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thelastbeat.com. Sympathy for Disruption. Elektronische Musik, Netzkultur und Anti-Establishment, portioniert serviert im Blogformat, pikant gespickt mit ausgewählten Interviews, Features und Reviews, und abgeschmeckt mit einer Brise Netaudio, unkontrolliert gebraut seit 2005.
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Anja Schneider - Beyond the Valley

anja schneider - beyond the valley Laut Pressetext ist Beyond the Valley der Soundtrack für einen Ort jenseits des Bekannten, ein Ort, der Exotik und Mysteriöses verbreitet. Und ja, man kann es durchaus fühlen, zumindest ansatzweise. Schon die Steel Drums im sicherlich nicht ganz zufällig betitelten Opener Safari haben eine verlockende Anziehungskraft, die man nicht bei jedem Technoalbum hört, und auch Mole, die erste Single, ist ein anmutiger, von Tribal-Percussion getriebener Minimaltrack, bei dem immer wieder kurze, prägnante Melodiefragmente aufblitzen. Maki, eines der Highlights, lässt mit dubbiger Bassline und reichlich Echo viel Freiraum um sich zu entfalten, bevor sich wie der Tempel im Dschungel plötzlich ein Piano erhebt und mit geradezu hedonistischen Streichern, die nicht von ungefähr auch an alte Houseproduktionen erinnern, zu einer mystisch-faszinierenden Eleganz verschmilzt. Auch Belize und Cascabel wissen durch ihren exotischen Anstrich zu überzeugen, und zum Schluss findet sich der Hörer gar noch in der verführerischen Aura eines Half-Step-Tracks wieder.

Wie auch schon die früheren Produktionen von Anja Schneider, wiegen sich auch die Tracks auf Beyond the Valley in reichlich Echo, wirken stets fokussiert treibend, nie nervös, nie überproduziert, und immer mit einem Auge in Richtung Dancefloor schielend, wobei die Tracks meiner Meinung nach schon immer mehr für die früheren Stunden als die Peaktime abgesehen waren. Daran ändert sich auch weiterhin nichts. Wer Tracks wie Addicted mochte, wird an diesem Album seinen Spaß haben.

Doch leider tappt Anja Schneider etwas in die Falle der Albumlänge, denn die Spannungskurve hält sich nicht ganz bis zum Ende. Dafür gibt es zwischendurch doch einige Tracks, bei denen man in zu gewöhnliche Pattern abdriftet, in denen die Tracks ineinander verwischen, was nichts daran ändert, dass man dieses Album ohne Probleme durchhören kann, nur fragt man sich bei einigen Tracks anschließend wie genau sie eigentlich geklungen haben. Wer das zu ignorieren weiß, wird diesen verheißungsvollen Ort jenseits des Tals vielleicht früher als erwartet entdecken.


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