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24. June 2011, 12:21

Artists

Hypnotic Brass Ensemble

Es gibt ja diese Compilations, die hört man, ohne zu wissen, wer dort eigentlich genau drauf ist oder wie die Tracks heißen. In meinem fall war ein Beispiel in letzter Zeit das wunderbare Tony Allen Tribute-Album Lagos Shake – A Tony Allen Chop Up, an dem auch Moritz von Oswald maßgeblich beteiligt war. Vor allem der erste Track, Sankofa, blieb mir dabei in Erinnerung, aber nur eine längst überfällige Recherche ergab, wer eigentlich hinter dem Stück steckt: Es ist das Hypnotic Brass Ensemble. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um eine neunköpfige Bläser-Truppe aus Chicago, deren Mitglieder, mit Ausnahme des Drummers, allesamt Söhne des ehemaligen Sun Ra Trompeters Phil Cohran sind.

Zunächst vor allem als Backing-Band für Acts wie die Gorillaz und Mos Def unterwegs, haben sich die Brüder spätestens mit ihrem selbstbetitelten Album auf Honest Jon’s (2009) einen Namen gemacht, und das auch völlig zu Recht: Das Ensemble spielt modernen Jazz, der sich trotz der offensichtlichen Grenzen der Instrumente überraschend vielseitig zeigt, und scheinbar mühelos zwischen langsameren Stücken wie Jupiter und schnelleren Upbeat-Nummern wie Hypnotic abwechselt. Hypnotisch, in der Tat. Und definitiv mal was anderes.

Ein Kommentar

  1. Matthias

    Die “Tony Allen Chop Up” ist super. Und die Hypnotic Brass-Jungs (tatsächlich acht Brüder + 1!!) sind live der Wahnsinn und außerdem sehr sympathisch .. haben vergangenes Jahr in Südfrankreich ein bisschen mit denen gefeiert ;)

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