Netaudio Revisited

ipod vinyl Eine der größten Meldungen der letzten Wochen war sicherlich der Entschluss von Thinner, nach über hundert Gratis-Releases in Zukunft auf bezahlte Downloads zu setzen, allerdings in Verbindung mit weiteren klassischen Gratis-Veröffentlichungen. Ein Entschluss, der die Netaudio-Szene in zwei Lager spaltet, wie man an den zahlreichen Kommentaren unter dem entsprechenden Eintrag auf thinnerism erkennen kann, und auch auf anderen Seiten besprochen wird. Prinzipiell stimme ich mit Sebastian Redenz Argumentation überein, die er im Verlauf des Artikels entfaltet, aber ich möchte noch auf einige Punkte etwas genauer eingehen, die meiner Meinung nach das größte Diskussionspotential bieten. Es sei gesagt, dass ich kein dogmatischer Netlabelfanatiker bin, und eher als Außenstehender die Sache betrachte, was meine Meinung sicherlich beeinflusst. Auch sehe ich in Netlabels nicht mehr die “Revolution”, die sich viele vielleicht einmal erhofft haben. So sehr ich die Philosophie und die Einstellung auch mag – Musik wird immer eine Ware bleiben, nicht zuletzt für den, der sie produziert und auch davon leben möchte.

1) Die Rezeption von Netlabels und Netaudio muss sich ändern

Thinner schreibt, dass die Netaudio Szene für viele eine Nische bildet, die nicht in Konkurrenz zur ‘normalen’ Szene steht, sondern stets eine Extraposition einnimmt: “a very inherent scene made by specialists for specialists.” Bestätigt wird dies durch die mangelnde Erfassung in Print- und Onlinemagazinen, zum anderen aber auch durch die Ge- und Verschlossenheit der Szene an sich. Das zeigt sich darin, dass viele Netaudio-Veranstaltungen eben auch nur Netaudio-exklusiv sind, und somit auch wieder nur die Leute anziehen, die sich dafür interessieren. Der logische Ausweg? Zum einen muss sich die Szene öffnen, um weniger Konkurrez (warum sollte sie das? Stumpfes Binärdenken bringt auch niemandem etwas) als vielmehr Alternative zur klassischen Szene zu werden (musikalisch ist sie das ohnehin, aber das genügt leider nicht). Zum anderen, und das baut darauf auf, müssen sich auch die Medien eingehender mit der Netlabelszene beschäftigen, und das könnte schwierig werden, schließlich ist es bis jetzt noch nicht gelungen. Das liegt daran, dass die Netlabelszene immer noch weniger Credibility hat (viele Magazine besprechen genau das, was auf dem Schreibtisch landet, und dazu zählen eben keine Downloads), und zudem auch viele der Leser schlichtweg kein Interesse daran haben, in die Szene näher einzutauchen, was vielleicht auch am nächsten Punkt liegt:

2) Netaudio ist kein Ersatz für physikalische Tonträger

“Music just receives a different valence when it is distributed on physical records, which are haptic and not just a combination of binary data. This will never change.” Das sehe ich trotz steigender Downloadzahlen immer noch als Fakt, und ebenso als Fluch und Segen der gesamten Netaudio Szene, da es ebenso befreit wie einschränkt. DJs, die mit Platten arbeiten, und das sind immer noch die meisten, werden kein Netaudio spielen. Daran wird sich leider auch nichts ändern, aber trotzdem können Netlabel möglicherweise bald zu einer immerhin stärkeren Alternative werden, auch wenn hier der dritte Punkt zur Crux wird:

3) Netaudio muss kostenlos sein

Sicherlich der wichtigste Punkt, die Frage danach, ob die Musik von Netlabels denn zwangsweise kostenlos sein muss. Meiner Meinung nach ein klares Nein. Natürlich sind viele, wenn nicht alle Netlabels auf einer “sharing is caring”-Philosophie gegründet, die natürlich auch auf die Prinzipien von Creative Commons und Co. baut, wonach die Musik frei verwendet werden darf und ergo auch frei verfügbar ist. Das ist sicherlich wichtig, aber nicht per definitionem festgelegt. Gerade im Zuge der zunehmenden Digitalisierung steigt das Interesse an “digitalen Tonträgern”, die auch für immer mehr etablierte Artists interessant werden (warum gibt es z.B. bei Beatport bei so vielen Releases digitale Bonustracks?). Die einzige Möglichkeit, die Künstler zu halten, die auch auch Vinyl-Labels veröffentlichen können, ist ihnen eben auch eine vergleichbare, sprich finanzielle, Basis zu geben. Es gibt natürlich viele Künstler da draußen, die geben ihre Musik gratis her, und das ist auch großartig, aber seien wir ehrlich: wer ernsthaft die Wahl hat, wird sich nur in Ausnahmefällen für das Netlabel entscheiden. Einige Netlabel sagen sich nun bewusst, sie wollen diesem Trend nicht nachgehen, was absolut in Ordnung und auch bemerkenswert ist, andere, wie Thinner, wollen aber ihr Modell ändern, was man ebenso akzeptieren sollte.

