

Wie wir schon vermutet haben, ist die Remix CD von Poles Steingarten Album ein Volltreffer, und das ist bei Remix Alben alles andere als üblich. Wie es sich für ein gutes Remix Album gehört sind die Remixe vielfältig und breit gefächert, ohne dabei jedoch die Eigenart des Ausgangsmaterials zu vernachlässigen, und die befindet sich bei den Produktion von Stefan Betke eindeutig im Closeup.

Steingarten Remixes schafft den Spagat, indem man nicht nur angesagte Remixer versammelt hat, sondern auch ein beachtliches Soundspektrum abdeckt: Shackleton und Peverelist schlagen beide in die Bresche zwischen Dubstep und Techno, mit tiefen Bässen, glasklarer, komplexer Percussion und durchdringenden Synths. Mike Huckabys Remix von Düsseldorf ist dagegen Dubtechno in Reinform, dass sich einiges von den letzten Deepchord Releases abgeschaut hat. Auf der beatorientierten Seite finden sich Remixe von Ghislain Poirier, der Winkelstreben in reichlich Echo einpackt, und dazu eine Bassline auspackt, bei der sich die Winkel nicht nicht nur streben sondern ordentlich verbiegen, und Deadbeat, dessen Remake von Sylvenstein dem ganzen einen Hauch Bhangra Percussion gibt, und ein ziemlich großartiges Off-Beat Monster ist.

Für die technoidere Seite sind The Mole und Dimbiman zuständig, wobei letzterer eher den Cut & Paste Approach wählt und fleißig klickende Samples einstreut, während The Moles Lost in the Woods Remix mehr Zeit zum atmen lässt, und sich tatsächlich irgendwo im Electrowald verloren zu haben scheint. Die positivste Überraschung ist vielleicht der Melchior Productions Remix von Pferd: Irgendwo im Midtempo steckenbleibend, groovt es sich dahin, fast plätschernd möchte man meinen, aber etwas hypnotisches steckt da in den Synths, was ich nicht so genau greifen kann. Gudrun Gut sagt in ihrem bedrohlich anmutenden ABC Remix Frauennamen vor sich hin, vergisst zwar das ‘X’, macht aber nichts. Einzige Enttäuschung ist vielleicht Frivolous’ Versuch an Achterbahn, dessen verzerrte und schräge Sounds mir doch ein wenig auf den Geist gehen.

Ansonsten bleibt eine abwechslungsreiche Remix CD. Highlights: Die Mixe von Shackleton, Deadbeat, Ghislain Poirier und Melchior Productions.

# Album Info @ ~Scape

4 Kommentare

  1. sma

    meine highlight ist definitiv der melchior productions remix. melchior ja sowieso zur zeit einfach nur fantastisch. obwohl du ja seine 12″ auf perlon nicht mochtest, wenn ich mich recht entsinne, oder? ausserdem gefallen mir noch die mixe von mike huckaby, the mole und dimbiman.

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  2. Eikman

    Ich mocht die A Seite, aber nicht die B der Melchior 12″.

    Witzig dass du die Mixe, die ich *etwas* schwächer ansehe als Favs hast…der Huckaby Remix….naja…ist solide, aber hat man eben schon x-mal gehört sowas :)

    Shackleton auf der anderen Seite…mmm….der hat inzwischen ein unglaublich hohes Niveau erreicht in dem was er macht.

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  3. sma

    ja, ist mir auch aufgefallen. :-) liegt vielleicht daran, dass ich die technohaften, eher tanzbaren sachen bevorzuge. und the mole gefallen mir sowieso unglaublich gut, weil die sehr viel mit percussion machen. ich höre ja zur zeit täglich shackletons simian mobile disco remix. der gefällt mir von den sachen, die er in letzter zeit gemacht hat, definitiv am besten.

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Trackbacks

  1. [...] Steingarten war schon so etwas wie ein Comeback von Pole, der den defekten Waldorf Filter größtenteils hinter sich gelassen hat, und ein unglaublich dichtes Album produzierte, dass zwar immer noch schwer im Dub steckt, aber eine ganz eigene Form des Microsamplings offenbart. Die passende Remix CD gibt dieser Soundästhetik dann noch die entsprechende Variation und holt zum Genre-Rundumschlag aus: Shackleton und Peverelist mit ihrer Percussion-getriebener Dubstepvision, Ghislain Poirier und Deadbeat für die härteren Beats, und The Mole, Dimbiman und Melchior Productions sorgen für den 4/4 Anstrich. Ein abwechslungsreiches Remix-Album, dessen Ausgangsmaterial aber auch nicht besser sein könnte. [Review] [...]

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