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8. July 2005, 01:27

Dates

Sommerriots, Teil 1

60 minuten Auftritt von Andreas Dorau auf dem AStA Sommerfest an der Uni Frankfurt. 60 minuten, in denen ich:

* 2x umgerempelt wurde (1x von einer betrunkenen Frau, einmal von einem Pogo-Typ, der danach von einem anderen niedergestreckt wurde).
* 1x von einem Obdachlosen angemacht wurde (weil ich Bilder gemacht habe).
* 1x fast von einer Flasche getroffen wurde.

Desweiteren:

* 1x wurde der Laptop der Band nassgespritzt.
* Ein Mann neben der Bühne hat ständig “Hurensohn” und “Verpiss Dich” zu Andreas Doraus gerufen.
* Eine Frau hat die Bühne geentert, und hat sich das Mikrofon von Andreas Dorau gekrallt. Auch wenn sie friedlich war, wurde sie nach ungefähr 5 min. von der Security ‘entfernt’.
* Dies wiederum hat eine andere Frau auf den Plan gerufen, die nach dem Konzert das Mikro übernommen hat und folgendes sagte: “Herr Dorau, wir möchten sie darauf hinweisen dass soeben eine Frau von der Security von der Bühne gezerrt (!!) wurde, und die Security zudem Nazi-Symbole auf der Jacke trägt!”
Darauf Andreas Dorau: “Nun, zum einen hab ich die Dame danach wieder vor der Bühne gesehen, daher kann es so schlimm nicht gewesen sein, und mit der Security haben wir nichts zu tun.”

Was danach folgte waren hässliche Szenen, in denen die Supporter dieser Aktion Bierflaschen in Richtung Security warfen und klassische linke Parolen ausriefen. Wieder einmal zeigte sich, dass Studenten, ebenso wie andere Menschen, in einer Gruppe zu hirnlosen Zeitgenossen mutieren, die weder Taktgefühl noch Bildung besitzen, sondern wie eine Horde Gorillas eine friedliche Veranstaltung missbrauchen um ihre pathetischen Parolen auszurufen.
Zudem kommt dazu, dass die gesamte Veranstaltung umsonst war, was natürlich auch jede Menge Leute auf den Plan gerufen hat, die sich weder mit der Musik noch mit der Stimmung anfreunden konnten. So kam es, dass von den, ohnehin schon wenigen, Besuchern die Hälfte bestimmt nicht wegen der Konzerte da war, sondern entweder aus Neugierde, Langweile oder einfach Aggressionsbereitschaft. Die Security, ob Nazis oder nicht (ich halte es für Propaganda), war mit der Situation gnadenlos überfordert; Wenn schon Absperrungen vor der Bühne sind, dann muss auch gewährleistet sein, dass niemand darüber klettert. Doch das konnten die drei, vier Leute beim besten Willen nicht garantieren, ebensowenig wie sie die kleinen ‘Aufstände’ nach Ende des Konzertes hätten unterbinden können.

Die Musik, sowohl von Good Heart Boutique, als auch den schwedischen Yamaha-Rockern Aavikko und Andreas Dorau war durchaus angenehm, nur leider wurde der gesamte Abend von dem übelsten Publikum dass ich jemals erlebt habe überschattet. Und das Beste ist: Morgen geht es weiter.

Trotz allem: #Bilder

5 Kommentare

  1. vinyl

    dass die meisten leute da nicht wegen der musik hingehen bzw sie dann vor ort auch nicht schaetzen koennen, ist mir auch schon aufgefallen. schade eigentlich, wo das programm doch meistens ziemlich gut ist und fuer viele “geschmaecker” was bietet. was du da beschreibst, habe ich allerdings bisher noch nie erlebt. bin gespannnt, ob’s heute abend genauso wird.

    ps: der link zu den bildern stimmt irgendwie nicht.

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  2. Eikman

    danke, der link geht nun. gibt ja auch immer oben links den direkten link zur gallery.

    Wegen den Leuten: Es ist ja klar dass dort viele kommen die keinen Bock auf die Konzerte haben, aber wenn es immer so abläuft wie gestern sollte man echt mal überlegen Eintritt zu nehmen. Ist ja auch uncool für die Bands. Dorau war am Ende auch ziemlich entnervt, und der eine von Aavikko stand nebendran und hat nur den Kopf geschüttelt.

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  3. coi.coi

    scheiß verfickte antifa-pot-head-zecken bande. alle exmatrikulieren. ich hasse sie inbrünstig. die sind nicht mehr politisch in ihrer linkshaltung. die linkshaltung ist livestyle. die sprache nicht politisch, armumentativ und wandelbar sondern nur noch subkulturelle erkennungskodierung. Sie sind nicht links, sie sind reaktionäre spinner. das ist so arm. mit interlektueller linke, wie in den 70ern . also ich mein jetzt nicht die alt68 einheitsbrei, sondern den universitäre diskurs von jungen studenten. der zu sich selbst kritisch war. hat das nichts mehr zu tun. bremen ist voll davon, von diesen ekelpaketen.

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  4. coi.coi

    scheiße, hab ich nen kater.

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  5. Eikman

    Prost!

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