4) Netlabel ist nicht gleich Netlabel

Einer der Gründe, warum ich nach einer Weile der intensiven Beschäftigung mit Netlabel mich wieder abgewandt habe, ist die Masse der Releases, die in den letzten 2-3 Jahren aufgetreten ist, und das bei alles andere als gleichbleibender Qualität. Klar, es braucht auch niemand das 100ste Minimal-Vinyl-Label aus Berlin, aber eine Qualitätskontrolle ist bei Netaudio häufig nicht oder in geringerem Maße gegeben. Es gibt viele halbherzig und teilweise auch amateurhaft geführte Netlabel, die damit Aufmerksamkeit erzielen wollen. Tatsache ist aber, dass ein gutes Netlabel eben auch A&R bildet, die Sachen professionell mastern lässt, für einheitliches Artwork sorgt und zudem auch noch die Promotion macht, um seinen Künstlern eben den Sprung nach oben zu ermöglichen. Und genau das kostet Geld und vor allem Zeit. Das gleiche Problem habe ich schon mit diesem Blog, und ich habe noch nicht mal ansatzweise die Arbeit damit wie sie Netlabel wie Thinner haben. Das man irgendwann eine Entscheidung treffen muss, und diese eben pro oder kontro finanzielle und eben nicht nur idealistische Entschädigung geht, ist quasi unumgänglich. Wer sein Netlabel nur für seine Kumpels betreibt, wird sich darüber keine Gedanken mehr, wer allerdings ein ernsthaftes Sprungbrett sein will, muss sein Modell vielleicht wirklich anpassen (was die Argumentation von Thinner ist), oder eben dagegen ankämpfen, was aber wieder die in 1) angestrebte Entwicklung behindert, weil sich die Szene wieder selbst verschließt.

Die Frage ist letztendlich, ob Thinner mit seinem Entschluss die Netlabel Szene “verraten” hat, wie es einige anscheinend denken. Ich glaube nicht, Thinner ist seit jeher eines der professionellesten Netlabels gewesen, und von daher auch zu Recht vielleicht das Netlabel schlechthin. Den Entschluss sehe ich daher weniger tragisch, sondern vielmehr als Konsequenz. Inzwischen haben selbst renommierte Labels ein digitales Sublabel, andere gründen von Anfang an eines (siehe Joachim Spieth und Affin) – die Musik dabei steht der von Thinner in Nichts nach, also wieso sollte man es nicht versuchen? Damit sage ich nicht, dass es der einzige Ausweg aus der Misere ist (wenn es denn überhaupt eine gibt, das ist sicherlich subjektiv, gemessen an Standards und Erwartungen), sondern eben nur eine mögliche Lösung. Man sollte nicht vergessen, dass es eben doch wieder Thinner ist, das sich etwas traut, und eben nicht zurück, sondern nach vorne geht, auch wenn Saint mir hier vermutlich widersprechen wird. Und wer weiß, vielleicht rechnet sich die ganze Sache ja gar nicht, und in einem Jahr ist alles wieder wie früher. Dann kann man immer noch sagen “das wusste ich doch gleich”. Freie Musik wird es weiterhin geben, auch auf Thinner. Letztendlich sollte sich jeder selbst Gedanken darüber machen, wie viel er für gute Musik bezahlen möchte, egal wo sie herkommt. Die Musik zu ignorieren, nur weil sie jetzt kostet, widerspricht meiner Meinung nach dem kompletten Prinzip.

CC-Foto: GirlintheCafe

13 Comments »

  1. Saint says:

    Sehr guter Artikel!
    Aber ich muß natürlich;) an einigen Passagen reingrätschen. Und ich mach das total subjektiv. Klar, geht ja auch nicht anders.

    1.)
    Ich habe nicht den Eindruck, dass die Netaudioszene sich diese Position selber geschaffen hat, um nicht integriert zu werden. Im Gegenteil. Wie Du ja selber sagst, fehlt es auch immer an Multiplikatoren, die sich damit ernsthaft auseinandersetzen. Das zeugt auch davon, dass es primär gar nicht um Qualität von Musik geht, sondern auch um andere, ominöse Dinge, die sich mir nicht erschließen. Man könnte da böses vermuten, muß man aber nicht. Woher weiß man, dass die Leser an sowas kein Interesse haben könnten? Weil man es selber als Redakteur nicht hat, weil es umständlich ist, sich da durchzuwühlen, oder weil man es schlichtweg ignoriert? Die De:Bug hatte ja mal Rezis gemacht für Netaudio-Zeug, zumindest online. Eingestellt wurde das mit der Begründung, dass das alles zuviel sei, wenn ich mich recht erinne. Allerdings gibt es ja auch mindestens 5678 neue 12″ in der Woche. Da sortiert man ja auch aus. Ganz davon abgesehen glaube ich kaum, dass die Prints nicht wie ein wilder Haufen auf ein neues Release springen würden, was gerade der heisse Shice ist und nur irgendwo als Download kommt. Was weiß ich, Dettmann sein nächstes Album für umme. Da würden alle schreiben.

    Es geht eben nicht um die Qualität. Man nehme Planet Boelex sein letztes Album; man muss sich mal vorstellen, dass die alle so tun, als hätte es das nie gegeben. Oder Entertainment for the braindead. Schreibt keine Sau drüber. Warum also sollte man die Medien dann noch ernst, bzw wichtig nehmen?

