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28. November 2007, 15:50

Alben

Donnacha Costello – Colorseries

Farben und Techno passen gut zusammen, und Konzeptserien auf Basis von Farben gibt es nicht erst seit Wolfgang Voigts Freiland Projekt. Auch der Ire mit dem garantiert unirischen Namen und Philosophie-Abschluss Donnacha Costello hat ein Faible für Serien. Dieses und letztes Jahr war es die 6×6 Serie, davor eben die Colorseries. 2004 wurden die zehn 12″s auf dem eigenen Minimise Label veröffentlicht, und jetzt gibt es die Colorseries als CD “Best Of”.

Angefangen mit Orange, Grape und Pistachio wird der Weg zunächst in Richtung Detroit abgesteckt. Das bleepige Orange und die peitschenden Snares von Pistachio sind wunderbare Ausflüge in den wohligen Oldschoolklang der 909, ohne dabei die Melodie außer Acht zu lassen. Grape A + B sind dubbiger angehaucht, schalten die Percussion auf das nötigste zurück, und überlassen den Synths die Bühne. Trotzdem ist mit Ausnahme von Blue B, der mit tiefem Subbass und verspulten Synths in Sähkö und Sleeparchive Sphären vordringt, keiner der Tracks so minimal wie man es von der 6×6 Series kennt. Die zuvor unveröffentlichten Opal Sessions sind berauschender Acid in Reinkultur, während man sich bei Cocoa plötzlich nach der durchtanzten Nacht im Ambienthimmel bei einer Tasse Kakao wiederfindet. Zum Schluss dann mit Mustard B noch einmal ein Highlight, ein toller Abschluss zwischen Bleeps und melancholischen Melodien, dass man glaubt es wäre wieder 1995 als man noch mit analogem Equipment gearbeitet hat.

Abgesehen davon dass gut zwei Drittel der eigentlichen Tracks fehlen, ist die Colorseries Compilation ein gelungener und abwechslungsreicher Überblick über die Serie. Wer das Komplettpaket möchte, wird allerdings um die Original 12″s nicht herumkommen, die es immer noch zu haben gibt.

# Colorseries @ Boomkat