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31. October 2009, 10:44

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Blog-Empfehlung: KinoSport

kinosport

Ich lese alle Blogs in der Blogroll regelmäßig und auch regelmäßig gerne, aber trotzdem spreche ich selten direkte Empfehlungen aus. Wieso das so ist weiß ich eigentlich auch nicht. Für KinoSport mache ich jetzt jedenfalls eine Ausnahme. Monatelang hatte ich die Seite von James A. Reeves, Auror und Designer aus New York, unter “Musik” im Feedreader laufen, bis ich gemerkt habe, dass obwohl James zwar auch ein Liebhaber elektronischer Musik ist und auch gelegentlich den ein oder anderen Mix postet, das Blog eigentlich aber kein Musikblog ist. Denn die letzten Jahre über lag der inhaltliche Schwerpunkt ganz klar auf seiner fast 32.000 Meilen langen Reise durch die Vereinigten Staaten, die drei Jahre in Anspruch nahm (wenn auch mit Pausen, zwischendurch muss der Gute ja auch mal arbeiten). Klar, diese Art von “Travelogue” gibt es inzwischen wie Sand am Meer, aber irgendwie fand ich James kleine Anekdoten über Müll in Utah, Tankstellen in Arkansas oder abgefahrene Hotels in Oklahoma immer sehr gelungen, schön beobachtet und kommentiert, ohne dabei in Geschwafel zu verfallen. Und vor allem immer wieder mit passendem Soundtrack und schönen Bildern unterstützt. Jetzt hat er seine Erfahrungen in einem Buch mit dem tollen Titel The Awful Making of an Optimist zusammengefasst. Ich zitiere den Klappentext:

One day James realized he no longer understood his country or what he should be doing in it. He decided to go for a drive to clear his head. The Awful Making of an Optimist is a scattershot journey through the neon corridors and dark corners of America. Cattle auctions in Texahoma. Oil fires burning across the Venice Jump Basin. Kids collecting cosmic rays in the desert. Subway preachers in Brooklyn and security concerns along the Mississippi. Staring at Mexicali through a chain link fence in Calexico. Thirty thousand miles, twelve speeding tickets, and several moments of unexpected kindness, all set to the nervous chatter of talk radio and 24-hour diners as James drives along the back roads taking pictures and looking for answers — and drifts towards a slow reckoning with his own compulsions and unexpected loss.

Das Buch gibt es (noch) nicht zu kaufen, denn momentan sondiert James noch Möglichkeiten, wie man es ohne Erfahrung im Verlagsgeschäft am besten an die Leserschaft bringt, und ob es denn überhaupt Interesse gibt. Für mich erübrigt sich die Frage, und ich würde glatt auch die Import-Kosten bezahlen.

Ein Kommentar

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  1. [...] = [];}Vor knapp 2,5 Jahren habe ich bereits einmal auf das tolle Blog von James A. Reeves hingewiesen, das damals noch KinoSport hieß. Inzwischen heißt das Projekt Big American Night und Reeves wohnt [...]

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