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4. May 2007, 01:35

Singles

Shackleton – Blood on my Hands (Skull Disco 07)

Eines der am meisten erwarteten, und wohl eines der wohlbehütesten, Releases des Jahres findet nächste Woche endlich seinen Weg in die Plattenläden: Der Ricardo Villalobos Apocalypso Down Remix von Shackletons Blood On My Hands auf Skulldisco. Wahlweise auf Vinyl oder als Teil einer mehr als hochwertigen Doppel CD zu haben.

Shackleton und Villalobos teilen beide eine Vorliebe für komplexe Percussion, was vielleicht schon die perfekte Vorraussetzung für einen Remix ist. Von Philip Sherburne schon Anfang des Jahres als eine der ersten Fusionen aus Dubstep und Minimal Techno geheiligt, bietet der Track jedoch nicht unbedingt was man angesichts dieser Aussage erwarten könnte. Weder findet man den alles durchdringenden Sub-Bass des Dubstep wieder, noch die offensichtliche Tanzbarkeit eines Technotracks, auch wenn ich diese dem Track nicht ganz abschreiben möchte.
Es ist vielmehr Cross-Genre, das Elemente beider Stile verbindet und irgendwie etwas gänzlich neues, sonderbares und gleichzeitig faszinierendes hervorgebracht hat: ein brütendes 18 Minuten Ungeheuer, langsam, unheimlich, düster und nachdenklich. Die ohnehin schon langsamen Vocals sind zusätzlich heruntergepitcht und wirken so noch eindringlicher, geradezu betend werden Zeilen wie There’s no point to look behind us, we left the corpse behind in den musikalischen Äther gestoßen. Villalobos’ typisch minimale Percussion nimmt den arabischen Einfluss des Originals weitestgehend heraus, und konzentriert sich primär auf die Conga Elemente und eine relativ subtile 4/4 Bassline, die sich beide jedoch zu einem geradezu endlosen Fluss verbinden, und durch Modulationen, Reverb- und Flanger-Effekt immer wieder verändert werden bis man als Hörer wirklich gänzlich, auf positive Weise, im Sound verloren ist.

Ein Sound als würde man in ein schwarzes Loch blicken. Ein Remix, der zu seinem Titel steht.

# Shackleton vs Villalobos @ Boomkat (12″)
# Skull Disco Soundboy Punishments @ Boomkat (2xCD)

5 Kommentare

  1. micha

    hui, ganz schön cool. well done!

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  2. Eikman

    und DAS ist im gegensatz zu JPLS gutes minimal in meinen ohren ;)

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  3. coicoi

    hat was von plasticman. ..und was von mymy’s heroin-style. ..hehe..

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  4. johnny

    die vocals sind geil, der ganze track kommt extrem verdrogt rüber, geeeil…!!! ;)

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