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24. May 2008, 03:10

Technik

ATTIGO ist (noch) nicht die Zukunft des Auflegens

Das Demo-Video von ATTIGO, das ein englischer Student im Rahmen eines Design-Projekts entworfen hat, macht ja gerade die Runde, nicht selten unter dem Titel “Die Zukunft des Auflegens” oder ähnliches. Ich finde diese Demonstration jedoch (noch) nicht überzeugend; hier wird eine digitale Aufnahme über einen Touchscreen gescratcht, was nicht wirklich revolutionär ist, sondern eher eine Mischung zwischen Final Scratch, KAOSS Pad und JazzMutant Lemur darstellt, nur in einer Nummer größer und mit entsprechender Waveform-Visualisierung. Von Mixen kann hier kaum keine Rede sein, denn Pause/Play drücken und zwischendurch den Crossfader rücken, das ist meiner Meinung nach kein Mixen, und zudem klingt selbst das mehr als holprig. Ja, ich weiß, es ist ein Prototyp, und möglicherweise kann man aus der Idee mit entsprechender Finanzierung und Know-How im Rücken auch noch was spannendes draus machen, aber für den Augenblick bin ich eigentlich ziemlich unbeeindruckt, denn selbst auf dem iPhone kann man ja inzwischen schon scratchen. Ein Vinylscrobbler würde mich jetzt mehr vom Hocker hauen ;)

# Link zum Demo-Video auf Vimeo

3 Kommentare

  1. Carsten

    Der Vinylscrobbler lässt dir keine Ruhe, oder?

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  2. Eikman

    Ich hab da heute Nacht von geträumt!

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Trackbacks

  1. [...] voranbringen könnte. Vor anderthalb Jahren habe ich dann an dieser Stelle über ein Projekt namens ATTIGO geschrieben unter dem Titel, dass dies (noch) nicht die Zukunft des Auflegens sei. Nun macht im [...]

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