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19. November 2007, 18:42

Alben

Henrik Schwarz – Live

henrik schwarz live Nun, in den kommenden Zeilen wird eines der aufregendsten Alben des Jahres besprochen werden. Inwiefern das dem Schreiber gelingen wird, muss man sehen. Denn ich schreibe hier über das Wunderkind der vergangenen Jahre: Henrik Schwarz hat die elektronische Musikszene aufgemischt, wie selten ein anderer. Er hat das “Kruder & Dorfmeister-Syndrom”. Sprich: noch kein eigenes Album, dafür umso mehr sensationelle Singles – aber das wichtigste: er hat genau wie die beiden Österreicher ihrerzeit ein paar der bahnbrechendsten Remixe überhaupt angefertigt. Zu hoch gegriffen? Auf keinen Fall!

Nun ist ein “neues Album” da. Auf !K7 kommt es heraus, genau wie sein exzellenter Beitrag zur DJ Kicks-Reihe (ich würde gar behaupten, eine der besten Ausgaben dieser Reihe überhaupt). Allerdings darf man die neue Platte nicht mit der gleichnamigen “Live” CD von 2005 von eben demselben Künstler verwechseln! Hier nun werden eigene Tracks und von Schwarz angefertigte Remixe in einer so intensiven Art und Weise ineinander verschachtelt, dass es dem geneigten Zuhörer angenehm den Rücken runterläuft; und das sogar außerhalb des Clubkontextes im Wohnzimmer auf der Couch bei einer Tasse Apfeltee.

Die verwendeten Tracks sind größtenteils bekannt, bekommen aber eine völlig neue Note, weil die Zusammenstellung einfach so stimmig ist, das man gar nicht merkt, wie schnell die wunderbare Zeit mit dieser Platte vorüber zieht. Einige Höhepunkte seines Schaffens wie z. B. Stop, Look & Listen mit Jesse Rose, die Zusammenarbeit mit Âme & Dixon für Where We At, Marie Boine’s Vuoi Vuoi Me Remix oder sein Hit Leave My Head Alone Brain stellen auch hier sicherlich Höhepunkte dar. Wenn allerdings seine DJ Kicks-Single Imagination Limitation in den unfassbar guten Remix vom James Brown-Klassiker It’s A Man’s World mündet, ist’s auch um den letzten aller Tanzmuffel geschehen: Anlage aufdrehen und taaaaanzen! Nicht umsonst steht hinten auf dem Cover: Thank you for dancing & Play it loud! Einzig der vielgelobte Remix für Coldcut’s Walk A Mile fehlt. Den muss man sich dann auf der DJ Kicks gönnen.

6 Kommentare

  1. Carsten

    Und auch noch optisch und haptisch ziemlich ansprechend. Fasst sich an wie ein Buch mit ordentlichem Hardcover. Aber das ist natürlich nur das i-Tüpfelchen bei so einer Hammerplatte.

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  2. sma

    bei beatport gibt es übrigens die alternative digitalversion des albums, die recht anders klingt, mit vielen neuen tracks gespickt ist und in form eines downloadlinks auch der (in der tat sehr schönen) cd beiliegt. leider ist das mixing wie auch schon bei der digitalen version der dj kicks ein bisschen, äh, gewöhnungsbedürftig.

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  3. Schupdawg

    ooops!? downloadlink? kann ich auf meiner ausgabe nicht finden!? wo finde ich den link denn genau?

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  4. Carsten

    Habe ich bis jetzt auch noch nicht gesehen.

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  5. Matthias

    Mööp, wie konnte ich die denn übersehen? Wahrscheinlich, weil ich eigentlich gar nicht mehr auf CDs achte, aber dieses Album hier scheint es nur als solche zu geben. Ist dennoch ein Muss. Ich habe Henrik vor einiger Zeit mal in Darmstadt gesehen, das war schon der Hammer!

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  6. sma

    hm, dann ist der vielleicht bei der live nicht dabei. würde mich allerdings wundern, denn einen eben solchen alternativmix des albums gab es auch schon bei der dj kicks in form eines links. ansonsten einfach bei beatport vorbeischauen und sich das teil besorgen. :-)

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