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9. August 2008, 18:10

Singles

Jona – Take Five (Get Physical 095)

Irgendwie sind Jazz-Einflüsse ja gerade schwer angesagt, zumindest kommt mir das momentan verstärkt so vor. Jonathan Troupin, besser bekannt als Jona, hat sich wohl das Gleiche gedacht, und versucht sich prompt an einer Interpretation von Take Five, einem der Jazz-Standards überhaupt, den Dave Brubeck wohl am bekanntesten interpretiert hat (kein Wunder: Saxophonist Paul Desmond schrieb die Nummer). Die allseits bekannte Melodie wird auch von Jona nicht groß verändert, aber zumindest neu eingespielt, auch wenn das Saxophon ebenfalls einem Piano weichen muss. Die Explosion folgt nach einem langen Intro von knapp drei Minuten mit dem Einsetzen der Kickdrum, dann aber auch mit reichlich Zug und schönen Einsatz von Breaks und dem geloopten Piano-Hook. Daran ändert sich auch die folgenden sechs Minuten nicht mehr viel, was es aber angesichts des eingänglichen Grooves auch gar nicht muss. Die B-Seite ist ebenfalls angejazzt und fährt die Bläser auf, die ich auf der A-Seite vermisst habe, wenn auch deutlich zurückhaltender. Ansonsten zeigt auch Sunset die Stärke von Jona, mit wenig Zutaten einen quirligen Technotrack zu zaubern.

Fazit: Solide Platte, die ein wenig Überraschungen vermissen lässt, aber das Original von Take Five insgesamt ganz gut umsetzt. Dave Brubeck kann also beruhigt sein.

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