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17. September 2008, 14:50

Singles

Morgan Geist – Detroit (Environ)

Morgan Geist, eine Hälfte von Metro Area, beglückt die Welt mit seinem ersten Soloalbum seit 11 Jahren, und damit auch gleichzeitig erst seinem zweiten überhaupt. Detroit heißt die erste Single aus dem Album Double Night Time, und zur Verstärkung hat man sich Junior Boys Sänger Jeremy Greenspan ins Studio geholt, dessen verträumt-melancholische Stimme geradezu perfekt in den nächtlichen Soundtrack von Morgan Geist passt, der aber überraschenderweise nicht nach Detroit-Techno klingt, sondern vielmehr in die deepen Disco-House-Sphären von Metro Area abdriftet. Maßgeblich dafür verantwortlich ist das komplexe Zusammenspiel zwischen den Synths, die grob auf Geists Track 24k aus dem Jahre 2001 basieren, sich auf sehr elegante Weise abwechseln, und den Track, zusammen mit der Acid-Bassline und den großzügigen Strings, die gerade in der zweiten Hälfte vermehrt auftauchen, zu einem schimmernden Discohouse-Track mit starkem, Greenspans Vocals sei Dank, emotionalem Kick machen.

Um den programmatischen Titel der Platte doch noch aufzugreifen, ist Detroit doch als Ode an eben jene Stadt gedacht, gibt es gleich zwei Remixe von Detroit-Altmeister Carl Craig. Der erste ist eine etwas schnellere Version mit reduzierten Vocalparts, die überraschend auf House getrimmt ist, ohne dadurch Craigs typische Loop-Struktur vermissen zu lassen. Der zweite Remix zerhackt die Vocals ein wenig und zieht die Bassline in die Länge, bleibt aber meiner Meinung nach über die vollen neun Minuten doch zu ereignislos. Nicht der beste Remix von Craig, aber die Geschlossenheit und Ästhetik des Originals lassen ohnehin kaum Raum für Verbesserungen. Ich bin auf das Album gespannt.

3 Kommentare

  1. coicoi

    Klingt nach must-have! schade das man hier nix vorhören kann…

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  2. BTH

    Das Album ist echt empfehlenswert. Schön verspielt-charmanter Electrofunk.

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Trackbacks

  1. [...] Vergesst die mittelmäßigen Carl Craig Remixe, das Original ist der Gewinner hier. Wenn nach drei Minuten diese Synths einschlagen, wird mein persönliches musikalisches Highlight des Jahres wahr, ganz abgesehen davon, dass Jeremy Greenspans Vocals absolut gorgeous sind. Track des Jahres! [Review] [...]

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