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3. October 2011, 13:50

Feature

Feature: Roman Flügel

Roman Flügel, wer ist das eigentlich? Die Frage ist berechtigt, nicht etwa weil der Frankfurter DJ nicht ausreichend bekannt wäre, sondern weil man sich seine musikalischen Persönlichkeiten erst einmal genauer anschauen muss, bevor man nach dem kategorischen “wer” fragt: Auf der einen Seite ist da nämlich Alter Ego, Flügels längstes Projekt mit seinem Produktionspartner Jörn Elling Wuttke, das sich Mitte der Nuller Jahre mit einer ironisch-prolligen Mischung aus Techno und fransigen Elektrobeats einen Namen machte, große Tourneen und Chart-Platzierungen inklusive.

Auf der anderen Seite steht der Solo-Produzent Roman Flügel, der als Roman IV, Acid Test, Eight Miles High, Soylent Green in den letzten zwanzig Jahren so ziemlich alle Facetten elektronischer Musik durchlebte. Eine gewisse künstlerische Schizophrenie kann man dem langjährigen Mitbetreiber der renommierten Label Klang Elektronik und Playhouse nicht absprechen. Mit dem aktuellen Album Fatty Folders auf Dial bekommt die Diskografie des Frankfurters nun zwar keinen neuen Alias, wohl aber ein weiteres Kapitel dazu. Im Interview erzählt er, was denn tatsächlich alles neu ist – und was nicht.

Roman, du hast in den letzten eins, zwei Jahren auffallend viele Platten veröffentlicht. Steckst du in einer anhaltenden kreativen Phase?

Das hat zwei unterschiedliche Gründe: Zum einen liegt es daran, dass ich bis vor zwei Jahren wahnsinnig viel unterwegs war; 2009 war ich zum Beispiel mit Jörn noch als Alter Ego in Australien. Als die Tour dann zu Ende war, habe ich mir ein neues kleines Studio in Frankfurt eingerichtet, in dem ich mich zurückziehen konnte und immer noch kann. Nach einer Phase von fast fünf Jahren, in denen ich mit Jörn viel gemacht habe, habe ich mich dann wieder auf die eigene Musik konzentriert. Ich habe mich dann erst einmal wieder eingehört um zu schauen, wohin es eigentlich gehen soll. Und dann kam auch recht schnell die Idee, auch wieder was für andere Label zu machen – wie eben die neue Dial-Platte.

Wo du gerade Label erwähnst – du bist ja nicht mehr aktiv an Playhouse und Klang beteiligt. Hat dir das auch neue Freiheiten zum Produzieren ermöglicht?

Es ist ja allgemein bekannt, dass ich dort nicht mehr so involviert bin. Ich glaube schon, dass ich mich damit auch ein bisschen freigeschwommen habe, um wieder Zeit für andere Sachen zu haben und mich neu auszurichten, ja.

In den letzten 20 Jahren hast du zahlreiche unterschiedliche Stilrichtungen durchgemacht. Wie schaffst du es noch, dich selbst zu überraschen?

Das ist gar nicht so einfach (lacht), aber es geht. Für mich ist es vor allem die Kombination aus Produzieren und Auflegen, die es mich für mich interessant macht. Das heißt, in dem Augenblick, in dem ich mich für andere Platten interessiere, deren Platten kaufe und damit Sachen neu entdecke, wird für mich auch die eigene Musik immer wieder spannender, weil die Sachen dadurch einen anderen Kontext bekommen. Ich sehe mich nicht als jemand, der auf seiner kleinen Insel sitzt und dort sein eigenes Süppchen braut, völlig frei vom Rest der Welt. Ich bin einfach eingebunden in den Kosmos, der seit 20 Jahren mein Leben bestimmt.

Wenn ich mich jetzt seit jeher an einen bestimmten Sound gehalten hätte, hätte ich das wohl ich gar nicht so lange gemacht. Für mich ist die Auseinandersetzung mit anderen Künstler und anderen Stilen ein Teil der einfach dazugehört, und die auch immer wieder neue, spannende Ergebnisse bei meinen eigenen Produktionen hervorruft.

Gibt es momentan eine Richtung, die du besonders spannend findest?

