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thelastbeat.com. Sympathy for Disruption. Elektronische Musik, Netzkultur und Anti-Establishment, portioniert serviert im Blogformat, pikant gespickt mit ausgewählten Interviews, Features und Reviews, und abgeschmeckt mit einer Brise Netaudio, unkontrolliert gebraut seit 2005.
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Konzertempfehlungen

Mein Psychiater empfiehlt:

Heute, 8.11.:Animal Collective @ Brotfabrik, Frankfurt. 20:30 Uhr (+Vorband)

Mit ihren vielschichtigen, improvisierten Soundcollagen greifen sie Ideen des Psychedelic-Sounds der 70er Jahre wieder auf. Die Ergebnisse präsentieren sich mal stark elektronisch und effektreich angereichert wie bei dem Longplayer “Here Comes The Indian”, mal steht ein akustisches Klangbild wie bei “Campfire Songs” im Vordergrund. Egal ob elektronisch oder akustisch, Animal Collective verstehen sich als Popband im besten Sinne. Die Liebe zur Melodie steht über allen Fragen des Arrangements und der Instrumentierung. Die Isländer Storveits Nix Noltes warten mit osteuropäischer Musik auf. Die zehnköpfige Band - unter anderem mit Kristín Anna Valtýsdóttir von der isländischen Band Mum - Stórsveit Nix Noltes spielt Musik vor allem aus Bulgarien, aber auch Griechische Folksongs gemischt mit Klezmer, von der man sicher nicht annehmen würde, daß sie aus dem hohen Norden kommt. Gegründet wurde die Band im Herbst 2004 und gerade haben sie ihr Debüt-Album “Orkídeur Hawai” (Hawaiian Orchid) veröffentlicht und werden beim Musik-Festival Iceland Airwaves im Oktober auftreten.

und am Sonntag den 13.11, gleiche Zeit, gleicher Ort: CocoRosie

Einst getrennt, heute unzertrennlich – die Schwestern Bianca und Sierra Casady wuchsen nicht zusammen, sondern dies- und jenseits des Atlantiks, in New York und Paris auf. Als Bianca Sierra in Frankreich besuchte, entstanden in einer kleinen Wohnung im 18. Arrondisement erste Songs zu Gitarre, Blockflöte und Percussion. Gut ein Dreivierteljahr später war das Debütalbum fertig: “La Maison De Mon Rêve”. “Das Haus meiner Träume” – mit seltsam skurrilen, beinah zerbrechlich wirkenden Songs, gesungen von zwei außergewöhnliche Stimmen zu minimalistischer Instrumentierung auf realen und fiktiven Geräuschkulissen. Zu intim, zu schräg, zu abseitig für eine Bühnenumsetzung mutmaßten viele nach dieser CD. Bevor CocoRosie den Beweis antraten, dass ihre Geschichten auch auf der Clubbühne auf äußerst bezaubernde Weise funktionieren. Mit akustischer Gitarre, Keyboards, Harfe und unzähligen Kinderinstrumenten und Sounds von einem Diktiergerät. “Ihre überlappenden Wechselgesänge, häufiges Markenzeichen des ungleichen Schwesternpaares, erreichten live eine Intensität, die das Material auf ihrem Debüt ,La Maison De Mon Rêve kaum erreicht”, hieß es in einer Konzertkritik zum Auftritt in der Registratur in München im Oktober 2004. Und allenthalben loben die Kritiker die fast weihe- und andachtsvolle Atmosphäre, die in den Konzerten von Bianca und Sierra Casady herrsche – mit einem dem Geschehen auf der Bühne gebannt und stumm folgendem Publikum.


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