    Man schenkt der Netaudioszene eben keine Relevanz, weil alles was nichts kostet so gut nicht sein kann. Was weiß ich, ich kapier´ das selber nicht.

    Ich hatte mal eine Mail, da hat mich ein Mag gefragt, wo man die Platten denn kaufen könnte. Die waren schwer begeistert von der Musik und wollten eine Rezi schreiben. Als ich antwortete, ist CC-Content und kostet nichts, meinten die “Na dann nicht, erst wenn eine CD vorliegt”. Das ist doch total bescheuert!

    2.)
    Dieses “Haptik” ist ja langsam totgeritten. Alle reden immer wieder über Haptik und ich frage mich, was sich haptisch an einem Mp3 ändert, wenn man es verkauft? Oder anders: warum dann nicht gleich Vinyl? Außerdem spielt in 10 Jahren kein Mensch mehr Vinyl, außer Villalobos vielleicht. Wenn doch, gebe ich einen aus. ;)

    3.)
    Natürlich muß Netaudio nicht kostenlos sein. Ich verstehe ja auch die Problematik, der Thinner ausgesetzt ist. Man hat einfach vergessen, dass der Mensch von Natur aus gierig und faul ist. Ich sehe ja selbst, was wir an “Spenden” bekommen haben: das ist nicht der Rede wert und kann als sichere Größe nicht zu gebrauchen sein. Man kann da nicht mit rechnen. Wenn man das aber muß, ist das natürlich schwierig.

    Nur das Modell was man nun nimmt, hat eben so gar nichts Neues. Ich hätte mir da eher so eine “pay what you want but pay”-Variante gewünscht. Aber wer bin ich schon. Im Endeffekt muß Thinner auch selber wissen, wo sie hinwollen. Wenn das ihr Weg sein soll, dann ist das so. Zumal ich Sebastian als großartigen Labelmacher kenne, der sich wirklich zehn Mal überlegt, was er macht und er macht es richtig. Warum also nicht auch hiermit. Für mich war das eben auch immer eine politische Attitüde. Marko Fürstenberg meinte während einer Diskusion zum Thema mal, er sei “nie für irgendetwas angetreten” er “wolle einfach nur seine Musik unter die Menschen kriegen”. Ich habe lange gebraucht, das zu verstehen. Heute weiß ich was er damit meinte, kann das nachvollziehen, auch wenn ich das anders sehe. Das ist okay.

    Grundsätzlich ist Musik für mich keine Ware sondern ein Kulturgut; Punkt. Perspektivisch wird sich das auch in die Richtung entwickeln, hoffe ich. Wenn wir mal 100 Jahre zurückgehen, war Musik eben auch keine Ware. Das muß eine gute Zeit gewesen sein. Trotz aller “Musiker wollen leben und essen können”-Argumente, die ja auch nicht unter den Tisch gehören. Eine Lösung dafür allerdings habe ich auch nicht. Nur eine für mich.

    4.)
    Klar, gebe ich Dir uneingeschränkt recht! Es gibt einen unheimlich hohen Output minderer bis schlechter Qualität. Genau wie im physichen Tonträger-Bereich. Ich sehe da keinerlei unterschiede bis auf den, dass wenn du ein Plattenlabel schleifen lässt, 2-3 miese Releases machst, kannst Du den Laden dicht machen. Das ist bei Netlabels anders. Aber die Möglichkeit zu selektieren hat ja ein jeder.

    Thinner ist das best arbeitendste, professionellste Netlabel wenn nicht Label überhaupt. Zumindest habe ich es so kennen gelernt. Deshalb könne ich ihnen auch mal etwas vom Kuchen. Ernsthaft. Ich würde mich wirklich freuen, wenn das dabei rumkommen könnte, was sie erwarten. Nur, das zu glauben fällt mir eben schwer. Wenn ja, dann würden sie natürlich mit dem Entschluß beweisen, dass es gehen kann, wenn man es richtig macht. We will see.

    Ich finde nicht, dass Thinner irgendwen verraten hat – zumindest sehe ich das heute um einiges gelassener als vor ein paar Tagen noch. Und dennoch: bin ich etwas traurig, wenn man von sowas in dem Kontext sagen kann.

    Nur eines sollten sie schon machen: ihre .cc domain in eine .com-Domain ändern. :oD Harhar. (Sorry, der musste.)

    Musik zu ignorieren nur weil sie kostet wäre ja genauso dämlich wie Musik zu ignorieren weil sie nichts kostet. Zumindest man sich das bei den anstehenden VÖ´s auch gar nicht leisten kann, nicht hinzuhören. Die machen das schon, glaube ich.

    Vielleicht ist das aber alles auch gar nicht so wichtig und man könnte verkürzt sagen, es gibt eben Musiker, die einfach nur so Musik machen wollen und die irgendwie unter die Menschen bringen wollen. Es gebt auch jene, die eben von ihrer Musik leben wollen/müssen und verkaufen deshalb. Beides ist okay.

    Soviel wollte ich gar nicht schreiben. Tschuldigung.  