Keine bestimmte Richtung, aber ich finde es extrem spannend, dass jetzt nach gut 20 Jahren ein Zyklus wieder am Ausgangspunkt zu sein scheint. Da gibt es sehr sehr viele Produzenten, die sich jetzt wieder auf Platten beziehen, die auch für mich schon relevant waren, als ich angefangen habe – aber das auch wieder anders interpretieren. Das finde ich aufregend, das habe ich, auch als Teil der Szene, so noch nicht mitbekommen. Klar, es gab immer wieder Phasen wie das Acid-House-Revival, aber jetzt findet man in den Tracklists der jungen Produzenten plötzlich jede Menge alter Platten.

…wobei natürlich jede Musik von ihrer Geschichte beeinflusst ist.

Klar, aber elektronische Musik bekommt ja jetzt eigentlich erst seine Geschichte. Früher galt House und vor allem Techno ja immer als Zukunftsmusik – und das ist sie einfach nicht mehr. Und die Tatsache hat der ganzen Szene etwas die Last genommen, immer zukunftsweisend und immer wieder anders zu sein. Stattdessen gibt es jetzt wieder vermehrt Bezüge zu älteren Produktionen, was die Sache deswegen nicht langweiliger macht, im Gegenteil.

Du hattest an anderer Stelle erwähnt, dass es gerade im House-Bereich nicht mehr viel Neues gibt.

Naja, es ist ja vermessen zu sagen, man könne das Rad neu erfinden. Zum einen ist man als Musiker immer auf die Produktionsmittel seiner Zeit beschränkt. Zum anderen kann man nicht einfach einen Groove, an den sich die Gesellschaft über zehn, zwanzig Jahre gewöhnt hat, einfach auf den Kopf stellen. Das ganze System “Party” hat sich ja auch erst über viele viele Jahre zu einem globalen Phänomen entwickelt. Deswegen glaube ich auch nicht, dass man jetzt in Sachen House plötzlich auf das ganz neue Ding hoffen sollte.

Schaut man sich einmal deine eigenen Produktionen und dann die von Alter Ego an, scheinen Welten aufeinander zu prallen. Gibt es zwei Seiten von Roman Flügel – den introvertierten Produzenten auf der einen Seite und die “Rampensau” auf der anderen?

Im Fall von Alter Ego war das vielleicht auch eine Art von Radikalisierung: Wir haben zu zweit im Studio eine Form von Aggressivität ausgelebt, die man alleine gar nicht empfinden kann. Da war eine Art gegenseitige Provokation im Spiel, die letztendlich dazu geführt hat, dass Alter Ego so geklungen hat wie auf den letzten beiden Platten. Dahinter steckte auch gar kein Konzept, das war für uns selbst überraschend, dass Tracks wie “Rocker” entstanden sind – und auch so einen Erfolg hatten. Wenn man dagegen alleine im Studio ist, beschäftigt man sich zwangsweise vor allem mit sich selbst. Deswegen klingen meine Sachen wohl auch häufig etwas introvertierter.

Wie wichtig ist dir dann trotzdem noch der Aspekt der Tanzbarkeit?

Ich sehe mich immer als Teil, im weitesten Sinne, von Tanzmusik. Jede Platte, die ich gemacht habe, ist im Kern eine Platte zum Tanzen. Ich habe als DJ die Erfahrung gemacht, dass wenn man einen interessanten Abend hat auch ein ziemlich breites Programm fahren kann. Schon mit den Acid Jesus Platten Anfang der Neunziger war das für mich kein Widerspruch, dass man Nummern hat, die eben ruhiger sind. Im Gegenteil, letztendlich ist es das, was die ganze Sache interessant macht. Es war mir deswegen auch wichtig, auf dem Dial-Album unterschiedliche Stimmungen einzufangen. Und ich habe auch z.B. auf dem Melt! Festival erstmals eine Nummer vom Album gespielt und war verblüfft und glücklich, wie gut es geklappt hat. Das zeigt glaube ich, dass bei mir immer eine gewisse Tanzbarkeit mitschwingt, auch wenn ich mir im Studio nicht immer sicher bin, wie der Track dann letztlich funktioniert.

