Sportliches

11. October 2006, 11:14 by Eikman

Gazprom und Schlacke

Wie Sport1 heute berichtet, steigt eines der weltweit größten Unternehmen als Sponsor in die Bundesliga ein. Das Logo des russischen Ölunternehmens Gazprom wird ab der Rückrunde das Trikot von Schalke 04 verzieren. Neben 12 Millionen Euro Einnahmen verspricht der Konzern hohe Prämien für Siege in der Champions League - theoretisch sind bis zu 125 Millionen möglich, was jedoch angesichts der momentanen Situation in Herne West utopisch scheint. Trotzdem ist man zuversichtlich auf Schalke die seit Jahren (zu hoch) gesteckten Ziele endlich erreichen zu können. Inwiefern der Deal politische Interessen enthält wird nicht weiter erwähnt, aber es ist bekannt dass Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder einen guten Draht zu Gazprom hat, und nebenbei hat sich Schalke auch gleich mit St. Petersburg, dem Lieblingsclub von Putin verbündet. Trotz allem betont man, dass es sich um keine Übernahme des Vereins nach dem Modell Abramowitsch/Chelsea handelt. Zum Glück, denn sonst wäre Schlacke ja vielleicht irgendwann mal erfolgreich.

Am Abend gab es als Ansporn immerhin schon einmal ein Treffen der Schalke-Cheftetage mit Russlands Präsident Putin, der derzeit gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zum “Petersburger Dialog” in Dresden weilt.

Auch der Millionendeal war auf höchster politischer Ebene mit Hilfe vom ehemaligen Bundeskanzler und Gazprom-Aufsichtsratsmitglied Gerhard Schröder zustande gekommen. Rehberg: “Schalke wird aber nie ein zweites Chelsea”.
Schalke bleibt ein eingetragener Verein, es sei ausgeschlossen, dass Gazprom nach dem Vorbild von Russland-Milliardär Roman Abramowitsch bei Chelsea London in Gelsenkirchen die Macht übernehme.

2 Kommentare

  • 1
    Matthias:

    “Acker” Schröder ist doch BVB-Mitglied, der weiß schon, was er tut ;O)

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  • 2
    Eikman:

    Schroeder ist wahrscheinlich bei jedem VErein Mitglied, nur um seine neutrale Stellung zu bewahren :)

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