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25. March 2006, 01:54

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Black Mesa:Source

1998 kam mit Half-Life der bis dato wohl beste und innovativste Egoshooter der Computerspielgeschichte heraus. Ich kann mich noch erinnern als ich damit das Original gekauft habe (Tauschbörsen, Torrents und Cracks waren damals noch nicht sehr populär), es angespielt habe und sofort gefesselt war; ich musste die filmische Anfangsszene und das erste Level zweimal spielen, weil ich vor lauter Aufregung vergessen habe zu speichern. Half-Life, die Geschichte des Physikers Gordon Freeman, der Zeuge eines fehlgeschlagenen Experiments wird und sich plötzlich mit Aliens aus einer Parallelwelt konfrontiert sieht, hat eine bis heute unerreichte Atmosphäre, eine Story, die sich im Spiel selbst erzählte und entwickelte. Es war fesselnd, intuitiv, hatte ein fortschrittliches Leveldesign, und es fühlte sich aller übernatürlichen Phänomene zum Trotz irgendwie echt an (Egoshooter als Auslöser für Amokläufe zu betrachten war damals noch kein Diskurs). Inzwischen ist Half-Life immer noch der vielleicht beste 3D Shooter aller Zeiten, und einer, der die Computerspielindustrie maßgeblich beeinflusst hat.

Umso erfreulicher dass, um auf den Punkt zu kommen, Half-Life nun neu erscheint, und zwar in der Source Engine des Nachfolgers Half Life 2 (erschienen 2004). Der Titel: Black Mesa:Source.
“Moment”, kann man sagen, “Half-Life gab es doch schon in neuem Gewand als Half-Life:Source!” Stimmt, aber eben nur aufpoliert, d.h. die alten Maps wurden damals lediglich mit hochauflösenden Texturen versehen und einige Models ausgetauscht. Black Mesa:Source ist dagegen eine komplett neue, ‘built from scratch’ Version des Klassikers, inkl. neuer Grafik, neuem Sound und neuer KI. Ich bin schon lange nicht mehr der passionierte PC-Spieler der ich noch 1998 war, aber ich freue mich darauf das Spiel noch einmal zu erleben, zum einen der alten Zeiten willen, zum anderen weil ich es schon jahrelang nicht mehr gespielt habe (wieso eigentlich?), auch wenn ich es vermutlich nicht bis zum Ende spielen werde, denn das Ende gehört zu den schlechteren der Spielehistorie, was den Spaß aber wirklich nur minimal trübt.

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