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  2. Eikman says:

    @Saint: das war in der tat ausführlich :)

    zu printmagazinen: es ist so wie du sagst, es spielen leider auch andere faktoren als die musik eine rolle. das ist schade, aber leider realität.

    zu einstellung der netlabel szene an sich: wie ich auch aus den kommentaren bei thinnerism lese, haben einige aus netlabel-kreisen eine sehr starke schwarz/weiß einstellung, und versuchen permanent, netlabel von normalen labels abzugrenzen, sprich eine konkurrenzbeziehung aufzubauen, was totaler quatsch ist wie ich finde, zu sagen “netlabel sind besser weil xyz”. klar, das ist vielleicht nur eine minderheit, aber mir ist das schon öfters vorgekommen, dass einige auch ganz froh um ihr nischendasein sind.

    zum “pay what you want” modell: daran habe ich auch gedacht, scheint mir aber problematisch, gerade weil viele leute denken, die musik war kostenlos, warum sollte ich jetzt auf einmal bezahlen. dass das modell funktionieren kann, hat man gesehen (radiohead), dass es aber nicht funktionieren muss, hat man auch gesehen (siehe 2nd rec oder saul wiliams album).

    ob in 10 jahren keiner mehr mit vinyl auflegt – na, ich weiß nicht, ich denke schon, möchte aber nicht drauf wetten ;)  

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  3. wennEsAnfaengt says:

    Also ich hatte ja schon im Thinner Blog meinen Senf dazu gegeben.

    Der erste Punkt oben ist m.E. falsch wiedergegeben: Wenn ich das richtig verstanden habe, wird das geeky-Dasein von Netlabels nicht durch mangelnde Rezensionen bestätigt, sondern dadurch erst befördert. Mangelnde öffentliche Repräsentation erzeugt den Eindruck, dass es sich bei der Netlabelszene um tageslichtscheue Freaks handelt und der Output nicht der Rede wert ist. Jder, der die VÖs von Thinner, Epsilonlab, Stadtgruen, Kahvi, Kikapu, 1Bit Wonder, Broque, Enough, usw. kennt kann feststellen, dass sich deren VÖs auf Augenhöhe mit denen konventioneller Labels sind, manchmal sogar darüber, aber teilweise auch darunter. Wie in der “realen” Welt gibt es mal gute und mal schlechte Platten.

    Und so wie es in der “realen” Welt für jeden Geschmack eigene Labels gibt, so exisitert auch in der Netlabellandschaft eine enorme Vielfalt.

    Die Ursache für fehlende Rezensionen in den großen Magazinen sehe ich eher nicht in fehlender Professionalität der Netlabels oder in mangelnder Qualität der VÖs, sondern vielmehr darin, dass die Mags schon allein mit dem Output der Plattenlabels ausgelastet sind und deren VÖs auch noch auf die Tische geschickt bekommen. Will man dagegen Rezensionen für Netaudio schreiben, muss man aktiv suchen. Und das ist ein Vollzeitjob. Ich habe derzeit 233 Lesezeichen zu Netlabels. Davon sind vll. 20 schon wieder tot. Immer noch über 200 Labels, die es permanent zu prüfen gilt. Und wenn ich mir überlege, dass ich nochmal 200 neue Lesezeichen setzen könnte, da ständig Neuentdeckungen hinzukommen… Es ist eben schon ein Unterschied, ob ich den ganzen Tag am suchen und saugen und entpacken bin oder einfach nur die Platten auf meinem Schreibtisch auf den Teller lege..

    Das ist allerdings nur EIN Punkt.

    Und zur Frage, ob Musik von Netlabels was kosten darf, ist meine persönliche Meinung ganz klar nein. Entweder mache ich ein Netlabel und setze auf freiwillige Spenden an die Künstler und das Label selber oder ich mache kein Netlabel und verlange Geld fürs Herunterladen. So sehe ich das.

    Ausführlicher hab ich das in meinem Blog bei last.fm behandelt:
    http://www.lastfm.de/user/wennEsAnfaengt/journal/2008/12/11/2bvbca_the_death_of_thinner_netlabel  

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  4. Eikman says:

    @wennEsAnfaengt: an der qualität und vielfalt der VÖs zweifelt ja niemand. die sache ist nur, wer für ein magazin schreibt, hat leider nicht die zeit, genau diesen vollzeitjob zu machen für etwas, was ihnen de facto nichts einbringt, außer den respekt der netlabel-szene vielleicht. ich persönlich hatte noch nicht mal die zeit, 30-50 netlabel regelmäßig zu verfolgen. es ist ein inhärentes problem, daher bringt es auch nichts, sich darüber zu beschweren, wobei der De:Bug podcast zumindest schon mal eine annäherung ist.

    und die frage danach, ob es was kosten darf, naja, ansichtssache eben. die frage ist, ob du thinner nun boykottierst, was konsequent wäre, die sachen ab jetzt “illegal” lädst und trotzdem hörst, oder gar bezahlst, in welchem fall natürlich thinner als gewinner dastehen würde ;)  

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  5. Saint says:

    Interessant wäre ja auch schon mal die Frage, ob denn nun die 103 überhaupt schon jemand gekauft hat. Kennt da wer einen? Vor allen von den ganzen Fürsprechern.  

