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thelastbeat.com. Sympathy for Disruption. Elektronische Musik, Netzkultur und Anti-Establishment, portioniert serviert im Blogformat, pikant gespickt mit ausgewählten Interviews, Features und Reviews, und abgeschmeckt mit einer Brise Netaudio, unkontrolliert gebraut seit 2005.
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Intro Leserpoll 2005

Ich wollte ja eigentlich nichts darüber schreiben, da ja niemand etwas darauf gibt, aber ein paar Worte zur Intro Leserpoll 2005 müssen drin sein. Leider sind auf der Homepage nur die Songs/Alben aufgeführt, im Heft finden sich aber noch mehr Kategorien.

Erschreckende, aber zu erwartende Einstimmigkeit bei Beste Alben, Songs, Band und Konzerte: Indieboy’s Finest Bloc Party, Maximo Park und die entsetzlich jaulenden Arcade Fire, die ja eigentlich sowas von 2004 sind, teilen sich durchgängig mindestens zwei der ersten drei Plätze. Bei den Labels hat sich immerhin Warp einen nennenswerten achten Platz erarbeitet, bei den Videos kommt heraus, dass Introleser sowohl auf groteske Horrorfilmerei (AFX/Rubber Johnny) sowie auf alternde Popstars im pinken Body (Madonna, auch eine Art Rubber Johnny) stehen. Etwas irritierend ist die Kategorie Beste Musikerin, die so talentiere ‘Musikerinnen’ wie M.I.A., Gwen Stefani und Avril Lavigne enthält. Sängerin hätte hier vielleicht besser gepasst (oder auch nicht), aber Pluspunkte gibt es für Ada auf Platz 18 und Feist auf der Pole Position. Immerhin: Bei den Musikern sieht es schon besser aus, auch wenn die englische Sirene James Blunt (reimt sich auf? Genau…) hier fehl am Platz ist, und auch Pete Doherty ja eigentlich nur noch Teilzeitmusiker ist.
Dass DJ Ranking enthält größtenteils die üblichen Minimalacts, mit Koze an der Spitze, nur der sympathische, wenn auch als DJ gänzlich untalentierte, Erlend Oye hat sich irgendwie zwischen 2 Many DJs (die legen ja auch mal Indie auf) und den schmierigen Gigolo Hell geschmuggelt. TV Serien und Filme lass ich außer Acht, da kenn ich mich nicht aus, obwohl ich Lindenstraße schon sehr suspekt finde, und vorsichtshalber mal bei Mutter nachfrage ob sie mein Intro in die Hand bekommen hat. Bei Modelabel findet sich H&M vor Carhartt, und die Puristen von American Apparel auf einem respektablen Platz 5 wieder.
Schnell weiter zu den schlechtesten Alben und Songs: Auffallend, dass sowohl Kettcar als auch Depeche Mode sowohl in der Wertung der schlechtesten als auch besten Alben relativ hoch auftauchen. Nicht minder interessant: 14 der 20 schlechtesten Songs sind deutsch, was meine Theorie bestätigt, dass Introleser nur bei deutschen Liedern den Text verstehen, denn sonst würden sie merken dass die Texte von so manchem heißgeliebten Indieact bedeutend schlimmer sind als die von Christina Stürmer. Etwas Lokalpatriotismus: Der einzige Club aus Frankfurt ist der Clubkeller, wenn da mal nicht gemogelt wurde…(Ansgrrr? ;)


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