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thelastbeat.com. Sympathy for Disruption. Elektronische Musik, Netzkultur und Anti-Establishment, portioniert serviert im Blogformat, pikant gespickt mit ausgewählten Interviews, Features und Reviews, und abgeschmeckt mit einer Brise Netaudio, unkontrolliert gebraut seit 2005.
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Auf ein neues…

Die erste Woche eines Semesters ist die Erfindung des Teufels. In dieser Woche sind alle gängigen Höflichkeitsformen passé, der Campus wird zur offiziellen Kampfzone erklärt. Es entsteht ein Massenkampf um Seminarplätze, es wird sich um Listen geschlagen, Namen ausradiert und durchgestrichen, jeder Mitmensch wird zum potentiellen Konkurrenten, die Sprechstunden der Dozenten laufen über, planlose Erstsemester-Leute irren planlos und verstört durch die Gänge, blass im Gesicht, einige zittern.
Das Beste was man machen kann ist in dieser Woche zuhause zu bleiben und konsequent so zu tun als wäre nichts. Wenn es denn nur so leicht wäre. Doch leider lässt sich diese Idee aufgrund der unglaublich liberalen Stundenplangestaltung der Uni Frankfurt nicht durchsetzen (wenn man nicht mit leeren Händen, äh, Plan, dastehen will), und so kommt es wie es kommen muss, Semester für Semester: Helm auf und ab in den Kampf! Seminare von Dozenten die vom Hörensagen als “nett” gelten laufen gnadenlos über, 80 Studenten in einem Raum für 30 Leute ist physikalisch zwar kaum möglich, wird aber immer wieder gerne als Feldstudie probiert. Fast schon klassisch verteilen sich ca. 70% der interessanten Veranstaltungen auf Mittwoch zwischen 10 und 14 Uhr, so dass man die Qual der Wahl hat.
Doch selbst wenn man dann glaubt einen Stundenplan gefunden zu haben, der sich nicht nur aus Freistunden und Seminaren um 18 Uhr zusammensetzt wird man ebenso schnell wieder rausgeworfen; Plötzlich gibt es Tutorien die nicht im Vorlesungsverzeichnis auftauchen und sich natürlich mit anderen Seminaren überschneiden. Oder man erfährt gleich in der ersten Sitzung dass die Klausur an einem Datum stattfindet, das so ziemlich das undenkbarste des gesamten Jahres ist.

Ja, willkommen im Sommersemester 2005. Den ersten Tag habe ich mit Verbrennungen ersten Grades und einigen Kratzern und blauen Flecken überstanden. Und mit der Erkenntnis dass ich dieses Jahr nicht auf’s Melt! Festival fahren kann da ich an dem Freitag Abend von 16-18 Uhr eine Klausur in diesem Seminar schreibe. Willkommen.


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