Das Album ist auch das erste, das du tatsächlich unter deinem bürgerlichen Namen veröffentlichst. Ist das vielleicht auch ein Hinweis darauf, dass es sehr persönlich ist?

Fatty Folders

Das ist eher der Tatsache geschuldet, dass ich keine Lust mehr hatte, mich hinter zig Pseudonymen zu verbergen. Das ist einfach ein natürlicher Prozess. Hinzu kommt auch noch, dass meine erfolgreiche Nummer “Gehts Noch” damals auch unter meinem Namen erschienen ist – was gleichzeitig Fluch und Segen war. Ich wollte mit meinen letzten Maxis klarmachen, dass ich nicht mit dieser einen Nummer – zu der ich trotzdem zu hundert Prozent stehe – assoziiert werden möchte. Ich würde jetzt aber nicht unbedingt sagen, dass es mein persönlichstes Album ist. Das erste Eight Miles High Album war ähnlich “persönlich” mit dem Unterschied, dass eben nicht mein richtiger Name draufstand. Aber dafür hatte ich ein großes Foto von mir auf dem Cover, was ich heute so nicht mehr machen würde… (lacht)

Wie kam überhaupt der Kontakt zu Dial zustande?

Ich kenne Pete [Lawrence, Anm.] und vor allem David [Carsten Jost, Anm.] schon viel länger, als viele vielleicht denken. Denn David war in den 90er Jahren mal bei L’Age d’Or Praktikant, und da habe ich ihn schon kennengelernt und der Kontakt blieb bestehen. Ich finde, dass Pete und David dem Label nicht nur ein tolles Erscheinungsbild gegeben haben, sondern vor allem auch eine klare Idee haben von dem, was sie gut finden. Insofern war das für mich keine Frage, dort Sachen zu veröffentlichen. Ich habe ihnen dann ein paar Sachen geschickt und das lief alles so entspannt, wie ich es selten mit einem Label hatte.


Dial hat ja eine recht klare Labelphilosophie. Hast du denn bewusst Stücke dafür produziert oder kam das dann eher zufällig?

Ich hatte einige Stücke fertig, von denen sie eine Vorauswahl getroffen haben. Erst dann war klar, dass wir zusammen arbeiten können und dann war es schon so, dass die erste Single “How to Spread Lies” auch von mir mit dem Gefühl im Hinterkopf produziert wurde, dass es eben auf Dial erscheint. Da kommt wieder der angesprochene Kontext zum Vorschein: Das Wissen, um die Begeisterung von anderen ist damit natürlich eingeflossen und hat sich dann auch auf den Rest der Produktion des Albums ausgewirkt.


Wie lange hast du an dem Album insgesamt gearbeitet?

Es ist ja immer so ein Prozess. Ich setz mich nicht hin und sage mir, dass ich jetzt in acht Wochen ein Album mache. Das sind immer so Phasen, in denen ich nichts zustande bringe. Es hat auf jeden Fall ein paar Monate gedauert, bis ich zufrieden war, auch mit dem ein oder anderen Edit. Ich würde sagen, das letzte Jahr über habe ich mich im weitesten Sinne damit beschäftigt.

Du hast in einem anderen Interview erwähnt, dass du dich viel mit südamerikanischer Musik und Jazz beschäftig hast. Ist das in das Album mit eingeflossen?

© Resident Advisor

Das wird immer schnell missverstanden, wenn man sagt, dass man sich jetzt eingehend “mit Jazz beschäftigt”. Bei mir ist das eher eine oberflächliche Beschäftigung mit der Musik, weil ich einfach nur Platten höre und freue mich daran, dass ich Rhythmen und Klänge höre, die ich so noch nicht kannte. Aber ich bleibe trotzdem Amateur in der Betrachtung und fange nicht an, die Sache dann theoretisch zu analysieren oder im Studio zu kopieren. Ich benutze da einfach meine Ohren, ohne dem Ganzen einen konzeptuellen Überbau zu geben. Es wäre wirklich arrogant zu sagen, dass ich jetzt brasilianische Musik oder Folklore oder was auch immer machen würde. Genau das gleiche gilt für Afrika: Wenn House-Musik versucht, afrikanische Folklore einzubinden, wird es immer grausam, jedenfalls wenn man nicht zugibt, dass es nicht ernst gemeint ist. Ich würde niemals irgendwelche Ethno-Samples über einen House-Beat legen. Nie.

