Tägliches
Arbeitsalltag eines Techno-DJs
Frohes neues Jahr! Die Gammeltage sind vorbei, und zum Jahreswechsel hat sich die Bundeszentrale für politische Bildung mit dem Thema, oder eher der Person “DJ” beschäftigt. Dr. Hitzler von der Universität Dortmund erklärt hierin den Arbeitsablauf und den “Arbeitsplatz” des DJs auf eine unfreiwillig (?) komisch-akademische Weise. Hier sind einige Auszüge, die mich doch zum Lachen gebracht haben, aber prinzipiell auch nicht falsch sind.
Sein Set bereitet der DJ vor, indem er den oder die mitgebrachten Plattenkoffer für sich möglichst gut erreichbar hinter dem Pult platziert, den oder die Koffer öffnet, die Platten rasch durchblättert, einige Platten herauszieht und auf Eck stellt, mitunter die eine oder andere Platte umsortiert und seinen Kopfhörer bereitlegt. (Jeder DJ hat einen eigenen Kopfhörer dabei, und wenn dieser nicht funktioniert, führt dies in der Regel zu mehr oder weniger panikartigen Reaktionen.)
[...]Um das DJ-Pult herum verlaufen Kabel, stehen sonstige technische Geräte, Spots, Plattenkoffer anderer DJs, die vor ihm oder nach ihm an der Reihe waren bzw. sind, Getränke (eventuell in einer Kühlbox oder in Kartons oder Kisten), liegen Kleidungsstücke und Mäntel, seine eigenen und die aller möglichen Freunde. Außerdem sammelt sich im Laufe der Party zusehends Müll an: Getränkeflaschen, -dosen, -becher, Flyer, Zigarettenkippen, -schachteln und -asche, verschüttete Flüssigkeiten, usw.
[...]
Sieht man von relativ neuen, quasi-sakralen Star-Inszenierungen ab, dann fällt auf, dass der DJ sich so gut wie nie allein auf der Bühne aufhält, sondern typischerweise von einer mehr oder weniger großen Anzahl von Personen umgeben ist. Dabei handelt es sich zum einen um ablauftechnisch funktionale Personen am Pult (Stage-Manager, Ton-Techniker, Licht-Techniker, Reparaturdienstleistende, logistisches Personal), zum anderen um ablauftechnisch nicht-funktionale Personen (”Freunde”, Freunde von “Freunden”, andere DJs, Freunde anderer DJs; Leute, die niemand kennt, die aber nicht weiter stören; Personen, die einfach unbedingt einmal auf die Bühne wollen usw.), und schließlich um ablauftechnisch dysfunktionale Personen am Pult (motorisch unkontrollierte Personen, aggressive Personen, belästigende Personen.
(via Nerdcore)
Sieht man von relativ neuen, quasi-sakralen Star-Inszenierungen ab, dann fällt auf, dass der DJ sich so gut wie nie allein auf der Bühne aufhält, sondern typischerweise von einer mehr oder weniger großen Anzahl von Personen umgeben ist. Dabei handelt es sich zum einen um ablauftechnisch funktionale Personen am Pult (Stage-Manager, Ton-Techniker, Licht-Techniker, Reparaturdienstleistende, logistisches Personal), zum anderen um ablauftechnisch nicht-funktionale Personen (”Freunde”, Freunde von “Freunden”, andere DJs, Freunde anderer DJs; Leute, die niemand kennt, die aber nicht weiter stören; Personen, die einfach unbedingt einmal auf die Bühne wollen usw.), und schließlich um ablauftechnisch dysfunktionale Personen am Pult (motorisch unkontrollierte Personen, aggressive Personen, belästigende Personen.















ablauftechnisch dysfunktionale personen! phrase des jahres 2009! geilo.
das sind übrigens zwei vollkommen sympathische personen, hitzler und pfadenhauer, bei denen ich das vergnügen hatte, studieren zu dürfen. :-)
hätten sie mal lieber dich gefragt :p
Senf dazu?
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