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  6. Eikman says:

    sie haut mich ehrlich gesagt nicht vom hocker, was jetzt natürlich pech ist :)  

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  7. Stefan says:

    Ich bin da ziemlich konservativ, ich mag keine bezahlten Downloads. Ich kaufe nur ganz selten mal was im iTunes Store, weil es schnell und einfach saubequem ist. Wenn ich Geld für Musik bezahle dann möchte ich nachher auch etwas in der Hand halten. Wenn ein Netlabel einen guten Release im nachhinein als Tonträger herausbringt, dann zahle ich gerne dafür, aber ansonsten finde ich das eher unattraktiv, wobei es mir letztlich völlig egal ist; wenn es einen guten Release gibt, der nur als kostenpflichtiger Download verfügbar ist, dann würde ich auch dafür bezahlen und wenn kostenpflichtige Downloads bei Netlabels dazu führen, dass sich die Qualität der Releases steigert, dann finde ich das eine gute Sache; ich bin da weniger ideologisch sondern eher pragmatisch. Ich möchte einfach nur gute Musik hören und auch wenn es mittlerweile exzellente Netlabel gibt, dann ist meiner persönlichen Erfahrung nach im allgemeinen das Durchhören von Netlabel-Releases ein deutlich frustrierendere Beschäftigung als das Durchhören von Tonträger-Releases. Vielleicht hängt dies ein wenig mit meinen musikalischen Präferenzen zusammen, mit dem bei Netlabels stark verbreiteten Minimalsound kann ich nämlich eher wenig anfangen.

    Off-Topic: Ich finde das Pay-what-you want-Prinzip wie es von 2ndrec praktiziert wird diskutierenswert.

    @Eikman: Hast du die Pressemitteilung von Johannes bekommen?

    Für einen exzellenten Release wäre ich durchaus bereit bis zu vierzig Euro zu bezahlen wohingegen ich für einen mittelmäßigen Releases vielleicht nur fünf Euro hinblättern wollen würde. Ein Nachteil dieses Prinzips ist aber vielleicht, dass dadurch eventuell eher anspruchsvolle Releases die nur einer Minderheit richtig gut gefallen aber für das Profil des Labels wichtig sind unter den Tisch fallen könnten weil sie sich nicht mehr rechnen. Andererseits könnte es natürlich auch das Gegenteil zutreffen, weil vielleicht genauso wenig Leute wie vorher die Platte kaufen die aber doppelt soviel dafür bezahlen, weil sie total begeistert sind, das jemand mal so eine gewagte Platte rausbringt. Im idealen Fall ist ein Labelmacher meiner Meinung nach ebenso wie ein guter DJ durch seine bewußte Selektion selber ein Künstler, wobei ein Labelmacher wie ein DJ in meinen Augen immer auch einen gewissen Erziehungsauftrag für seine Hörer hat. Inwiefern sich das Pay-what-you-want-Prinzip auf die Verwirklichung dieses Erziehungsauftrages auswirkt dürfte schwierig zu untersuchen sein.  

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  8. rydm says:

    was fehlt ist definitiv ein führender meta-dienst, der die netlabel-releases umfassend mit vorhörfunktion! katalogisiert und einem als dj bzw. redakteur die arbeit und zeit nimmt, ständig ins blaue rumzusurfen und stundenlang umständlich rumzuklicken.
    ein alternatives beatport nur für netlabels, bei dem sich alle labels registrieren, einheitlich erfasst werden, mit pay-what-you-want zahlungsmöglichkeit. das wär was.  

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Den Australier Pogo und seine fantasiereichen Mash-Ups aus Disney- und sonstigen Kinderfilmklassikern hatten wir hier schon einmal, aber seitdem hat sich einiges getan im Pogoland: Inzwischen gibt es nicht nur auf last.fm zahlreiche Tracks zum Download, sondern Pogo ist in den letzten beiden Jahren zu einer mittelgroßen Sensation in YouTube-Kreisen aufgestiegen. Inzwischen ist er so beliebt, dass sogar Pixar seine Version von Up (siehe Video) offiziell genehmigt und auf die Tube geladen hat. Manche mögen da vielleicht gleich Sell-Out rufen, ich finde das absolut verdient und weiterhin ziemlich großartig was der Bursche da macht.

PS: Auch seine Songs, die nicht explizit auf Filmen passieren können sich hören lassen. Meine persönlichen Favoriten wären da Tunnels und Lost, zwei sehr entspannte Downtempo-Tracks.

Pogo – Upular

Mix

Admittedly, it’s been a while, but here we are: the eleventh edition of our Beatcast! After a previous mix by Flashfonic, we once again dive right into Münster’s nightlife, this time with David Jahn aka *aid*. David is the host of several parties in Münster, including Kombinat (along with Flashfonic), Elektrikfieber (with Raffa) and Perpetuum Mobile, which probably makes him one of the busiest men in the city’s small but growing electronic music scene. And once you listen to the laid back and yet constantly evolving mix he provided for us, you’ll probably know why.

# Download (Mirror)

Tracklist

(Intro)
Move D – Just House
Petre Inspirescu – Evar
Villalobos – Fitzpatrick
Petre Inspirescu – Evar
Ringeisen & Juanito – Black Rain
Venedikt Reyf – Heroes
Christian Burckhardt – Boomerang
Frivolous – C:\ My Consciousness
Starbug – Wahuu (N. Berovic Rmx)
Nicolas Jaar – Mi Mujer
Maik Loewen – Picnic
Unknown – Brother (2009 Edit)
Nicole – She wears the pants
Kai Sand – Too Funghi
Freda Volta – Tiramisu
Dinky – Burdelia
Bastian Schuster – Bell Bala

Three questions with *aid*

Tell us a bit about yourself. Do you dj regularly or just for fun?

