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Cat Powers Jukebox

cat power

Die Platte ist jetzt schon einige Monate raus, und sie kam auch nicht überall so gut an, aber ich muss jetzt mal eine Lanze für Cat Powers Jukebox brechen, ihr zweites Album, dass größtenteils aus Coverversionen besteht. Das ist natürlich immer ein heikles Thema, da die meisten Cover in der Regel nicht mal ansatzweise an das Original heranreichen, abgesehen von einigen Klassikern vielleicht, die dann aber auch meistens Neuinterpretationen sind und keine reinen Coverversionen. Ms. Marshall löst das Problem ähnlich gut, denn auch ausgelutschte Rausschmeißer wie New York, New York oder Silver Stallion der Highwaymen (eine Country-Supergroup um Johnny Cash und Willie Nelson, die immer meilenweit hinter ihren Möglichkeiten blieb) bekommen durch die spärliche, oft schwermütige Instrumentierung und die durchdringenden, leicht rauchigen Vocals eine ganz neue Anziehungskraft, was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass Cat Power nicht nur die Musik, sondern auch die Texte ein wenig verändert. So wird aus Hank Williams Klassiker Ramblin Man einfach ein Ramblin (Wo)man. Wieso auch nicht. Was bleibt sind 12 Songs für regnerische Stunden (und davon gibt es ja diesen Sommer einige), wie immer bei Cat Power eben.

Und wie man hört, soll die Gute inzwischen auch wieder ganz ansehnliche Liveshows spielen, nachdem man sie jahrelang nur dadurch kannte, dass sie entweder zu betrunken war um überhaupt aufzutreten, oder genau deswegen nach drei Songs das Konzert abgebrochen hatte. Hier noch ein Konzert aus dem Jahre 2006, das immerhin gute 108 Minuten dauerte:

# Cat Power - Live in Washington 2006 (via NPR)


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