Die letzten Kommentare

  • beingboring: Ich finde diesen Guardian-Artikel eigentlich ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Was genau verursacht Dein Kopfschütte...
  • Eikman: danke! :)...
  • Saint: Find ich echt kuhl, Deine Linkages....
  • Olli: Danke, ist ein sehr schönes Ding!...
  • Ich: Geiles Bild!...

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thelastbeat.com. Sympathy for Disruption. Elektronische Musik, Netzkultur und Anti-Establishment, portioniert serviert im Blogformat, pikant gespickt mit ausgewählten Interviews, Features und Reviews, und abgeschmeckt mit einer Brise Netaudio, unkontrolliert gebraut seit 2005.
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Das Ende von Hausmusik

Im Rückblick scheint die EFA Pleite, in deren Sog renommierte Independent Labels wie Mille Plateaux oder Force Tracks verschwanden, schon länger als drei Jahre zurück zu liegen. Dass es wirklich erst 2004 war, wird einem sofort wieder klar wenn sich ähnliches zu wiederholen scheint: Der Münchner Plattenvertrieb Hausmusik, der einige der ehemals betroffenen Labels unter Vertrag genommen hat, steht nun, knapp drei Jahre später, vor dem Ende. Nach 16 Jahren zieht Gründer und Eigentümer Wolfgang Petters die Notbremse, in der Hoffnung bis Ende des Jahres “auf Null rauszukommen”. Wie die ZEIT berichtet hat der Vertrieb, der einen Großteil seines Umsatzes im Ausland macht, starke Einbußen im laufenden Jahr hinnehmen müssen:

Der Hausmusik-Umsatz sei im ersten Quartal 2007 um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen, im zweiten Quartal um 20 Prozent, im Monat Juli um 30 Prozent, im August um 40, im September sei mit 70 Prozent zu rechnen gewesen.
[...]
In Spanien, Frankreich und Italien träten Ketten an die Stelle kleiner Läden; sie nähmen noch Hausmusik-Platten ins Sortiment auf, würden sie aber nicht mehr los, weil es keine Fachverkäufer gebe. So komme das Meiste zurück. „Wir haben mit 300 verschiedenen Alben in ganz Österreich 145 Euro umgesetzt“.

Momentan ist Hausmusik Vertrieb für ca. unabhängige 50 Labels und ihre Künstler wie z.B. The Notwist und Lali Puna. Wie groß die Verluste für eben jene sein werden hängt von den Außenständen ab, und natürlich auch von der Tatsache ob sie rechtzeitig einen neuen Vertrieb finden können. Fakt ist, dass die deutsche Labellandschaft einen weiteren großen Namen verliert, und auch für Wolfgang Petters dürfte es schwer sein mit 45 Jahren wieder in seinen Beruf als Elektriker einzusteigen.

# Bericht auf Jetzt.de

4 Meldungen zu “Das Ende von Hausmusik”
  1. 1
    Stefan (20.9.07, 22:49):

    Das ist definitiv mal der Untergang des Abendlandes!

  2. 2
    beingboring (21.9.07, 18:56):

    145 Euro. Da weiß man wieder, wieso man ein Netlabel betreibt.

  3. 3
    Eikman (21.9.07, 18:59):

    ja, es ist traurig

  4. 4
    // thelastbeat.com 3.0 // | Amato Distribution am Ende (23.11.07, 18:03):

    [...] nächste Indie Vertrieb streicht die Segel: Was Hausmusik für Deutschland war, war Amato für Großbritannien. Der Vertrieb ist für über 100 Labels [...]


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