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17. June 2006, 12:09

Dates

Sonar 2006 – Resume II

Freitag

Auch wenn die bekannten Namen fehlen, das schöne am Sonar ist dass man dafür unbekannte Bands und Artists entdecken kann. Artists wie AZ Rotator z.b., der am Freitag mittag schon gegen 13 Uhr mit einem brachialen Noise-Breakbeat-Gewitter so etwas wie ein frühes Ausrufezeichen gesetzt hat. Die amerikanischen Liars dagegen haben mir nichts gegeben außer Kopfschmerzen. Etwas weniger Effekte und mehr richtiges Singen wäre wünschenswert gewesen. Dafür war die kanadische Band Circlesquare eine weitere Überraschung des Tages; Die Band, von der ich vorher noch nichts kannte, hat eine stimmige Mischung aus harscher Elektronik und Melancholie in der Stimme des Sängers vorgelegt, in Verbindung mit schönen Visuals. Überhaupt schien das diesjährige Sonar vermehrt auf Bands mit starken Visual-Charakter zu setzen. Pole und seine Band (bestehend aus Schlagzeug und Bass) wussten ebenso zu begeistern wie die dubbigen Sounds von Bus, die dabei Unterstützung von MC Soom-T bekamen. Den Höhepunkt des zweiten Tages stellte dann sicher Senor Coconut mit seinem Orchester dar, der die vollgepackte Sonar Village mit Latino und Salsarhythmen zum überkochen brachte und den zweiten Tag perfekt ausklingen ließ.

Am Abend war dann auf dem Sonar-by-Night Festival Gelegenheit sich die Beatboxkünste von Rahzel, die Turntableausflüge von DJ Krush, die 303 Verspieltheit von Jimmy Edgar und eine extrem bizarre Show von Otto von Schirach anzuhören, der sich bauchfrei, mit Pinochio-Nase und riesigem Gummipenis präsentierte, während er seinem Equipment übelsten Noisecore entlockte. Inzwischen wurde die Sonar Lab Stage ins Nachtprogramm verschoben, so dass nun auch nachts etwas an abstrakter Musik angeboten wird, und man sich auch nachts unter offenem Himmel auf dem Sonar Kunstrasen™ räkeln kann. Nightmares on Wax kämpften zunächst mit technischen Problemen, haben letztendlich aber doch eine solide Show zwischen Hip Hop, Soul und Downtempo abgeliefert. Tiga lockte dann gegen Ende noch eine erschreckende Menge an Leuten an, obwohl sein DJ Set weder besonders spannend noch besonders gut war. Da ich Herbert in wenigen Wochen auf dem Melt sehen werde, habe ich auf seine Sonar Performance dieses Jahr verzichtet.

4 Kommentare

  1. Matthias

    Hört sich großartig an ;O)

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  2. ned nederlander

    moin herr kühl,
    toller bericht, aber überprüfen sie bitte die kommasetzung und rechtschreibung genauestens.
    cheers

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  3. Eikman

    ey ich muss hier unter zeitdruck des hotelmanagers an einem spanischen keyboard schreiben, da hab ich keine zeit fuer rhetorik und grammatik ;)

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  4. Eikman

    So, ich hab es mal überarbeitet ;)

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