Uhhh, about myself: I was born and fell in love with musique!!!

I dj regularly just for fun. Seriously, I am lucky to be able to dj regularly around four dates a month in Münster (thanks to Raffa). It started about 3 years ago and quickly became essential for me. I really love it. Playing no instrument while being a total music addict, djing is a way to be a little more than ‘just’ a consumer of music. I’m still working with Vinyl (and less CD), but I understand the reasons for using a laptop. Besides djing I tinker with music production; it’s fun but never sounds the way I wish. Years ago I started a small record label project called “The Cul-De-Sac Komitee”. No Techno/House. We released four vinyls and some CD records but at the moment it has drifted off a bit (less money, less time). But we will continue.

How would you describe your musical influences?

I started listening to Indie/Alternativ as a teenager and ended up quite late on electronic music beginning with TripHop (DJ Shadow) and I never thought that one day (or night) I would be listening to Techno and House. However, at one point I recognized that this is the ultimate music for the night(life) (around 2004/2005). Before that I listened to a lot of end 70s/80s Post Punk stuff (Wave, NoWave) and Post-Rock. All in all I simply enjoy music and I love the fact that music always offers something new.
I’m very careful about saying that I don’t like a certain kind of music as by now I’m listening to a lot of different stuff. I think most styles of music offer something interesting and are worth listening to. Jazz, Klassik, Noise, Hip Hop, Folk … there’s always something exciting to find.

I love minimalistic structures. May it be in real ‘Minimal’ of the 60s/70s or the minimal sound of postpunk like ESG. I like the reduction, the point where single sounds become important and small changes are significant. I like the effect of repetition and long build ups. One might say I like the relation of music/sound and time and with Techno and House it’s the same: hypnotic atmospheres and strong grooves. I love Jens Zimmermann (production and dj-wise), Villalobos, Christian Burckhardt…But when djing I also enjoy uplifting house and pushing techno elements as well as the impact of melodies and well placed chords. It’s all a question of composition. I don’t like it too close-packed.

What is your mix about?

I try to regularly record mixes, mainly to promote a monthly party I organise in Münster at the Hot Jazz Club. This one was recorded in February from Vinyl with only two tracks from CD. It’s a selection of more or less actual stuff I love und play. In a way it’s my ‘idealistic’ view of a sonic journey through a night. Starting low, creating an atmosphere and groove, then slowly but surely building up as long as possible; introducing some explosions – energy or emotional wise – holding the groove and tension, some breathing, some highlights… (I like the more wavelike way) and at one point start fading out the night = fade in the day in a way that the sound never has to end.

Beatcast #11: *Aid* – With White Rods Beating Bounds

Nachdem also schon die BILD über die “Villa Kunterbums” berichtete, die FAZ es “fast wie Bayreuth” nannte, die Süddeutsche (wenn auch kritisch) von der “Mitte der Welt” sprach, und gleich noch den Gebäudeplan nachlieferte für alle Druffis, die sich drinnen verlaufen, Tim Caspar Boehme in der taz ein Profil von Ben Klock mit der Historie des Clubs verbindet, und sein Kollege Tobias Rapp natürlich ein ganzes Kapitel seines Buchs einer Nacht vor Ort widmete, hat es das Berghain inzwischen auch in die hiesige Frankfurter Rundschau geschafft. Ein Auszug:

Der erste Eindruck ist atemberaubend, überwältigend, unvergleichlich. Man wähnt sich eher in der Bronx als in der eigenen Hauptstadt, wie Herzog Blaubarts Burg, beleuchtet von David Lynch, liegt das ehemalige Heizkraftwerk auf einer Anhöhe im Nowhereland hinterm Ostbahnhof. Hat man es hinein geschafft, beginnt Phase 2 der Überwältigung. Der gigantische, absolut einmalige Ort ist durchgearbeitet bis ins letzte Detail. [...] Es ist laut, voll, eng, sehr körperlich. Aber Kommunikation ist gewünscht und findet statt, auf vielen Ebenen. Und, hej, das alles ist einfach schön, geschmackvoll, stilsicher. Die irgendwann schleichend einsetzende Ekstase der tanzenden Leiber, aufgefangen in der kristallinen Härte der Beats..

