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thelastbeat.com. Sympathy for Disruption. Elektronische Musik, Netzkultur und Anti-Establishment, portioniert serviert im Blogformat, pikant gespickt mit ausgewählten Interviews, Features und Reviews, und abgeschmeckt mit einer Brise Netaudio, unkontrolliert gebraut seit 2005.
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The sounds of machines our parents used

Autechre live zu Köln. Schon gegen 22:30 Uhr hatte sich vor dem Sensor Club eine mittelgroße Schlange gebildet, die aber wirklich schnell durchlaufen war. Im Inneren des Kellergewölbes heizte DJ Rob Hall schon ordentlich ein, mit einem bunten Mix aus alten Warp-Klassikern und IDM, wobei die Dancefloor-Tauglichkeit doch im Vordergrund stand.
Gegen 0:30 Uhr in etwa wurde es dann plötzlich dunkel, aber noch kein Grund zur Aufregung, denn es kam erst die Vorgruppe in Form von .SND, die jedoch mehr als großartig waren: Meine persönlichen Lieblinge des Glitch-Minimalismus spielten gute 40 Minuten ein basslastiges Minimal-Set und haben am Ende die Boxen ordentlich strapaziert. Anschließend hat Rob Hall die Zeit bis zum Gig von Autechre überbrückt, diesmal aber mit relativ straightem Techno, das spätestens dann auch den letzten der üblichen Zappelphilippe zum Tanzen animiert hat. Grundsätzlich war das Publikum aber doch recht angenehm, man merkte dass der Großteil wirklich wegen Autechre gekommen war.
Kurz vor 1 Uhr haben Sean Booth & Rob Brown dann ihr Equipment hochgefahren, die Lichter gingen abermals aus und es konnte losgehen. Dieses Set stand in keinem Vergleich zu dem von ihrer Confield-Tour, hier ging es ordentlich zur Sache. Insgesamt könnte man den Sound wohl der Tri Repetae/LP5 Phase zuordnen, sprich: Es war abstrakt, aber dennoch rhythmisch und, ja, tatsächlich tanzbar. Irgendwie. Eine Mischung aus perfidem Breakbeat und allerlei verschachtelter Layer, die darübergelegt wurden. Das Publikum hat sichtlich Spass daran gehabt und auch wenn es zwischenzeitlich vor der ‘Bühne’ wirklich voll wurde, konnte man einen guten Blick auf die beiden Protagonisten erhaschen, da es doch relativ hell war (Im Vergleich zum letzten Mal als ich sie sah). Gegen Ende packten sie dann noch wunderschöne Flächen und abgehackte Vocals aus und improvisierten einige Songs vom neuen Album (wenn ich das richtig gedeutet habe), bevor sie mit einem ordentlichen “Bums” Schluss gemacht haben. Insgesamt schienen die beiden in glänzender Spiellaune zu sein (Rob Brown konnte sich sogar ein Lächeln abgewinnen), und spielten deswegen wohl auch bis fast 3 Uhr.

Dass Autechre wirklich Superstars in ihrem Sektor sind habe ich spätestens dann bemerkt als während der gesamten Shows ein regelrechtes Blitzlichtgewitter herrschte, was am Ende doch stark genervt hat. Ich war diesmal nicht dabei, da ich aufgrund der irrsinnigen Hausnummerierung in Köln-Deutz ungefähr einen Kilometer weg parkte und keine Lust hatte beim Nieselregen nochmal die Kamera zu holen. Vielleicht finden ja einige der Bilder ihren Weg ins Netz (immerhin schienen einige Leute an die 100 Bilder gemacht zu haben).

——–
PS: Rückfahrt von Köln in 80 min. Das nenn ich mal schnell :)

2 Meldungen zu “The sounds of machines our parents used”
  1. 1
    kai (25.4.05, 15:02):

    bilder, bitte treib’ bilder auf. ich kanns mir nur als animalischen-shotgun-rave vorstellen. eike mittendrin und absolut entspannt. mit diesem cornish-lächeln im gesicht ;)

  2. 2
    // thelastbeat.com 3.0 // | Autechre - Live in Manchester 24.11 (21.10.07, 23:43):

    [...] Wer in der Nähe ist sollte das jedenfalls nicht verpassen, der letzte Auftritt von Autechre in Köln war ziemlich großartig! [...]


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