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20. January 2006, 02:11

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Legale Musikdownloads steigen

Na also, geht doch:

Der weltweite Umsatz mit online oder mobil vertriebenen digitalen Musikstücken hat sich im vergangenen Jahr zusammengenommen auf 1,1 Milliarden US-Dollar verdreifacht [...]
Schätzungsweise 420 Millionen digitale Stücke wurden voriges Jahr legal erworben. Die Plattenfirmen stellten mittlerweile mehr als zwei Millionen Titel bereit. Die verstärkte Verfügbarkeit legaler Downloads dränge nach eigenen Forschungen in Deutschland und Großbritannien die illegalen zurück, meint die IFPI. Jedenfalls betrage der Prozentsatz der Internetnutzer, die legale Download-Möglichkeiten nutzen, in beiden Ländern sechs Prozent, während fünf Prozent illegales Filesharing betrieben.

Ich glaube zwar kaum dass jeder, der illegales Filesharing betreibt es auch zugibt, und die Prozentzahlen spiegeln ja nur die Meinung der Benutzer wider, die auch legales Filesharing betreiben (und dadurch automatisch weniger illegal runterladen, eine etwas andere Statistik gibt es bei Netzwelt), aber trotzdem scheint die Musikindustrie langsam zu merken, dass Filesharing nicht gleich Untergang bedeutet, auch wenn die Gewinnzone vermutlich noch in weiter Ferne liegt.
Ähnlich positive Nachrichten hätte es schon eher geben können, denn ein Grund warum es mit dem Filesharing überhaupt plötzlich so bergauf ging war ja, dass die Leute diese hippen neuen mp3s wollten, die Musikindustrie aber viel zu spät den Trend erkannt hat. Was kam eigentlich zuerst – der tragbare mp3 Player oder die legale Downloadplattform? Und nein, CDs kaufen um sie dann in mp3 umzuwandeln ist kein Argument.

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