Von Bayreuth in die Bronx, von Blaubarts Burg zur sakralen Pilgerstätte, in der sich die tanzenden Leiber aneinanderreiben wie früher die Jünger am Ölberg – schön, dass dem Feuilleton die Vergleiche nicht ausgehen. Dass Oliver Reese aber auch noch diesen unsäglichen Roman von Helene Hegemann erwähnen muss, geht wirklich zu weit. Wir wissen doch inzwischen alle, dass sie selbst vermutlich noch niemals dort war.

be Berlin, be Berghain

Kill Me

Steffi macht mit dieser Platte auf Ostgut Tonträger genau dort weiter, wo Prosumer & Murat Tepeli angefangen haben: reduziert-groovendes House mit Chicago-Anleihen und gehörig Pop-Appeal. Elif Biçer, die Haus-Chanteuse von Ostgut, bekommt nach diversen Support-Vocals im Original von Kill Me zum ersten Mal wirklich die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen, singt hier über verflossene Liebe und großes Break-Up-Drama, während der Groove erfrischend oldschoolig daherkommt. Manchen Meinungen, dass Biçer der Rolle der starken House-Diva nicht gerecht wird, muss ich widersprechen, denn auch wenn ihre Stimme nicht die soulige Tiefe anderer Sängerinnen hat, funktioniert sie im Sinne dieses Tracks mehr als gut. Für alle, die trotzdem so gar nichts mit Gesang anfangen können, gibt es zum Glück noch zwei weitere Tracks: Der Instrumental Dub zeigt sich etwas tooliger, reduziert Bicers Vocals auf ein Hauchen und Stöhnen, behält aber den Basis-Groove des Originals bei. Etwas weiter geht der Crushed Soul Mix, der mit warmen Synths und sanften Melodien ein wenig mehr Romantik und Late-Night-Charme versprüht, und, wenn ich mich denn entscheiden müsste, vielleicht mein Favorit ist. Ansonsten aber rundum eine ziemlich flexible und vor allem auch ziemlich schöne Platte.

Steffi – Kill Me (Ostgut Ton)

Der Crossfader und das klassische Scratching sind an sich auch zwei Dinge, die sich seit ihrer Entstehung nur wenig verändert haben; noch heute basiert das Prinzip des Scratchens vor allem auf den zwei Komponenten aus Platte und Crossfader und ist daher auch mehr oder weniger darauf beschränkt. Interessant finde ich daher das Konzept des “Fretless Fader” Prototyps (‘fretless’ = bundlos, basierend auf gleichnamigen Saiteninstrumenten) von John Beez, mit dem man in verschiedenen Tonhöhen scratchen kann, und somit dem klassischen Scratch-Sound etwas mehr Leben einhauchen kann – was in diesem Fall absolut großartig klingt. Zum Ende des Videos wird die Sache auch noch etwas genauer erklärt.

[via @withoutfield]

Fretless Fader

Als ich vor einigen Tagen zum ersten Mal das Video zur neuen Single von Wareika gesehen und gehört habe, dachte ich zunächst an einen Track von Fritz Kalkbrenner aus dem letzten Jahr: eine ziemlich fiese Mischung aus Westerngitarre, Vocals und Housebeat, der einem schon beim ersten Mal gehörig auf die Nerven geht. Denn Mountain Ride geht in eine ganz ähnlich “exotische” Richtung (jedenfalls verglichen mit dem momentan vorherrschenden Sound) mit stark mexikanisch angehauchten Bläser-Elementen und Florian Schirmachers Vocals. Und doch, der einzige und entscheidende Unterschied liegt darin, dass ich diesen Track hier irgendwie mag. Und ja, auch gerade wegen oder in Verbindung mit dem Video.

Wareika – Mountain Ride [Video]

Dj Kompact

Dass hier gelegentlich Promos ins Haus fliegen ist nicht weiter ungewöhnlich. Trotzdem war ich heute doch etwas überrascht, als ich nach einem ungewohnt ausgiebigen Frühstück die 87 Stufen zum Briefkasten auf mich genommen hatte, und dort einen ebenfalls ungewohnt großen Umschlag vorfand. Absender war der Rotaug Kunstverein aus Wien, und bei näherer Inspektion des Inhaltes gleich die nächste Überraschung: Vinyl in Form von zwei 7″s! Etwas, dass man heutzutage bei Promos eher selten vorfindet. Die beiden Platten, die mit einem liebevoll designten Postercover ausgestattet sind, stammen vom Sonido Ojo Rojo Label, das sich nach kurzer Recherche als Teil des Rotaug-Kollektivs herausstellte. Und der Producer, aus dessen Feder die Tracks stammen ist Matthias Kassmannhuber alias DJ Kompact. Spannend wurde es natürlich erst, als ich meinen Plattenspieler entstaubt hatte und die Scheiben aufgelegt habe, und spätestens hier war die Überraschung perfekt: vier locker kickende HipHop Tracks mit jazzigem Flair und leicht nostalgischem MPC-Programming ertönten aus den Boxen. Angetan haben es mir vor allem die beiden Vocaltracks, auf denen sowohl die Freshest Kidz aus Philly als auch die britische Soul-Sängerin Caroline Scott als Gäste zu finden sind, aber auch der Remix von Kompacts eigenem Don’t Follow passt mit seinem entspannten Saxophon-Vibe prima, um das ganze Winterwetter dort draußen mal auszublenden und sich einem vormittaglichen Groove hinzugeben. Und als Bonus gibt es auch noch Codes für die Digital-Releases gratis dazu. Fazit: nette Aufmachung, gute Musik. Die Namen Rotaug und DJ Kompact behalte ich mir im Hinterkopf.

