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14. July 2008, 13:42

Artists

Artist Watch: Grimace Federation

grimace federation

Fast alle Bilder der Grimace Federation sind in schwarzweiß gehalten, was die ganze Band zwar in eine trügerische Antiquität taucht, gleichermaßen aber auch die Wurzeln der Band widerzuspiegeln scheint. Auf den wenigen Bildern der Band als Ganzes sieht man fünf weiße End-Zwanziger mit Hoodies, Sneakern und Baseballkappen bestückt, und erwartet vermutlich alles, nur keine Jazz-Fusion Band. Doch genau das ist es, als was die Grimace Federation ursprünglich begann. Zuhause, in Philadelphia, fing die Geschichte an, mit einem klassischen Fusion-Trio, bestehend aus Gitarre, Bass und Drums. Raus aus unzähligen Kellerräumen, Hauspartys und dem Underground in Philly hat sich die Grimace Federation im Laufe der Jahre aus ihren Wurzeln herausgespielt und weiterentwickelt: es kamen ein zweiter Drummer, ein zweiter Gitarrist und ein Vibraphone/Keyboard Spieler aus New York dazu, was natürlich den Sound maßgeblich beeinflusst hat.

Heute macht die Grimace Federation anspruchsvolle Instrumentalmusik, die zwar immer noch reichlich angejazzt ist, aber wie auch die Kollegen von Tortoise aus Chicago eine ordentliche Brise Indie- und Postrock mit einfließen lässt, und so ein recht hohes Crossover-Potential besitzt. Dass das Sextett aber auch gerade im Underground Hip Hop einen guten Ruf hat, beweist u.a. der Remix von Aesop Rock, der sich auf dem Debütalbum der Band, Tasted by Chemists, befindet. Überhaupt ist diese Mischung aus eingänglichen Harmonien, rumpelnden Drumbreaks und Gitarren eine sehr abwechslunsgreiche, die sich vor anderen Instrumentalbands mit ähnlichem Background nicht verstecken zu braucht, und nicht nur Fans von Tortoise & Co. zu empfehlen ist.

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