Die letzten Kommentare

  • tj: najanaja, schon fast klassisches nichtssagendes spon interview... da empfehle ich doch eher das interview in der aktuel...
  • BTH: Mann! Echt nervig sowas. Genauso wie mit dem bei Mädels oft beliebtem Taschen auf die Tanzfläche stellen und dann im K...
  • Hamito: AN MEINEM BDAY..WIE NAIS IS DAS DENN !!! ^^...
  • Sir Benedict: Hi Leute! Suche das Set von Monika Kruse von der SMS 2007 bin am verzweifeln... Please schreibt wenn ihr jemand...
  • Eikman: "Crazy Daisy" klingt zumindest nach einem Club, den ich ohnehin nicht besuchen würde....

Über thelastbeat.com

thelastbeat.com. Sympathy for Disruption. Elektronische Musik, Netzkultur und Anti-Establishment, portioniert serviert im Blogformat, pikant gespickt mit ausgewählten Interviews, Features und Reviews, und abgeschmeckt mit einer Brise Netaudio, unkontrolliert gebraut seit 2005.
[mehr]

Blogroll

Kinderbuch soll indiziert werden

Keine Woche vergeht, ohne das irgendein/e Politiker/in etwas fragwürdiges vorschlägt. Diese Woche (eigentlich schon vor einigen Wochen) geht diese Ehre an Familienministerin Ursula von der Leyen, die das satirische Kinderbuch Wo bitte geht’s zu Gott? indizieren will, weil es angeblich Kinder in ihrer Entwicklung gefährdet (wie auch immer) und zudem antisemitische Tendenzen aufweist (das zieht immer noch), weil in dem Buch die drei großen Weltreligionen kritisch dargestellt werden:

Im ministerialen Indizierungsantrag wird behauptet, das Buch sei „geeignet, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer (sic!) eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu gefährden”. Jugendgefährdend seien Medien, „wenn sie unsittlich sind, verrohend wirken, zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhass anreizen”. Dass ausgerechnet die niedlich illustrierte Geschichte vom kleinen Ferkel zu solcher „Verrohung” beitragen könne, wird damit begründet, dass in dem Buch „die drei großen Weltreligionen Christentum, Islam und das Judentum verächtlich gemacht” und „die Besonderheiten jeder Religion (…) der Lächerlichkeit preisgegeben” würden. Nach Ansicht des Ministeriums werde dabei insbesondere das Judentum auf diffamierende Weise angegriffen, so dass „Text und Abbildung mithin antisemitische Tendenzen” aufweise.

Die Frage, die sich natürlich stellt ist, ob hier nicht versucht wird Religionskritik zu verbannen, auch wenn man spätestens nach der “Mohammed-Affäre” immer vorsichtig mit diesem Thema umgehen sollte. Ich dachte eigentlich, das wir zumindestens in Deutschland aus dieser Diskussion raus sind, aber vielleicht gibt es nächstes Jahr dann auch Kreationismus als Wahlpflichtfach in deutschen Schulen.
Was mir bei der ganzen Diskussion etwas fehlt, ist die tatsächliche Wirkung des Buchs auf die Kinder. Es ist wohl kaum der Fall, dass die Kinder nach der Lektüre zu atheistischen Religionshassern heranwachsen, ebensowenig wie das alleinige Lesen der Bibel einen aufrichtigen Christen aus einem Kind macht. Kinder zu einem kritischen Denken zu erziehen finde ich dagegen wichtig, und man sollte dies nicht aufgrund fragwürdiger Anklagen verhindern. Im Endeffekt bestimmen ohnehin weder ein Buch noch die Politik die Erziehung zu einer gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.

# Artikel aus der Süddeutschen
# Seite zur Unterstützung des Buchs.


Senf abgeben

2005-2008 thelastbeat.com. Powered by WordPress.
Entries (RSS / Atom) + Comments (RSS) | Admin
Design inspired by The Morning After, remixed by Eikman.
Optimiert für Firefox, lizensiert unter Creative Commons

Close
E-mail It