Post aus der Supacity

Resident Advisor hat vor einigen Wochen alle Autor/innen nach ihren persönlichen Lieblingsalben des vergangenen Jahrzehnts gefragt. Meine Stimme ist dort auch mit eingeflossen, auch wenn mein ausführlicher Rückblick (falls es denn einen geben sollte) noch ausbleibt. Jedenfalls ist das Ergebnis dieser Umfrage ein recht guter Überblick durch so ziemlich alle elektronischen Stilrichtungen des letzten Jahrzehnts. Schön, dass meine persönliche #1, die Avalanches mit ihrem epochalen (hier stimmt der Titel sogar), und leider bis dato einzigen, Album in den Top 10 gelandet sind. Klar, einige Ausreißer gibt es natürlich auch hier (Sasha? Tiga? Layo & Bushwackaaaaa?), und auch Villalobos auf der Pole ist etwas fragwürdig, aber angesichts der Quellen doch nicht wirklich überraschend. Insgesamt könnte ich mir die Liste wohl am Stück ohne Probleme anhören – etwas, das ich nicht von allen dieser Art sagen könnte.

RA Top 100 of the Decade

Der Frühling steht zwar noch nicht wirklich vor der Tür, aber man darf ja schonmal von der kommenden T-Shirt-Saison träumen. Da kommt dieses doch wie gerufen, auch wenn ich mich als sporadischer Laptop DJ natürlich durchaus etwas angegriffen fühle (wenn auch nicht in meiner Männlichkeit, eh klar). Zu Kaufen gibt es das gute Stück von Mahogani Music auf Interstellar Sounds.

[via Testspiel]

Hey Laptop DJ…

Es gibt ein neues Video zur aktuellen Lovestoned Remix-EP von Ada, die vor kurzem auf Kompakt erschienen ist, auch wenn diese Version hier den Original-Track verwendet.

Ada – Lovestoned [Video]

apc20

Nachdem Akai mit dem APC40 Ableton-Controller schon letztes Jahr für Aufsehen gesorgt hat, schieben sie jetzt mit dem APC20 quasi die “Kompaktklasse” hinterher. Der Controller enthält das gleiche bidirektionale Launchpad, Fader und natürlich alle Plug & Play Funktionen wie der größere Bruder, verzichtet aber auf sämtliche Dreh-Regler, was jedenfalls für mich ein absoluter Dealbreaker ist. Aber vielleicht brauchen das andere ja nicht unbedingt. Der Preis dürfte bei ca. 200€ herauskommen.

Akai APC20

Eigentlich wollte ich das ja nicht ankündigen, aber da Quaristice ja doch gar nicht mal so schlecht war, und es einfach die Macht der Gewohnheit ist, nun also doch: Autechre bringen ein neues und mittlerweile zehntes (?) Album heraus. Natürlich auf Warp, natürlich mit stilgemäß kryptischen Tracktiteln und Artwork von der Designer’s Republic. Releasedatum ist der 23. März, und Pre-Order gibt es über bleep.com.

1. r ess
2. ilanders
3. known(1)
4. pt2ph8
5. qplay
6. see on see
7. Treale
8. os veix3
9. O=0
10. d-sho qub
11. st epreo
12. redfall
13. krYlon
14. Yuop

Neues Autechre Album im März

Ach ja, wie schön. Schwedenpop hatte ja kein gutes Jahr 2009, wie ich leider feststellen musste, aber solche kleinen Akustikperlen wie hier von El Perro del Mar im Duett mit Lykke Li trösten dann doch darüber hinweg und machen Lust auf mehr. Der Song ist übrigens von El Perro del Mars letzten Album entnommen.

[via]

El Perro del Mar & Lykke Li [Video]

Drüben bei XLR8R gibt es einen Podcast vom Stuttgarter Motor City Drum Ensemble, dessen RA Podcast zu meinen Favoriten des vergangenen Jahres zählen dürfte (auch wenn er schon im Dezember 2008 herauskam). Bis auf Ron Trents Klassiker Altered States kenn ich von diesem Mix nicht einen Track, aber ich lass mich gerne überraschen und bin mir sicher, dass es sich lohnt.

# Download

01 Latecomer “Cosmic Part” (Faces/MCDE)
02 Jacob Korn “Selene” (Running Back)
03 Code 6 “Beyond the Bassline” (Nu Groove)
04 This Ain’t Chicago “Ride the Rhythm” (Parisonic)
05 Mijan “Alright (SG Dub)” (Slip n’ Slide)
06 Peak Hour Rhythms “Disco Diva” (Nervous)
07 Ursula Rucker “Electric Santeria (King Britt Mix)” (Five Six)
08 Ron Trent “Altered States” (Warehouse)
09 Ben Klock “Viscoplastic” (Deeply Rooted)

Motor City Drum Ensemble Podcast

Gerade letztens habe ich wieder ein altes Album von Lali Puna gehört, die Anfang des Jahrtausends zu den Zugpferden von Morr Music gehörten, und mich gefragt, ob es die Band denn überhaupt noch gibt. Nach fast fünf Jahren Funkstille jetzt die Antwort: es gibt sie noch, und ein neues Album steht bereit. Our Inventions erscheint am 1. April, und hier ist die Tracklist:

1. Rest Your Head
2. Remember
3. Everything is Always
4. Our Inventions
5. Move On
6. Safe Tomorrow
7. Future Tense
8. Hostile to Me
9. That Day
10. Out There feat Yukihiro Takahashi

Neues Lali Puna Album im April