Was ist mit Jazz?

Beim Jazz ist es ähnlich. Ich habe ja die Platte mit dem Christopher Dell gemacht, und der ist tatsächlich waschechter Jazz-Musiker und Improvisator, viel mehr als ich es je sein könnte. Aber diese Zusammenarbeit war natürlich sehr inspirierend für meine eigenen Sachen.

Versuchst du auch im Studio eher improvisations-mäßig heranzugehen oder hast du eine klare Arbeitsweise?

Im Studio zu sein ist für mich immer noch eine sehr kindliche Herangehensweise: Spielen und Probieren sind eigentlich das wichtigste. Dass man am Anfang gar nicht weiß, wohin die Reise gehen soll und sich einfach, auch vom Zufall, treiben lässt. Der Kopf kommt dann erst später, beim Abmischen. Auf dem neuen Album ist “Deo” so ein Fall: Das habe ich improvisiert und dann später den Edit zusammengeschnitten, bis ich zufrieden war. Das hätte ich früher aber auch vermieden, vielleicht weil ich es mir nicht zugetraut hätte. Inzwischen versuche ich, mehr und mehr zu spielen.

Möchtest du in Zukunft generell mehr mit Live-Instrumentierung machen?

Ich habe jetzt auch schon im Studio mein Schlagzeug stehen und Percussion-Instrumente, alte Effektgeräte und meine Gitarre. Das ist auch alles auf dem Album schon zu hören: Die Percussion sind keine Samples, sondern selbst gespielt und das gleiche gilt auch für einige Soli und Dub-Effekte, die im Studio live passieren und dann später auf dem Rechner nochmal bearbeitet werden. Auf jeden Fall spielt das eigentliche Spielen bei mir momentan wieder mehr eine Rolle als die reine Sequenz der Musik.

Damit vermeidet man auch das, was ein Kollege von mir unlängst als “Preset-House” bezeichnet hat.

Für mich ist das auch eine Ehrensache, dass ich eben nicht, salopp gesagt, die “Dubhouse-Sample-CD” einlege. Die Verlockung ist natürlich heutzutage, wo die Produktionsmittel deutlich günstiger sind und auch die Verfügbarkeit von Grundlagen wie Loops oder Samples unermesslich ist, groß, dann auch die Sachen direkt zu nehmen. Aber ich glaube der eigentliche Charakter entsteht eben erst dann, wenn man sich wirklich auch die Arbeit macht, seine Sachen selbst aufzunehmen und selbst zusammenzuschneiden.

Verlierst du dich dabei auch öfters mal in der Produktion?

Die Gefahr besteht natürlich immer. Man ist im Produktionsprozess und denkt sich, dass das ein oder andere Detail vielleicht noch gut wäre, aber tatsächlich bringt es dem Stück eigentlich keinen Mehrwert. Das muss man dann halt beim Abmischen wieder korrigieren, weswegen der Prozess des Abmischens mir auch teilweise schwieriger fällt das tatsächliche Musikmachen. Gerade wenn es darum geht, sich von einem Stück zu verabschieden, loszulassen, das fällt mir manchmal schwer. Aber dann habe ich zum Glück Leute um mich herum, wie auch Pete und Dave, die das dann anhören dürfen und auch sagen “Komm, ist doch fertig, lass gut sein”.

Glaubst du, dass du dich nach dem Album wieder in die Richtung “klassisches Techno” orientieren wirst?

Momentan fühlt sich das, was ich gerade mache, so gut an, dass ich das einfach weitermachen werde. Und ich hoffe, dass nicht irgendwann die große Depression kommt… (lacht)

Wie wichtig ist dir die emotionale Komponente in deinen Tracks?

