Die letzten Kommentare

  • Olli: Danke, ist ein sehr schönes Ding!...
  • Ich: Geiles Bild!...
  • Matthias: Von Soundunwound bin ich ja recht underwhelmed, aber toll fände ich es, wenn Amazon den MP3- wie auch den Vinylshop zac...
  • BTH: Das Album ist echt empfehlenswert. Schön verspielt-charmanter Electrofunk....
  • coicoi: Klingt nach must-have! schade das man hier nix vorhören kann......

Über thelastbeat.com

thelastbeat.com. Sympathy for Disruption. Elektronische Musik, Netzkultur und Anti-Establishment, portioniert serviert im Blogformat, pikant gespickt mit ausgewählten Interviews, Features und Reviews, und abgeschmeckt mit einer Brise Netaudio, unkontrolliert gebraut seit 2005.
[mehr]

Blogroll

Jens’ Spickzettel / Italien-Satire

Der ominöse Spickzettel, den Jens Lehmann vor dem Elfmeterschießen gegen Argentinien von Klinsmann erhielt, wurde nun von einem Platzwart neben dem Tor im Berliner Olympiastadion gefunden:

[via Sexyloser]

Heute Abend steht dann das Halbfinale gegen Italien an, zwar ohne Torsten Frings, dafür aber wohl mit Sebastian Kehl.
Im Vorfeld der Berichterstattung erschien auf Spiegel Online eine Satire von Achim Achilles, die sich dem Phänomen des Italieners auf und neben dem Fußballplatz anhand klassischer Stereotypen nähert. Nach zahlreichen Protesten von italienischer Seite nahm SpOn die Satire allerdings wieder offline und entschuldigte sich nachträglich. Da die Italiener schon vor dem Spiel keinen Spaß verstehen, frage ich mich wie es erst nach dem Spiel heute Abend aussieht, gemäß dem Fall sie scheiden aus (sichere Sache würde ich sagen). Am Besten ist es wohl die nächsten Wochen italienische Restaurants zu vermeiden.
Wie dem auch sei, da ich fast ein Jahr mit einem Italiener unter einem Dach gelebt habe, kann ich zu Recht behaupten dass, zumindestens im Ansatz, auch Stereotypen einer gewissen Wahrheit entspringen, und da im Internet nichts unentdeckt und nichts heimlich bleibt, kann man die Satire inzwischen auch auf zahlreichen anderen Seiten lesen, z.B. auch hier:

Eingeschmiert und Eingeölt

„Der italienische Mann, nennen wir in Luigi Forello, ist eine parasitäre Lebensform. Er ist nicht in der Lage, ohne fremde Hilfe zu überleben. Irgendwo saugt er sich immer fest. Und dann lässt er sich fallen. Gern auch auf dem Fußballplatz. Luigi Forello ist fortgesetzt damit beschäftigt, seine Hilflosigkeit zu zeigen. Das fängt schon beim Namen an. Wer nicht Luigi heißt, hört auf “Andrea” oder “Luca”.

Luigis vorrangiges Lebensziel ist das Vermeiden von Anstrengung. Liebstes Wirtstier ist “La Mama”, seine großbrüstige Erzeugerin, die ihm seine halbseidenen Socken wäscht und jeden Tag Nudeln kocht, mit dick Soße drauf. Wenn er ungefähr 30 Jahre alt ist, wechselt der italienische Mann die Köchin. Er heiratet, um sich fortzupflanzen. Die Folgen sind grausam. Eine ehemals strahlend schöne Italienerin verwandelt sich binnen weniger Monate in eine breithüftige Küchenmaschine - eine neue Mama. Das ist ihm aber egal, denn Luigi ist mit der Teilnahme an einem Autokorso beschäftigt, sofern sein klappriger Fiat es bis dahin schafft. Zum Essen ist er aber wieder da.

Beim Sport ist unser Luigi besonders tückisch, wie man jedes Jahr millionenfach an den Stränden der Adria beobachten kann. Er braucht Stunden, um seinen schmächtigen Körper und das Haupthaar einzuölen, seinen Rücken von Fellresten zu befreien und sein wenig spektakuläres Gemächt in eine viel zu enge Badehose zu stopfen. Dann stolziert er stundenlang umher, um schließlich maximal fünf Minuten beim Strandfußball mitzumachen. Er springt wie ein Wahnsinniger umher, imitiert brüllend Gesten, die er im Fernsehen gesehen hat, trifft den Ball höchst selten, die Knochen der anderen dafür umso härter.

Weil er schnell erschöpft ist, genügt ihm die leiseste Berührung eines Gegners, um melodramatisch zu Boden zu gehen. Noch im Stürzen wirft er einen Blick ringsum, ob im Publikum genügend Menschen sind, insbesondere Frauen, die ihn bemitleiden und wieder aufpäppeln. Schmachtende Blicke deutscher Urlauberinnen sind die Lebensgrundlage des italienischen Mannes.
Insofern geschah gestern nicht Ungewöhnliches. Fabio Grosso fiel im Strafraum und grinste noch im Fallen. Der nicht minder ölige Francesco Totti verwandelte dann den Elfmeter gegen Australien. Danach lutschte er am Daumen. Das ist normal bei italienischen Männern. Es war wie immer. Am Freitag werden die kickenden Holzfäller aus der Ukraine eingeölt und angeschmiert. So schlawinern sich die Italiener mal wieder bis ins Halbfinale. Dann, liebe Luigis, ist allerdings Feierabend. Wir haben da noch ein paar Rechnungen vom letzten Italien-Urlaub offen.“

Achim Achilles, Spiegel Online

[via Onlinepatriot]

2 Meldungen zu “Jens’ Spickzettel / Italien-Satire”
  1. 1
    Matthias (4.7.06, 14:29):

    Kehl, oder doch lieber Borowski? Bin gespannt, wen Klinsmann aufstellt.

  2. 2
    onlinepatriot (4.7.06, 15:37):

    Kehl!


Senf abgeben

2005-2008 thelastbeat.com. Powered by WordPress.
Entries (RSS / Atom) + Comments (RSS) | Admin
Design inspired by The Morning After, remixed by Eikman.
Optimiert für Firefox, lizensiert unter Creative Commons

Close
E-mail It