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thelastbeat.com. Sympathy for Disruption. Elektronische Musik, Netzkultur und Anti-Establishment, portioniert serviert im Blogformat, pikant gespickt mit ausgewählten Interviews, Features und Reviews, und abgeschmeckt mit einer Brise Netaudio, unkontrolliert gebraut seit 2005.
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Shackleton - Blood on my Hands (Skull Disco 07)

Eines der am meisten erwarteten, und wohl eines der wohlbehütesten, Releases des Jahres findet nächste Woche endlich seinen Weg in die Plattenläden: Der Ricardo Villalobos Apocalypso Down Remix von Shackletons Blood On My Hands auf Skulldisco. Wahlweise auf Vinyl oder als Teil einer mehr als hochwertigen Doppel CD zu haben.

Shackleton und Villalobos teilen beide eine Vorliebe für komplexe Percussion, was vielleicht schon die perfekte Vorraussetzung für einen Remix ist. Von Philip Sherburne schon Anfang des Jahres als eine der ersten Fusionen aus Dubstep und Minimal Techno geheiligt, bietet der Track jedoch nicht unbedingt was man angesichts dieser Aussage erwarten könnte. Weder findet man den alles durchdringenden Sub-Bass des Dubstep wieder, noch die offensichtliche Tanzbarkeit eines Technotracks, auch wenn ich diese dem Track nicht ganz abschreiben möchte.
Es ist vielmehr Cross-Genre, das Elemente beider Stile verbindet und irgendwie etwas gänzlich neues, sonderbares und gleichzeitig faszinierendes hervorgebracht hat: ein brütendes 18 Minuten Ungeheuer, langsam, unheimlich, düster und nachdenklich. Die ohnehin schon langsamen Vocals sind zusätzlich heruntergepitcht und wirken so noch eindringlicher, geradezu betend werden Zeilen wie There’s no point to look behind us, we left the corpse behind in den musikalischen Äther gestoßen. Villalobos’ typisch minimale Percussion nimmt den arabischen Einfluss des Originals weitestgehend heraus, und konzentriert sich primär auf die Conga Elemente und eine relativ subtile 4/4 Bassline, die sich beide jedoch zu einem geradezu endlosen Fluss verbinden, und durch Modulationen, Reverb- und Flanger-Effekt immer wieder verändert werden bis man als Hörer wirklich gänzlich, auf positive Weise, im Sound verloren ist.

Ein Sound als würde man in ein schwarzes Loch blicken. Ein Remix, der zu seinem Titel steht.

# Shackleton vs Villalobos @ Boomkat (12″)
# Skull Disco Soundboy Punishments @ Boomkat (2xCD)

5 Meldungen zu “Shackleton - Blood on my Hands (Skull Disco 07)”
  1. 1
    micha (4.5.07, 21:23):

    hui, ganz schön cool. well done!

  2. 2
    Eikman (4.5.07, 22:24):

    und DAS ist im gegensatz zu JPLS gutes minimal in meinen ohren ;)

  3. 3
    coicoi (5.5.07, 08:10):

    hat was von plasticman. ..und was von mymy’s heroin-style. ..hehe..

  4. 4
    johnny (13.5.07, 09:33):

    die vocals sind geil, der ganze track kommt extrem verdrogt rüber, geeeil…!!! ;)

  5. 5
    // thelastbeat.com 3.0 // | Feature: Best of 2007 (22.12.07, 13:56):

    [...] Livealbum #2: Henrik Schwarz’ lässt immer noch auf ein Album warten, aber diese Sammlung an eigenen Tracks, Remixen und Produktionen die während der Tour als Live-Edits entstanden sind, ist schon eine gute Entschädigung und mehr als nur ein Zeitvertreib. Gewürzt mit viel Soul, Jazz und Funk, ist diese Werkschau ein erstklassiges Dokument vom Können des sympathischen Producers. [Review] [...]


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