Ich finde es schon wichtig zu versuchen, sich auch emotional ein bisschen aus dem Fenster zu lehnen und gewisse Stimmungen einfließen zu lassen. Dass man sagen kann, ok, ich bin jetzt eben ein bisschen melancholisch, ohne dass es peinlich ist. Ich habe da auch mit Ricardo [Villalobos] mal vor vielen Jahren drüber gesprochen und wir waren uns einig, dass die Leute eigentlich soweit sein müssten, um auf dem Dancefloor zu weinen. Es muss nicht immer Party und “hands in the air” sein, sondern eben auch das Gegenteil – wieso auch nicht? Dadurch wird ja auch das andere wieder intensiver. Musik sollte nicht zur einfachen Tapete verkommen, sondern einem immer auch etwas mit auf den Weg geben. Ich möchte ja auch was spüren, wenn ich Musik höre.

Der Mittelweg zwischen Tanzbarkeit und Party und Gefühlen jenseits der bloßen Euphorie ist da wohl das wichtigste….

Für mich sind es auch die DJs, die an einem Abend die volle emotionale Bandbreite abbilden, die am interessantesten sind. Aber ich merke das auch bei mir selbst, dass das immer wieder eine Herausforderung ist. Es klappt halt auch nicht immer.

Hat sich dein Auflegen denn in dieser Hinsicht verändert? Bist du mutiger geworden über die Jahre?

Als DJ wächst man ja auch genauso über die Jahre wie als Musiker. Die Dinge Verstehen ist eine Sache, aber sie dann auch selbst umzusetzen ist nochmal was anderes. Als ich angefangen habe aufzulegen und auch zu produzieren habe ich mich auch erst einmal auf meine großen Vorbilder und Labels eingelassen. Das machen heute auch noch viele, weil es ihnen einfach am nächsten ist. Aber irgendwann stellt man fest, dass da noch eine Möglichkeit ist, so viel mehr unterzubringen. An den Punkt bin ich erst nach ein paar Jahren gekommen. Heute würde ich sagen, dass ich den größten Spaß daran habe, wenn ich in einer Nacht unterschiedliche Höhepunkte setzen kann und vor allem die Leute dann auch mitgehen.

Ich habe oft das Gefühl, dass sich die Clubgänger auch viel öfters überraschen lassen würden.

Es ist auch so, dass die Clubgänger von vielen Leuten unterschätzt werden. Irgendwie ist es ja auch ein System, dass sich selbst erhellt: Viele Dinge sind einfach erfolgreich, weil sie eine bestimmte Macht haben. Ohne dass sie jetzt besonders gut sind. Das zu ändern ist nicht einfach, die Clubs wollen ja auch keine Verluste machen. Und so spielt sich das dann über Jahre ein. Und bis dort dann wieder genug Schwung für Änderung reinkommt dauert Jahre.

Wie kann man das ändern?

Ich glaube fast, dass wir gerade jetzt, auch mit dem vorher erwähnten Zyklus, an so einem Punkt angelangt sind, an dem das ganze Auf-Nummer-Sicher-Gespiele an seine Grenzen stößt und Clubs und DJs sich mehr trauen. Zum einen hat das Internet das alte Gefüge etwas aufgebrochen, weil sich dort ganz andere, ich sag jetzt einfach mal “Zielgruppen” finden, die andere Erwartungen an einen DJ haben als zunächst gedacht und das auch äußern. Dazu kommt, dass wir ja eigentlich jetzt erst soweit sind, dass Leute, die schon zehn, zwanzig Jahre dabei sind anfangen, ihre Erfahrungen mit Clubmusik in Relation zu setzen. Dadurch bekommt man die ganze Geschichte auch eine neue Perspektive, was sehr spannend ist.

Was hast du persönlich für die Zukunft geplant?

Ich werde erst mal so weitermachen wie bis jetzt. Ein zweites Album auf Dial wäre so ziemlich das Beste, was ich mir momentan vorstellen könnte – wenn die Jungs mich denn lassen. (grinst)

Info: Auszüge dieses Interviews sind in der De:Bug #155 erschienen

2 Kommentare

  1. wax

    Schöner Einblick in die Welt von Roman Flügel. Er ist für mich sowas wie der Fels in der Brandung. Ich habe das Gefühl als sei er schon immer da gewesen.

    Fatty Folders trifft meinen Nerv genau. Ganz angenehme Musik, für ein Couchpotato wie mich. Ich bin gespannt auf die nächsten 20 Jahre.

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