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25. May 2007, 23:12

Artists

Artist Watch: Soap & Skin

Als ich, es dürfte so Ende letzten Jahres gewesen sein, die Shitkatapult Empfiehlt 12″ gehört habe, ist mir der letzte Track schon etwas seltsam vorgekommen. Nach Tracks von Apparat, Fenin und Magnum 38 plötzlich ein reiner Piano Track, unterlegt mit einer sanften Frauenstimme. Was ich damals ohne weiter nachzuforschen als Outro abgestemptelt habe, bekommt nun dank .txt ein Gesicht: Soap & Skin nennt sich die Künstlerin, die im wirklichen Leben Anja Plaschg heißt, an der Akademie der bildenden Künste in Wien studiert, und gerade einmal 16 Jahre alt ist. Wie die letzten beiden Fakten zusammen passen – ich habe keine Ahnung. Was ich jedoch weiß, ist dass Soap & Skin eine Mischung aus Piano und Elektronik ist, die mich nicht von ungefähr an Colleen und Helios erinnert; es sind traurige, schwermütige Lieder, ohne jedoch hoffnungslos depressiv zu sein, sondern vielmehr leise und spärliche Fragmente im elektronischen Mantel verhüllt.

Veröffentlichungen gibt es außer dem genannten Track auf der Shitkatapult 12″ noch keine, jedoch ist ein Album mit dem passenden Arbeitstitel Songs For The Death in Planung. Wieso gerade Shitkatapult? “Ich fand den Namen ansprechend”, sagt sie im Interview. Man darf gespannt sein.

# Interview @ Zünder
# Soap & Skin @ MySpace

Ein Kommentar

  1. green

    Konzert in Hamburg erlebt. Wow, ist schon die volle Packung Traumaverarbeitung, irgendwo zwischen Tori Amos und Goethes Erben… Und ganz egal ob man heutzutage noch singen kann “I die forever” mit dieser Schüchternheitsattitüde – die Stimme flasht live, aber richtig.

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